Schon Mitte des Jahres konnte sich Phoenix Contact zu dem Reigen der \’Billion-Euro-Companies\‘ zählen (wir berichteten). Roland Bent, Geschäftsführer bei Phoenix Contact, erklärte während einer Pressekonferenz auf der SPS-Messe der Motor dieses Wachstums seien auch in diesem Jahr wieder alle fünf Geschäftsbereiche. Diese wachsen jeweils zweistellig, wobei die Automatisierungstechnik mit 25% an der Spitze liege. Nach Regionen seien wiederum die Märkte Asiens mit Indien und China an der Spitze, ebenso Russland. Mit 35% des Gesamtumsatzes und einem zweistelligen Wachstum stehe der deutsche Markt dem Internationalen Geschäft jedoch kaum nach. Rund 60% des Umsatzes erwirtschafte Phoenix Contact mit Verbindungstechnik, 40% mit elektronischen Produkten (Automatisierungstechnik). Auch auf Technologie ging Bent ein: Bei Profinet sei Phoenix Contact vor vier Jahren angetreten, in diesem Bereich nicht nur Produkte und Lösungen anzubieten, sondern auch die Technologie zu gestalten. Mit dem auf der Messe vorgestellten \’Systemschritt Drei\‘ wurde die Umsetzung der Technologie in Produkte und Funktionalitäten dokumentiert. Bestandteile dieses Systemschritts sind die Möglichkeit, in einem Gerät sowohl Controller wie auch Device-Funktionen zu nutzen, die Integration der Lichtwellenleiter-Technologie und entsprechender Diagnose, die Unterstützung von Redundanzfunktionen sowie umfangreiche Erweiterungen im Bereich des Engineerings sowie des Konfigurationstools. Safety-Funktionen werden sowohl innerhalb des Profinet-Systems über neue Safety-I/O Komponenten unterstützt als auch über den sogenannten Safety-Proxy, der mit einem unterlagerten Interbus-Safety-System in Profinet integriert ist. Die Möglichkeit, ein unterlagertes Interbus-Safety-System mit einer dezentralen Sicherheitssteuerung im Proxy, in einem Profinet-System einzusetzen, wird erstmalig in Produktionsanlagen der Volkswagen AG in Brasilien eingesetzt. Dieses Projekt findet sich in den Produktionslinien des neuen VW \’Gol\‘, der brasilianischen Variante des Golfs, in Taubaté. \“Hier werden der Rohbau, die Fördertechnik und die Endmontage komplett mit PC Worx Steuerungs- und Kommunikationstechnik von Phoenix Contact automatisiert\“, erläuterte Bent.
Systemschritt Drei bei Phoenix Contact
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