Maximale Verfügbarkeit, einfache und vielseitige Integration in mechanischer wie elektrischer Hinsicht sowie kompakte Abmessungen sind die Kernforderungen vieler Anwender, die es bei der Entwicklung der neuen Encoder-Baureihe zu berücksichtigen galt. Im Mittelpunkt stand der oft geäußerte Wunsch, die Robustheit magnetischer Multiturn-Encoder weiter zu erhöhen. Das betrifft einmal das Thema Temperatur, d.h. die Standfestigkeit von Batterien, und zum anderen die Schock- und Vibrationsfestigkeit – also den Aspekt der integrierten Bauteile, vor allem des mechanischen Getriebes. Die Herausforderung bestand darin, eine Lösung zu finden, um sowohl die Anzahl von Umdrehungen zu zählen und energielos und ohne Getriebemechanik zu erfassen. Den Lösungsansatz bietet ein magnetisches Funktionsprinzip, genauer gesagt die Wieganddraht-Technologie. Wieganddraht-Technologie: Draht ersetzt Batterie und Getriebe Basis der neuen Technologie ist ein Effekt, der Anfang der 70er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts von John R. Wiegand entdeckt und nach ihm benannt wurde. Dabei handelt es sich um eine physikalische Erscheinung in homogenen, ferromagnetischen Drähten: Ändert sich die Stärke eines von außen wirkenden Magnetfeldes über ein bestimmtes Maß hinaus, erfolgt eine sprungförmige Ummagnetisierung des Drahtes. Diese schlagartige Richtungsumkehr der Magnetisierung induziert ihrerseits in einer z.B. um den Draht gewickelten Spule einen kräftigen Spannungsimpuls, der sensortechnisch ausgewertet werden kann. Der sogenannte Wieganddraht ist etwa ¼mm stark und besteht aus einer speziellen Legierung aus Kobald-Eisen-Vanadium. Der Mantel ist somit ein hartmagnetisches Metall, während der Kern weichmagnetische Eigenschaften besitzt. Mantel und Kern weisen dadurch eine unterschiedliche Magnetisierbarkeit auf. Überschreitet ein auf den Draht einwirkendes Magnetfeld eine bestimmte Stärke, kommt es zu der von Wiegand entdeckten, sprunghaften Ummagnetisierung des Kerns. Im A3M60-Encoder wird dies durch einen rotierenden Magneten erzeugt. Der hierbei entstehende Spannungsimpuls wird durch eine Spule im Encoder, die den Wieganddraht umgibt, erfasst und als Umdrehungen gezählt. Auf diese Weise wird auch die Drehrichtung erkannt sowie die für die Auswerteelektronik erforderliche Energie erzeugt. Anforderungen: Robuste Encoder mit hoher Verfügbarkeit Mit der Nutzung der robusten und energieautarken Wieganddraht-Technologie erfüllen die neuen Multiturn-Encoder von Sick das wichtigste Anliegen vieler Anwender: mehr Robustheit für eine hohe Verfügbarkeit. Gerade beim Einsatz im rauen Umfeld, z.B. in Palettiersystemen, in Zuführeinrichtungen, an Kranfahrzeugen, in Walzwerken, in Holzverarbeitungsmaschinen oder in der Verpackungstechnik, verbessern das berührungslose Messprinzip sowie der Verzicht auf eine Batterie und die beweglichen Teile eines Getriebes die Lebensdauer erheblich. Hinzu kommen Schutzart IP67, ein Betriebstemperaturbereich von -30 bis + 85°C sowie die Unempfindlichkeit gegenüber Betauung des Sensorelementes, die die Langlebigkeit der Encoder ebenfalls positiv beeinflussen. Mit der Verbesserung der Verfügbarkeit sinken gleichzeitig die Betriebskosten, denn der Aufwand für Wartung und Instandhaltung ist beim A3M60 gering. Außerdem bieten die Wieganddraht-Encoder eine höhere Fertigungseffizienz: Ein Magnet dient als \’Maßverkörperung\‘ für Single- und Multiturn; und die gesamte Sensoreinheit einschließlich