Ring-Redundanz
Sercos III bedient sich der sogenannten Ring-Redundanz, um ein schnelles Umschalten im Fehlerfall (Kabelbruch oder Knotenausfälle) sicherzustellen. Die Kommunikationsfähigkeit bleibt im Fehlerfalle komplett erhalten, da sich der aktive Ring dabei in zwei Linien aufteilt (Bild 3). Die Echtzeitdaten werden bereits im Normalbetrieb redundant, d.h. auf zwei getrennten Wegen (sogenannter Primär- und Sekundärkanal), übertragen. Im Fehlerfalle schalten die unmittelbar an der Fehlerstelle lokalisierten Knoten unmittelbar von \’Weiterleiten\‘ auf \’Loopback\‘ um. Diese Umschaltung dauert höchstens 25µs, so dass maximal die Daten eines Kommunikationszyklus verloren gehen können. Dadurch dass die Redundanzerkennung in jedem Knoten in der Hardware vorliegt, ist das Verfahren einfach, schnell und sicher. Da die Echtzeitdatenverarbeitung in den Knoten bereits im Normalbetrieb redundant, d.h. in beide Übertragungsrichtungen erfolgt, ist keinerlei Rekonfiguration erforderlich. Auch die Möglichkeit des Querverkehrs bleibt im Redundanzfall erhalten. Lediglich Netzwerkknoten, die sich in unterschiedlichen Linien befinden, können nicht mehr auf direktem Wege miteinander kommunizieren. Doch auch hierfür wurde eine Lösung definiert: der Master kopiert in diesem Falle die Querverkehrsdaten in das nächste ausgehende Telegramm der anderen Linie um und kennzeichnet diese Daten als \’um einen Zyklus\‘ verspätet. Das von Sercos III spezifizierte Redundanzverfahren ist unabhängig von der Anzahl der Teilnehmer und der Netzausdehnung. Sogar die Synchronisierung bleibt im Falle einer Topologieumschaltung erhalten, da das in der Hardware realisierte Synchronisierungsverfahren sowohl in der Linien- als auch in der Ringtopologie arbeitet. Dieses Redundanz-Verfahren erlaubt zudem das manuelle Auftrennen des Rings, um bestehende Geräte auszutauschen oder neue Geräte in das Netzwerk zu integrieren (\’Hot-Plugging\‘). Dieses Verfahren ist an jeder Stelle des Rings möglich, nicht nur am Ende einer Linie.
Sichere Übertragung
Um auch eine sichere Übertragung von Echtzeitdaten sicherstellen zu können, wurde ein sicheres Protokoll auf Basis von CIP Safety spezifiziert (siehe anderer Artikel).
















