OPC ist schon lange als PC-basierter Standard in der Automatisierungstechnik bekannt und wird in zahlreichen Projekten eingesetzt. Mit der neuen Unified Architecture geht die OPC Foundation auf die speziellen Anforderungen von Bedienpanels und eingebetteten Systemen ein. Was bedeutet das für Hersteller von Automatisierungsgeräten? Dieser Frage ging die Konferenz \’OPC goes embedded – OPC Unified Architecture\‘ am 20. September 2007 in Frankfurt nach. Veranstaltet wurde die eintägige Konferenz von der OPC Foundation, dem SPS-MAGAZIN sowie der ascolab GmbH.
Konferenzprogramm
Tom Burke, Präsident der OPC Foundation, war eigens aus den USA angereist, um Herstellern und Anwendern das neue Konzept OPC UA zu erläutert. Neben ihm sprachen Matthias Damm, Geschäftsführer der ascolab GmbH, über die Bedingungen von OPC UA in embedded Systemen. Stefan Hoppe, Produktmanager bei Beckhoff Automation GmbH und Mitglied des europäischen OPC-Steering-Committee, referierte über einen OPC UA-Server integriert in eine SPS, dessen Grundlage die Implementierungserfahrungen im Hause Beckhoff waren. Stefan Niermann von der Inosoft GmbH sprach über die Erfahrungen der Inosoft bei der Implementierung von OPC UA in einem embedded HMI. Abschließend berichtete nochmals Matthias Damm über den aktuellen Entwicklungsstand und die kommenden Termine von OPC UA.
Live-Demonstration
Ziel der Veranstaltung war es, den Nutzen von OPC Unified Architecture in embedded-HMI Anwendungen sowie dessen einfache Implementierung zu zeigen. Am Ende der Referate stand eine reibungslos laufende Live-Demonstration von ersten Beta-Produkten auf Basis von OPC UA. Verbunden wurde über OPC UA ein Windows CE basierendes Steuerungssystem von Beckhoff und Bosch Rexroth sowie ein OPC UA Demoserver auf Linuxbasis von ascolab und eine Windows CE-basierende HMI-Software von Inosoft.
Einführung mit Tom Burke
Den Auftakt der Veranstaltung bildete der Vortrag von Tom Burke, Vorsitzender der OPC-Foundation. In seinem Übersichtsreferat erläuterte er die Entwicklung der OPC-Technologie bis hin zu OPC UA, dessen Vorzüge er umriss. Die ursprüngliche Intention bei der Entwicklung dieser Technologie zielte auf die vertikale Integration ab. Den zunehmenden Anforderungen an die Kommunikationsfähigkeit von Geräten – weniger auf Basis von Daten, sondern auf Basis von Informationen – werden die zahllosen Protokolle immer weniger gerecht. Daraus resultiert die Notwendigkeit nach einer skalierbaren und Plattform unabhängigen Struktur, der man mit OPC UA Rechnung getragen hat und die viele Vorteile habe, so Burke. Zu diesen Vorteilen zählte er u.a. die Robustheit der Technologie, deren Sicherheit im Sinne von Security, Skalierbarkeit und Performance. Gleichzeitig konsolidiert man die verschiedenen Ausprägungen von OPC, die mittlerweile existieren. Die Anforderung an das neue System war eine einfache Konfiguration und Wartung sowie größere Transparenz und die Abdeckung der Anforderungen einer breiteren Zielgruppe. Zudem war die Berücksichtigung bereits existierender OPC-Applikationen natürlich Pflicht. Neben einem effizienten Binärprotokoll (UA/TCP), bietet OPC UA auch ein SOAP basiertes Webservice-Protokoll. UA-SecureConversation für UA/TCP und WS-SecureConversation für das Webservice-Protokoll sorgen dabei für sichere Verbindungen. Für Robustheit wird beispielsweise durch \’Keep-Alive\‘ (Heartbeat)-Messages und Sequenznummern in jeder Update-Message gesorgt. Auch Redundanzfunktionen sind bereits im System enthalten. Das Aufsetzen auf Standard Internet-Protokollen ermöglicht eine einfache \’Cross-Plattform-Kommunikation\‘. Fast 40 Firmen gehören bereits zu einer \’Early Adopters\‘-Gruppe, die an oder mit Produkten mit OPC UA-Technologie
















