Plattformunabhängiger Formfaktor

In der letzten Zeit wurden verschiedene Modulformate vorgestellt, die sich an den Eigenschaften einer einzigen Prozessorfamilie orientieren. Der Nachteil derartiger Konzepte ist die Abhängigkeit von der Roadmap eines Halbleiterherstellers. Um eine Langzeitverfügbarkeit von mehr als zehn Jahren garantieren zu können, wurde das eSOM-200-Modulformat entwickelt. Beim Entwurf der Spezifikationen wurde laut Hersteller neben der Plattformunabhängigkeit besonders auf eine einfache Integration in die Zielumgebung geachtet. Neben den typischen PC-Schnittstellen wie LAN, UART, USB und LCD steht nach wie vor ein einfacher generischer 16Bit-Bus zur Verfügung, an den sich problemlos die typischen Peripheriebausteine anbinden lassen. Die Modulabmessungen betragen kompakte 80x50mm. Die 200 Pins des Moduls stehen an zwei FX8C-Steckverbindern zur Verfügung. Der erste Vertreter im eSOM-200-Formfaktor ist der eSOM/2586. Er basiert auf dem Vortex86DX SoC von DMP und wird wahlweise mit 600, 800 oder 1.000MHz betrieben. Dieses SoC vereint CPU Core, North und South Bridge sowie zahlreiche Peripheriefunktionen in einem einzigen IC-Gehäuse. Die eSOM/2586-Speicherausstattung besteht aus 1GByte NAND-Flash und 128MByte DDR2-DRAM. Darüber hinaus stehen ein LCD-Controller mit 4-Wire Touch Screen Interface-, 1x Ethernet-, 3x UART-, 2x USB Host-, 1x SPI-, 1x CompactFlash- und weitere Schnittstellen zur Verfügung. Der eSOM/2586 wird bereits mit einem im NAND-Flash vorinstallierten Linux inklusive X-Server und original Sun Java Runtime ausgeliefert. Halle 12, Stand 544