Siemens auf der Hannover Messe Siemens setzt zur Hannover Messe 2011 auf die Kombination aus Automatisierungstechnik und Industrie-Software

Zur diesjährigen Hannover Messe zeigt die Automatisierungs-Division von Siemens, wie sie mit ihrem umfassenden Portfolio an Automatisierungstechnik und Industrie-Software die Aufgaben ihrer Kunden lösen kann – hinsichtlich Produktivität, Flexibilität, Kosten, Sicherheit und kurzen Markteinführungszeiten. In allen Industriebranchen steigt der Bedarf an effizienter industrieller Software deutlich. Dazu zeigt Siemens sein komplettes Portfolio an Industrie-Software vom Produktdesign bis zur Produktionssteuerung. Neben dem integrierten Engineering Framework \’Totally Integrated Automation Portal\‘ gehören Produktneuheiten aus den Themenbereichen Energieeffizienz und Produktivität zu den Exponaten von Siemens Industry Automation auf der Hannover Messe. Beim Thema Energieeffizienz zeigt Siemens, wie Anwender Einsparpotenziale identifizieren, bewerten und umsetzen können. Damit lässt sich der Energieverbrauch reduzieren und CO2-Emissionen sowie Kosten senken. Im Themenbereich Produktivität werden durchgängige Lösungen von der CAD-Zeichnung bis zum fertigen Produkt vorgestellt. Wie sich beginnend beim Design einer Anlage bis zur Betriebsphase Ressourcen effizient nutzen und Produktivitätspotenziale heben lassen, verdeutlicht Siemens auf dem Messestand in der Halle 9 am Beispiel der Branchen Automobilfertigung, Oil & Gas sowie erneuerbarer Energien Wind und Solar. Mehr Leistung für S7-300 Siemens hat das Angebot der Simatic-S7-300-Controller ausgebaut. In der Kompaktklasse wurden alle sechs CPUs komplett überarbeitet. Sie verfügen jetzt über mehr Performance und einen doppelt so großen Arbeitsspeicher wie bisher. Neu ist als siebte Kompakt-CPU die CPU 314C-2 PN/DP. Die erste Kompakt-CPU mit 2-Port-Profinet-Schnittstelle eignet sich zum einfachen Aufbau von Profinet-Linienstrukturen. Bei den Standard-Controllern gibt es jetzt die CPU 317-2 DP und bei den fehlersicheren Controllern die CPU 317F-2 DP mit neuer Hardware und verbesserten Leistungsdaten. Alle CPUs sind mit der Firmware-Version 3.3 ausgestattet, mit der beispielsweise Anwenderprogramme bis neunmal so schnell abgearbeitet werden wie mit den Vorgängermodellen. Einige der Geräte sind auch schmaler als zuvor. Z.B. ist die Standard- wie auch die fehlersichere CPU 317 mit Profibus DP statt 80 nur 40mm breit, die neue Kompakt-CPU 313C-2 PtP/DP misst 80 gegenüber 120mm. Mit Firmware-Version 3.3 für die CPUs werden Anwenderprogramme schneller abgearbeitet als bisher. Bitbefehle benötigen z.B. nur noch zwischen 25 und 100 Nanosekunden, gegenüber bisherigen 50 bis 200 Nanosekunden. Auch die Performance der Wort-, Festpunkt- und Gleitpunktarithmetikbefehle wurde gesteigert. Der doppelt so große Anwenderspeicher beginnt jetzt bei den Kompakt-CPUs bei 64 Kilobyte und erreicht 1536 Kilobyte bei der fehlersicheren CPU 317F-2 DP. Die technischen Daten wurden an die bereits überarbeiteten Simatic-S7-300-CPU-Geräte angepasst. Dies erleichtert dem Anwender die Portierung und Wiederverwendung existierender Bibliotheken und Programme. Zum Schutz des Anwender-Know-hows wurde in der Firmware-Version 3.3 zusätzlich die verbesserte Funktion Baustein-Verschlüsselung integriert. Kundenspezifische Bediengeräte-Fronten Mit Digital Express Design bietet Siemens einen komplett neuartigen Prozess zur schnellen und kundenspezifischen Gestaltung von Simatic-Bediengeräte-Fronten. Das neue Angebot richtet sich an Maschinen- und Anlagenbauer sowie an Endkunden, die Bediengeräte für ihre Maschinen oder Anlagen in spezifischem Design wünschen. Erste Geräte stehen dem Kunden nach geklärtem Design bereits nach sieben Tagen zur Verfügung. Die Geräte-Fronten können individuell gestaltet werden: z.B. mit einem Kundenlogo, mit Farbverläufen, individuellen Texten, beispielsweise Gerätetypbezeichnungen, und fotorealistischen Darstellungen mit einer Auflösung