Schnell geschaltet: Leistung satt im Getriebebau

Die ThyssenKrupp Krause GmbH entwickelt, konstruiert, fertigt und liefert schlüsselfertige Montagesys-teme für Aggregate einschließlich der dazugehörigen Prüf- und Testanlagen für die Automobil- und Zuliefererindustrie. Die modulare Produktpalette enthält alle Komponenten für die manuelle, halb- und vollautomatische Montage von Motoren, Getrieben und Achsen sowie deren Unterkomponenten, die komplette Messtechnik für integrierte Messungen und die Endprüfung. Das VW-Werk in Baunatal, 10km südlich von Kassel, ist mit über 13.000 Beschäftigten der zweitgrößte Produktionsstandort der Volkswagen AG in Deutschland und ein bedeutender Komponentenlieferant des Konzerns. Als Getriebeleitwerk versorgt Kassel den gesamten Volkswagen-Konzern weltweit mit jährlich ca. 2,8Mio. Schalt- und Automatikgetrieben. In der größten Leichtmetall-Gießerei Europas werden dazu die notwendigen Gehäuseteile aus Aluminium und Magnesium hergestellt. Zusätzlich befindet sich im Werk der Bereich Vertrieb Originalteile – von hier werden jährlich mehr als 17Mio. Originalteile in alle Welt verschickt. Montagestraße mit Speed7 CPUs Die ThyssenKrupp Krause GmbH realisierte am Produktionsstandort Kassel nun erstmals eine vollständige Montagestraße mit 35 Steuerungen für künftige Doppelkupplungs-Getriebe auf der Fläche eines Fußballfeldes mit den leistungsstarken SPS-Systemen mit Speed7-Technologie von Vipa. Mit einer Produktionskapazität von mehreren hundert Getrieben für Benzin- und Dieselmotoren pro Tag, zählt diese Anlage zu den modernen Ihrer Art. Alle zwei Minuten läuft ein fertiges Getriebe in diesem komplexen Montageprozess vom Band. Das ergonomische Stationsdesign, zugeschnitten auf das Bedienpersonal, soll für die zu erfüllende Arbeitssicherheit einstehen. Neben umfangreichen Messaufgaben bietet die neue Anlage Flexibilität bis auf die Losgröße eins. Leistung satt für den Anwender Die Komplexität der Anlage erfordert aufgrund von 14 Roboterstationen, vier Transportsystemabschnitten, Bahndrehstationen mit Lageregelung der Drehbewegung sowie Werkstückpositionierung mit Absolutwertgebern ein leistungsfähiges Steuerungssystem. Um den bestrebten Qualitätsstandard mit automatischer Kontrolle aller Prozessschritte sowie die zentrale Erfassung und Verarbeitung der Betriebs- und Qualitätsdaten sicherzustellen, war ein belastbares und schnelles Kommunikationsmedium unumgänglich. Doch auch die Wirtschaftlichkeit spielte eine gewichtige Rolle bei der Wahl des SPS-Systems. Die Aufgabe: Leistung satt in Sachen Zyklusverarbeitung, Speicherausbau und Kommunikationsfähigkeit bei optimalem Preis-/Leistungsverhältnis. Die Lösung: Speed7 CPUs von Vipa. Das Unternehmen versorgt den Maschinen- und Anlagenbau seit über 20 Jahren mit Innovationen und Technologien als Anbieter kompletter SPS-Systeme und möchte auch in Zukunft schnell auf neue Herausforderungen reagieren können. Mit der Möglichkeit systemübergreifend mit Step7 von Siemens zu programmieren, soll darüber hinaus der Kundenfreundlichkeit gerecht werden. Durch die hauseigene Speed7-Technologie steht dem Anwender Leistung satt zur Verfügung. Das flexible Speichermanagement ist auf die Kundenanforderungen ausgerichtet. Der Speicher kann auch nachträglich dynamisch den Anforderungen der Applikation angepasst werden, ohne dass bestehende Hardware ausgetauscht werden müsste. Ein möglicher Mischbetrieb mit Siemens-Komponenten ist durchaus möglich und soll die Einsatzmöglichkeiten der Systeme abrunden. SPS-System für kurze Zykluszeiten Leistungsstarke Kommunikationsschnittstellen on Board, vor allem die integrierte Ethernet-Schnittstelle sowie der integrierte Arbeitsspeicher in Verbindung mit der schnellen Speed7-Technologie trugen dazu bei, dass die neue Anlage der ThyssenKrupp Krause GmbH am Produktionsstandort Kassel der Volkswagen AG mit Speed7 CPUs realisiert wurde. In dieser Montagestraße kommunizieren 37 baugleiche Speed7 CPUs untereinander. Vernetzt wurde die Anlage über die integrierte CPU-Schnittstelle in einem zentralen Verteilerschrank. Zusätzlich wird die Kommunikation zur Leittechnik sichergestellt. Betriebs- und Qualitätsdaten müssen in Echtzeit bearbeitet und erfasst werden, um etwaige Probleme sofort erkennen und beheben zu können. Mit Zykluszeiten von nur 0,015 bzw. 0,090µs (Fest-/Gleitpunktarithmetik) und dem hohen Grundspeicher von 1MByte für Programm und Daten stellte sich die Speed7 CPU 315SN/NET mit integriertem Ethernet-CP343 lean als geeignetes SPS-System für diese speziellen Anforderungen heraus. \“Die Leistungsfähigkeit, die Speichergröße sowie die integrierten Ethernet-Kommunikationsprozessoren der Speed7 CPUs haben uns überzeugt, auch zukünftig unsere Anlagen mit Vipa Systemen auszurüsten\“, bestätigt Bernfried Trittin von der ThyssenKrupp Krause GmbH, der das Projekt bei der Volkswagen AG verantwortlich betreute und umsetzte. Halle 9 Stand C17, F13