Prima Klima

Die Region um Stuttgart zählt zu den bedeutendsten Wirtschaftszentren Europas und so reiht sich Industriegebiet an Industriegebiet, immer wieder unterbrochen von Weinbergen und kleinen Dörfern an Neckar und Rems. Auch Combitherm ist in dieser gleichermaßen idyllischen wie leistungsstarken Region zuhause. Das Familienunternehmen wurde 1972 in Fellbach gegründet und hat sich auf Sonderanlagen in den Bereichen Wärme- und Kältetechnik spezialisiert. Kerngeschäft ist die industrielle Herstellung von Kälteaggregaten für die Gebäudeklimatisierung und Produktionskühlung. In letzter Zeit nehmen aber auch Wärmepumpen eine immer wichtigere Rolle ein. Fernwartung als Service Steffen Klein führt als Sohn des Unternehmensgründers heute Combitherm in der zweiten Generation. \“Service gehört im Anlagenbau zum Geschäft\“, erklärt er. Und so nutzt Combitherm für die ersten Monate nach dem Verkauf einer Anlage auch alle Möglichkeiten der Fernwartung. Der laufende Betrieb der Anlagen wird dann von Fellbach aus überwacht und bei Bedarf werden nachträglich noch Softwareänderungen an der Steuerung vorgenommen. Dies kann nötig werden, da gerade beim Heizen oder Kühlen viele Parameter vor Ort eine Rolle spielen und das zeigt sich erst im laufenden Betrieb. Für diese Verbesserung von ferne nutzt Combitherm eWon aus dem Hause Wachendorff. Dieses Teleservice-Modul passt mit seiner kompakten Bauweise in den Schaltschrank und stellt über GSM/GPRS den Kontakt zwischen der Steuerung und dem Internet her. Steht die getunnelte VPN-Verbindung, kann direkt auf die Steuerung sowie die Bediengeräte zugegriffen werden. Perfektes Klima, wenn der Flieger parkt Besonders zum Tragen kommt die drahtlose, mobile Lösung bei einem ganz speziellen Produktbereich von Combitherm: Der Klimatisierung von Flugzeugen. Diese stellt über den Wolken kein Problem dar, zumal die Versorgung dann über die laufenden Hauptturbinen sichergestellt wird. Schwieriger wird die KIimatisierung dagegen auf dem Flugfeld. Eine Beschattung der Flugzeuge gibt es hier üblicherweise nicht und für Wartungsarbeiten stehen die Maschinen oft mehrere Stunden ungeschützt in der prallen Sonne. Da während dieser Zeit Reinigungskräfte und Monteure in den Flugzeugen arbeiten, dürfen bestimmte Obergrenzen nicht überschritten werden. In Parkposition werden die Flugzeuge darum üblicherweise an die Stromversorgung des Flughafens angeschlossen und eine sogenannte Hilfsturbine (APU) übernimmt die Klimatisierung. Diese Hilfsturbine ist aber enorm laut, weshalb ihr Betrieb bei stadtnahen Flughäfen oft verboten ist. Außerdem gibt es immer mehr Bedenken hinsichtlich der Effizienz, denn bei einem Jumbo Jet kann der Verbrauch pro Stunde schnell bei 500kg Kerosin liegen. Deshalb gibt es auf vielen Flughäfen auch spezielle stationäre Einrichtungen zur Klimatisierung. Hier wird dann Frischluft über Schlauchsysteme zu den Parkplätzen der Maschinen transportiert. Sie sind aber unflexibel, sehr teuer in der Installation und bei weiten Wegen ist die Luft warm, ehe sie im Flugzeug angekommen ist. Mobilen Systemen gehört die Zukunft Die Lösung liegt in mobilen Klimasystemen, die zunehmend in heißen Ländern eingesetzt werden. Sie sind entweder als Anhänger konzipiert und werden von den vorhandenen Zugmaschinen zu den geparkten Flugzeugen gebracht oder sind als selbstfahrende Einheiten auf Lkws montiert und somit in jeder Hinsicht autark von anderen Hilfssystemen. Combitherm gehört heute zu den Herstellern solcher mobiler Lösungen und mit an Bord ist für die Fernwartung eWon von Wachendorff. Der Betrieb an ständig wechselnden Einsatzorten und unter verschiedenen Temperaturbedingungen fordert das eingesetzte Material auf überdurchschnittliche Weise. Deshalb fiel die Wahl auf den Hersteller aus dem Rheingau, dessen Produkte als robust und widerstandsfähig gelten. Schlanke, kostengünstige Lösung Hinzu kommt die Möglichkeit, mit eWon durch die Nutzung von Talk2M Free eine feste IP-Adresse zu haben, die den Einsatz jeder beliebigen GSM-Karte ermöglicht. So kann Combitherm beispielsweise Prepaid-Karten verwenden und muss sich nicht für jede Anlage auch noch um die Verwaltung der Kartenverträge kümmern. Geschäftsführer Steffen Klein: \“Damit man wettbewerbsfähig bleibt, müssen Lösungen schmal sein – so einfach wie möglich und mit so wenig Verwaltungsaufwand wie möglich. Mit Wachendorff haben wir dafür den richtigen Partner gefunden.\“ Dort, wo früher mehrere Module zur Fernwartung der Steuerung benötigt wurden, genügt heute ein einziges eWon-Gerät. Es kann sowohl über das MPI-Protokoll als auch über das ISOTCP-Protokoll kommunizieren. Somit ist der komplette Zugriff auf die Steuerungen und die Bediengeräte möglich, so als wären sie direkt am PC angeschlossen. Zusätzliche Teleservice-Hard- oder -Software ist nicht erforderlich. \“Wir nutzen eWon sogar zusätzlich noch als Gateway, um auch die zweite Steuerung für die Generatoren an die Anlage anzubinden\“, erklärt Peter Caceiro die vielen Einsatzmöglichkeiten des Produkts, das auch für Alarmmanagement eingesetzt werden kann und dann beispielsweise SMS an diensthabende Servicekräfte versendet. Zusätzliche Lizenzgebühren fallen dabei nicht an – man kauft lediglich die Hardware und eine beliebige GSM-Karte und kann dann von jedem beliebigen PC über das Internet auf die Anlage zugreifen. Kasten 1: eWon im Überblick – Integriertes PSTN-, ISDN, GSM/GPRS/EDGE/UMTS/HSDPA-Modem – Alarmierung über SMS, E-Mail mit und ohne Anhang oder SNMP – Einfache Konfiguration durch Webinterface – Gleichzeitiger Zugriff auf Steuerung und Bediengerät – Serielle oder MPI-/PB-Schnittstelle – Gesicherte, verschlüsselte und bidirektionale VPN-Verbindung – Einfache Verbindungsherstellung mit Talk2M SPS/IPC/Drives: