Remote I/O im Ex-Bereich

Das System ist konstruiert und vorbereitet, um direkt im explosionsgefährdeten Bereich installiert zu werden. Explosionsgefährdete Bereiche finden sich unter anderem in der Chemie, der Pharmazie, der Petrochemie sowie der Öl- und Gasbranche, wo mit brennbaren Gasen, Dämpfen oder Stäuben gearbeitet wird. Dort widerum befinden sich eine Vielzahl von Sensoren (Temperatur, Druck, Durchfluss usw.) und Aktoren (Motor, Ventile usw.), die erfasst, d.h. gemessen, gesteuert oder geregelt werden müssen. Antares vereinfacht diese Prozesse durch den direkten Einsatz im Feld und ermöglicht zugleich ein hohes Einsparpotenzial. Neuentwicklungen Bei Antares wurde darauf geachtet, eine minimale Bauform zu konstruieren. Das Produkt ist das kleinste Remote-I/O-System, das jemals für den Ex-Bereich entwickelt wurde. Ziel der Neuentwicklung war es auch, Funktionalität mit dem Explosionsschutz in einem ansprechenden Design wiederzugeben. Das neue Konzept findet sich ebenfalls in der neuen Gehäusetechnik wieder. Die Kombination von Ex d, Ex e und Ex i sowie einer eigens entwickelten Stecktechnik wurde auf kleinem Raum verwirklicht. Durch das besondere Entwicklungskonzept benötigt das System für die Gerätekategorie 2G kein teures explosionsgeschütztes Gehäuse (Ex e) mehr. Für den Anwender ergeben sich daraus Kosteneinsparungen sowie eine Verringerung des Engineeringaufwands. Einfache und günstige Standard-Industriegehäuse sind ausreichend. Es ist ebenfalls gelungen, den Installations- und Materialaufwand für den Kunden zu minimieren und Ressourcen einzusparen. Speziell wurde bei der Montage darauf geachtet, dass eine Standard-Tragschiene verwendet werden kann und alle Module \’hot swap\‘-fähig sind (hot swap = Wechsel von Modulen im laufenden Betrieb des Systems unter Spannung möglich). Zudem können Standard-Bussysteme direkt an das System angekoppelt werden, auf zusätzliche explosionsgeschützte Komponenten (Trennübertrager) kann verzichtet werden. Das System ist darüber hinaus multifunktional. Es kann mit verschiedenen Bussystemen (Profibus-DP, Profinet, Ethernet IP, Modbus/TCP) an jede gängige Steuerung bzw. jedes gängige Leitsystem angeschlossen werden. Die I/O-Module Ein leistungsstarkes Netzteil ermöglicht die Versorgung von bis zu 32 I/O-Modulen, woraus sich eine hohe Anzahl von Input/Output-Kanälen ergibt. Es stehen acht verschiedene I/O-Module zur Verfügung (siehe linker Kasten). Die Module können aufgrund der kleinen Bauform platzsparend aufgebaut werden. Die interne Busverbindung wird durch einfaches Zusammenstecken der Module erreicht. Alle I/O-Module sind in der Zündschutzart Ex i ausgeführt. Es können Sensoren oder Aktoren angeschlossen werden, die sich auch in der Zone 0 und Zone 20 befinden. Die Anschlusstechnik an den I/O-Modulen für die Sensoren bzw. Aktoren ist ebenfalls steckbar. Mittels LEDs wird der Zustand jedes I/O-Kanals zusätzlich am Modul angezeigt und ermöglicht so dem Betreiber einen visuellen Statusüberblick vor Ort. Das zusätzliche Extension-Modul erlaubt den Aufbau der I/O-Module über mehrere Tragschienen. Das Kopfmodul RCU (Rail Control Unit) bestehend aus CPU, Feldbusinterface und einem integrierten Netzteil ist in der Zündschutzart Ex d ausgeführt und wird in das zugehörige Anschlussmodul eingesteckt. Die Verriegelungstechnik sorgt für eine sichere Verbindung. Über eine USB-Schnittstelle wird die RCU mittels der Designersoftware konfiguriert. Eine SD-Speicherkarte sichert zusätzlich die Konfigurationsdaten als Backup. Verschiedene Spannungsausführungen in 24VDC oder 90 bis 240VAC ermöglichen einen kundenspezifischen Einsatz. Durch das Zusammenschalten zweier RCUs mittels einer Steckbrücke wird eine echte Redundanz bei Profibus DP erreicht. Das sorgt für eine hohe Anlagenverfügbarkeit. Für Ex-Bereich geeignet Im Bereich Forschung und Entwicklung wurden besondere Untersuchungen im Bereich der elektrischen Eigensicherheit in Zusammenarbeit mit der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) Braunschweig durchgeführt. Damit ist das System nach den aktuellen Richtlinien für den Einsatz im explosionsgefährdeten Bereich für Atex Zone 1 und 2 (Gas) und Atex Zone 21 und 22 (Staub) sowie nach IECEx geeignet. Designersoftware Die Antares-Designersoftware ist eine Eigenentwicklung von Bartec. Durch die intuitive Bedienbarkeit ist das System mit wenigen Mausklicks projektiert und konfiguriert. Der Anwender sieht bereits während der Erstellung seinen realen Systemaufbau in maßstabsgetreuen Bildern. Das Programm überwacht während der Erstellung, dass bestimmte Grenzwerte, wie z.B. Abstände, Powermanagement und die maximale Datenlänge am Profibus, eingehalten werden. Weitere Funktionen wie beispielsweise die Generierung von Stücklisten und die automatische Anfrage via E-Mail sind möglich. Die Software ist zusätzlich mit einem Konstruktor (Projekt- bzw. Systemgenerator) ausgestattet, der notwendige Ein-/ ­Ausgänge inklusive benötigter Reserven für das kostengünstigste, d.h. optimale System errechnet. Kasten 1: Die zur Verfügung stehenden I/O-Module – 8 Digital In Namur, (davon 2 Eingänge als Zähler parametrierbar) – 16 Digital In Namur – 8 Digital Out – 8 Analog In – 8 Analog In Hart – 4 Analog In/Out frei parametrierbar – 4 Analog In/Out Hart frei parametrierbar – 4 Temperatur In Kasten 2: Das Remote I/O-System – Kein Ex-e-Gehäuse erforderlich, ein einfaches Standardgehäuse ist ausreichend – Profibus DP, Profinet, Ethernet IP, Modbus/TCP – Keine externen Sicherheitsbarrieren bzw. Trennübertrager notwendig – Gleiche Bus-Topologie wie im Nicht-Ex-Bereich – Integrierter Ethernet-Switch ermöglicht es, Buslinien aufzubauen – Leistungsstarkes Netzteil versorgt bis zu 32 Module – Echtes redundantes System – Innovatives Design – Designersoftware mit intuitiver Benutzeroberfläche SPS/IPC/Drives: Halle 7A, Stand 128