Drehzahlüberwachung für Drehgeber

Um eine Sicherheitsanforderungsstufe höher geht es bei den sicheren Drehzahlwächtern für Drehgeber von Bihl+Wiedemann, die sich ebenfalls durch die Baubreite von 22,5mm auszeichnen. Sie können bis zu zwei Achsen bis SIL3 bzw. PLe überwachen und eignen sich für alle gängigen Drehgeber: von Sinus/Cosinus- über SSI- und TTL- bis zu HTL-Ausführungen. Inzwischen ist der elektronische Aufpasser auch in einer Variante mit zwei lokalen sicheren Ausgängen erhältlich, die Abschaltzeiten von weniger als 5ms realisiert und beliebig viele projektierbare Sicherheitsfunktionen bietet. Dient der Geber lediglich zur sicheren Überwachung einer Achse, kann der Drehzahlwächter direkt angeschlossen werden. In vielen Fällen ist der Encoder aber bereits mit einem Umrichter verbunden, der das Signal zur Drehzahlregelung benötigt. Dann erfolgt der Abgriff des Signals zwischen Drehgeber und Umrichter ganz einfach über den passenden Adapter wie zum Beispiel einen Sub-D-Kabeladapter zum Aufstecken zwischen Umrichter und Geberleitung oder ein Adaptermodul zum Abgriff von zwei Drehgebersignalen.

Drehzahlüberwachung im Antrieb

Mit den Safety Gateways des AS-Interface-Spezialisten Bihl+Wiedemann lässt sich die Drehzahl aber auch ganz unkompliziert direkt im Antrieb sicher überwachen: z.B. im Zusammenspiel mit CIP Safety über Sercos als Protokoll zur Übertragung sicherheitsrelevanter Signale, bei dem eine zusätzliche Verkabelung für einen Sicherheitsbus entfällt. Die Integration von Antriebs-, Peripherie- und Sicherheitsbus sowie Standard-Ethernet in einem Netzwerk vereinfacht die Handhabung und reduziert Hardware- und Installationskosten. Integrierte Sicherheitssteuerungen und homogene Safety-Lösungen lassen sich so einfach umsetzen. Es stehen auch Safety Gateways für die Kombination mit einer Sicherheits-SPS (F-CPU) zur Verfügung: Profisafe über Profibus, Profisafe über Profinet und CIP Safety über Ethernet/IP.

Drehzahlüberwachung im Gateway oder Modul

Alle Drehzahlwächter des Mannheimer Unternehmens, egal ob die Drehzahl direkt im Gateway oder im Modul überwacht wird, lassen sich über die Gateways an die gängigen Feldbussysteme anschließen: von Profibus und Profinet über Ethernet/IP, Modbus und CC-Link bis Canopen und Ethercat. Dabei sind zwölf Klemmen des integrierten Sicherheitsmonitors frei konfigurierbar – z.B. als sechs sichere Ausgänge plus drei sichere zweikanalige Eingänge, als sechs sichere zweikanalige Eingänge, als Standard E/As oder als Kombination daraus. Die Drehzahlwächter befinden sich an den lokalen Eingängen der Gateways und überwachen drei Achsen zweikanalig bis SIL2 / PLd oder sechs Achsen einkanalig bis SIL1 / PLc. Die Konfiguration sämtlicher sicherer AS-Interface-E/A-Module und Drehzahlwächter erleichtert die Software Asimon 3 G2, mit der sich die notwendigen Einstellungen komfortabel und ohne großen Aufwand erstellen lassen. Features wie Abschalthistorie und Online-Diagnose sowie die Option zur Fernwartung sind in diesem Programm ebenfalls integriert. Für die Entscheidung, welche der hier skizzierten Lösungen zur sicheren Drehzahl- bzw. Antriebsüberwachung für welche Anlage die richtige ist, lässt sich pauschal eigentlich nur eine Faustregel formulieren: Für kleinere Maschinen mit geringem Sicherheitsbedarf stellen in der Regel induktive Näherungsschalter oder optische Sensoren eine kostengünstige und einfache Methode dar, bei höheren Sicherheitsanforderungen sind Drehgeber gefragt und in Anlagen, in denen leistungsfähige Antriebe komplexe Regelungs- oder Positionierungsaufgaben übernehmen, bietet sich die sichere Drehzahlüberwachung im Antrieb an. Abschließend beantworten lässt sich die Frage aber natürlich nur anhand der konkreten Applikation.

Seiten: 1 2 3