bis 600dpi. Damit lassen sich die Bediengeräte genauer als bisher an das Design der Maschinen oder Anlagen anpassen. Das Angebot gilt ab der Beauftragung von mehr als drei Panels. Steuerung und Überwachung von Anlagen per Fernzugriff Neue Baugruppen und UMTS-Router erweitern das Lösungsangebot von Siemens im Bereich Fernzugriff (Remote Access). Mit den beiden Baugruppen TIM 3V-IE DNP3 und TIM 4R-IE DNP3 lassen sich Steuerungen vom Typ Simatic S7-300 und S7-400 über verschiedene Kommunikationsnetze, etwa über das Mobilfunknetz, steuern und überwachen. Die Baugruppen unterstützen das offene DNP3-Protokoll zur Kommunikation mit der Leitstelle. Anwendern stehen umfangreiche Diagnosefunktionen inklusive der Protokollierung der gesendeten und empfangenen Telegramme zur Verfügung. Zudem können an den Baugruppen angeschlossene S7-Steuerungen aus der Ferne über ein IP-basiertes Netz programmiert werden. Die neuen UMTS-Router Scalance M873 und M875 sind für Remote-Access-Lösungen in klassischen Fernwartungs- und Fernwirkapplikationen konzipiert. Die Kommunikation zwischen Leitstelle und den Routern erfolgt per UMTS-Mobilfunknetz. Darüber hinaus sind sie für weitergehende Anwendungen wie beispielsweise Videoübertragungen geeignet. Scalance M875 verfügt zusätzlich über eine VPN-Funktion (Virtual Private Network) sowie eine Firewall. Auf Grund der integrierten Sicherheitsfunktionen ermöglicht Scalance M875 eine geschützte Anbindung dezentraler Automatisierungszellen an eine Leitstelle über das Mobilfunknetz. Diagnose und Kommunikation für Motorstarter Den Motorstarter Simatic ET 200S High Feature hat Siemens um vielfältige Kommunikations- und Diagnosefunktionen erweitert. Mit den Profienergy-Kommunikationsfunktionen lässt sich der Motorstarter in das Energiemanagement einer Anlage integrieren, um z.B. in Produktionspausen angeschlossene Verbraucher abzuschalten und damit Energiekosten zu sparen. Über die azyklischen Datendienste des neu integrierten Profils DP-V1 für Profibus und Profinet sowie erweiterte Statistik- und Diagnosedaten stellt der Motorstarter Simatic ET 200S High Feature eine Vielzahl zusätzlicher Informationen zur Geräte-, Anlagen- und Prozessüberwachung bereit. Damit können z.B. Prozessabweichungen besser erfasst oder auch die Installation, Erstinbetriebnahme und Wartung vereinfacht werden. Integriert in den Motorstarter Simatic ET 200S High Feature sind jetzt drei Logbücher für Ereignisse wie z.B. Gerätefehler oder Auslösungen des Motorstarters und mit einem Zeitstempel versehene Ereignisse. Diese kann der Anlagenbetreiber bei Bedarf aus dem Motorstarter auslesen und zur Anlagenüberwachung oder Analyse der Prozesse sowie des Geräte- und Anlagenzustands nutzen. Zusätzlich steht zwecks zentraler Geräte- und Anlagenüberwachung der Datensatz \’Gerätediagnose\‘ bereit, der Informationen zur Konfiguration des Motorstarters enthält sowie dessen aktuellen Geräte- und Kommunikationszustand. Neu sind auch die \’Installation and Maintenance\‘-Funktionen. Mit diesen werden sowohl Informationen über die eingesetzte Baugruppe wie auch Projektierungsdaten hinterlegt, z.B. Ortskennzeichen im Motorstarter, um Fehler beheben, Hardware-Änderungen auffinden oder die Anlagenkonfiguration überprüfen zu können. Der Motorstarter Simatic ET 200S High Feature eignet sich zum Schalten und Schützen beliebiger Drehstromverbraucher bis zu einer Leistung von 7,5kW. Der Motorstarter für das modulare dezentrale Peripheriesystem in Schutzart IP20 Simatic ET 200S wird überall eingesetzt, wo Ausfälle von Maschinen und Anlagen hohe Stillstandskosten verursachen: etwa bei Antrieben der Fördertechnik, Pumpen der Wasserwirtschaft oder Nebenantrieben von Werkzeugmaschinen. Der Motorstarter Simatic ET 200S High Feature ist geeignet für Antriebslösungen, bei denen mehrere Motoren, digitale oder analoge Sensoren und Aktoren von einem dezentralen Schaltschrank oder Schaltkasten aus angesprochen werden. Hannover Messe 2011 / Halle 9, Stand A72