der Auswertung befinden sich auf einer einzigen, automatisch bestückten Platine. Die Reduzierung der Bauteile im Geber verkürzt so die Fertigungszeit. Das alles bedeutet mehr Wirtschaftlichkeit und schnellere Verfügbarkeit – Merkmale, auf die Anwender von Encodern neben aller Robustheit ebenfalls großen Wert legen. Vielseitigkeit für unterschiedliche Applikationen integriert Damit der A3M60 in vielfältigen Applikationen eingesetzt werden kann, verfügt der Encoder über eine Auflösung von 14Bit Singleturn und 17Bit Multiturn. Die maximal mögliche Positionsbreite, die über das Profibus-DP-V2-Profil übertragen werden kann, beträgt somit 31Bit. Diese Schnittstelle ist bei diesen Encodern auf einer Platine im gleichen Gehäuse untergebracht; eine externe Bushaube ist also nicht erforderlich. Das gilt auch für die weiteren Schnittstellen, die für diese Baureihe derzeit in Vorbereitung sind. Auch durch seine kleine Bauform ist der Encoder vielseitig einsetzbar. Die kompakte Sensoreinheit hat einen Durchmesser von nur 36mm und ermöglicht eine platzsparende Integration. Gleiches gilt für die Einbautiefe: Mit nur 65mm können Antriebe möglichst kompakt konstruiert und die Encoder auch unter beengten Platzverhältnissen montiert werden. Das gilt gleichermaßen für alle Versionen mit ihren verschiedenen Aufsteck- und Hohlwellen-Durchmessern. Sind die Zeiten der optischen Encoder vorbei? Die Vorteile des Encoders mit Wieganddraht-Technologie liegen in der hohen Robustheit, der vielseitigen Einsetzbarkeit sowie seinem berührungslosen Funktionsprinzip. Die Zeiten optischer Single- und Multiturn-Encoder, z.B. der Baureihen AFM oder AFS, sind dennoch nicht vorbei. Auch sie haben ihre Daseinsberechtigung – wenn man z.B. an die Vorteile hinsichtlich Präzision und Geschwindigkeit denkt. Aber mit den neuen magnetischen Encodern bietet Sick \’best of both worlds\‘. Dadurch können die Anwender ihre Anforderungen noch flexibler abdecken. Je nach Applikation wählen sie zwischen optischer oder magnetischer Technologie, bestimmen die gewünschte Bauform und entscheiden sich unabhängig, welchen der verschiedenen Feldbusse Ethernet/IP, Profinet oder Ethercat sie an die Busschnittstelle der Encoder anschließen wollen.
Robust-Encoder: Multiturn zählen ohne Batterie und Getriebe
-
Für datenintensive Industrieumgebungen
1HE-Rack-PC
Für PXI-Testsysteme, Echtzeitanwendungen und die Industrieautomation sind hohe Datenraten, geringe Latenzen und flexible Erweiterbarkeit entscheidend.
-
Spürbarer Dämpfer in den Bestellungen
Maschinenbau-Auftragseingang im Februar
Der Auftragseingang im Maschinenbau ist im Februar abermals gesunken und die Stimmung der Unternehmen trübt sich ein.
-
Für die DACH-Region
Schneider Electric: Neuer Vice President Secure Power
Schneider Electric hat Marco Geiser zum neuen Vice President Secure Power DACH ernannt.
-
Yaskawa strukturiert Führungsspitze in Europa um
Yaskawa hat eine Neustrukturierung der Geschäftsführung in seiner europäischen Zentrale vorgenommen.
-
Mit integrierter Sicherheitstechnik
MDR-Controller für die Intralogistik
Die IP54-geschützten MDR-Controller EP741x von Beckhoff sind je nach Bedarf mit und ohne…
-
Lebensmittelkonformer Oberflächenschutz
Aluminium-Antriebe
Mit NXD Tuph von Nord Drivesystems können Anwender auch in hygienesensiblen Applikationen von…
-
Ann Fairchild neue CEO
Siemens USA unter neuer Leitung
Siemens hat Ann Fairchild zur neuen Geschäftsführerin von Siemens USA ernannt.
