The winner is…

Hollywood hat seinen Oscar, die Hannover Messe ihren Hermes und bei uns hier in Österreich legen sich die Automatisierer für Leonardo voll ins Zeug. 21 Lösungen rangen heuer um die Gunst der Jury – M&R machte letztendlich das Rennen. Mit einer berührungslosen 3D-Robotermesstechnik heimsten die Grambacher diese begehrte Trophäe ein, die nach einem italienischen Universalgenie benannt wurde. Leonardo da Vinci brachte mit seinen Talenten nämlich nicht nur Mona Lisa zum Lächeln, sondern auch so manchen Wissenschafter ins Grübeln. Zumindest damals. Er war seiner Zeit weit voraus und skizzierte im 15. bzw. am Anfang des 16. Jahrhunderts Dinge – darunter sogar einen Roboter – die eher in die Gegenwart passen. Leonardo hatte definitiv keine Angst davor, Neues auszuprobieren, obwohl er damals kaum Ruhm für seine Bemühungen erntete. Heute ist es oftmals umgekehrt. Jeder will sich in Anerkennung sonnen und deshalb schlagen viele bei ihrem Ideenfindungsprozess \’bloß\‘ den einigermaßen sicher erscheinenden goldenen Mittelweg ein. Dabei werden gerade in der Technik neue Leonardos, also innovative Vordenker und nicht nur intelligente Kopierer verlangt. \“Das ist in den Köpfen der Leute teilweise noch nicht angekommen\“, kritisierte Anton Plimon, Geschäftsführer von arsenal research vor kurzem in einer Podiumsdiskussion zum Thema Fachkräftemangel. Der Leonardo Award soll dazu beitragen, die Innovationskraft der heimischen Automatisierer anzukurbeln. Schließlich sind nicht nur Hollywood-Stars für öffentlich anerkannte Auszeichnungen empfänglich. (Sandra Winter)