-
IO-Link Safety: Sicherheit vernetzt im Feld
Die Automation ändert sich rasant – sicherheitstechnische Anforderungen ebenso. Mit IO-Link Safety entsteht…
-
Drehkreuz in Südamerika
Wika eröffnet neues Werk in Brasilien
Wika hat Mitte März ein neues Werk am Standort Boituva in Brasilien eröffnet.
-
Feldbuskoppler
Feldbus und Anzeige konsequent integriert
In Profinet-basierten Anlagen übernimmt das PN220 von Motrona die Funktion eines Feldbuskopplers und…
-
Seit März
Hannover Messe erhält eigenen Geschäftsbereich
Zum 1. März hat die Deutsche Messe einen eigenständigen Geschäftsbereich eingerichtet, der sich…
-
Ifo-Konjunkturumfrage
Unternehmen planen mit höheren Preisen
Deutlich mehr Unternehmen in Deutschland planen mit höheren Preisen.
-
Festo, Schaeffler und Ziehl-Abegg
Nominierte für Hermes Award stehen fest
Eine unabhängige Jury hat unter den zahlreichen Einreichungen drei Unternehmen für den Hermes…
-
Professor Dr. Jörn Müller-Quade
Wibu-Systems beruft Kryptografie-Experten in Aufsichtsrat
Wibu-Systems hat Professor Dr. Jörn Müller-Quade in den Aufsichtsrat berufen.
-
IFR stellt Preisträgerinnen vor
Women in Robotics 2026
Um Frauen in der Robotikbranche mehr Sichtbarkeit und Anerkennung zu verschaffen, hat die…
-
Gemeinsam zum vollständig integrierten Automatisierungs-Stack
Salz Automation und Tele vereinbaren Partnerschaft
Salz Automation und Tele Haase Steuergeräte gehen in ihrer Partnerschaft einen entscheidenden Schritt…
-
3D-Druck
Harting eröffnet Zentrum für 3D-Druck
Harting hat in seinem Werk Rahden ein „Center of Competence Additive Manufacturing“ eröffnet.
-
Mikko Soirola
Neuer CEO für Elisa Industriq
Mikko Soirola startet als neuer CEO bei Elisa Industriq.
-
Klaus Conrad – Unternehmer, Visionär, Möglichmacher
90 Jahre Pioniergeist
Mit 18 Jahren tritt er ins Familienunternehmen ein, mit 40 übernimmt er die…
-
Miniatur-Sensoren realisieren hohe Reichweiten
So weit, so klein
Mit hoher Reichweite, kompaktem Design und optionaler IO-Link-Anbindung eignen sich die Sensoren der…
-
Dank Binnenmarkt
Deutsche Elektroexporte mit Plus auch zum Jahresbeginn
Auch zum Beginn des Jahres 2026 verzeichnete die deutsche Elektroindustrie ein Exportplus: Im…
-
93% verlagern KI zunehmend auf lokale Server
In den letzten zwei Jahren haben 93% befragter Unternehmen einige KI-Workloads zurück auf…
-
Erster Bauabschnitt eingeweiht
Neues Werk in Mexiko für Phoenix Contact
Phoenix Contact hat sein Produktionsnetzwerk auf dem amerikanischen Kontinent ausgebaut. In einem ersten…
das könnte sie auch interessieren
-
Mobile Cobot-Lösung erhöht die Produktivität in der CNC-Fertigung
Für wechselnde Losgrößen und große Produktvielfalt geeignet
-
Die Myzel Lifecycle Platform vernetzt Menschen, Maschinen und Daten
Wenn Sicherheit Wurzeln schlägt
-
Neue Bremssättel für Scheibenbremsen
Elektromagnetische Lüftung für hohe Stundenliestung
-
Scada-Plattform Atvise mit Updates
Mehr Sicherheit und Kompatibilität für Scada-Systeme
















