Verhaltensmuster geben Aufschluss

Die einzelnen Seiten geben eine gute Hilfestellung, um Funktionen zu testen. Sie illustrieren das typische Verhalten, vor allem ob jeweils von einer positiven auf eine negative Drehrichtung umgeschaltet werden kann. Hier gibt es auch genaue Angaben zur Einstellung der Speicheroszilloskope und dazu die Möglichkeit, das erstellte Bild per Mausklick einzufügen. Pro Funktion und Grenzverletzung wird ein Bild in die Dokumentation eingefügt. Anschließend muss eine Checkliste durch den Prüfer selbst erstellt werden, die einen Vergleich der Bilder und des Verhaltens der Antriebsachse auflistet. Das legt die Frage nahe, warum hier kein vollautomatischer Prozess möglich ist. Die Antwort: Nur, was parametriert ist, kann nachvollzogen werden. Sollte aber ein Getriebefaktor falsch an- bzw. eingegeben sein, würde sich bei jeder automatischen Prüfung dieser Fehler durchziehen und schließlich durch das System ein OK gegeben werden, das nicht dem tatsächlichen Ergebnis der Prüfung entsprechen würde. Schließlich müssen nun noch in einer Übersicht die Ergebnisse zusammengefasst und mit allen notwendigen Daten angezeigt werden. Ausgedruckt und mit der notwendigen Unterschrift durch den Prüfer, muss dieses Dokument zehn Jahre aufbewahrt werden. Eine Dokumentation erleichtert in vielerlei Hinsicht Maschinenbetreibern die Umsetzung der Sicherheit ihrer Maschinen. Denn wird zu einem späteren Zeitpunkt ein Umbau der Maschine vorgenommen, kann dies anhand der Unterlagen erfolgen, sodass nur eine Modifikation notwendig würde. Aber: Ohne Unterlagen ist oft eine vollständige Neuerstellung notwendig – mehr Zeitaufwand, mehr Kosten, weniger Effizienz der Maschine sind die Konsequenz.

Safe Motion von Pilz ist die Kombination der Sicherheitskarte PMCprotego S und des Servoverstärker PMCprotego D. Der Verbund von Antrieb und Sicherheit gewährleistet mit Bewegungs-, Stopp- und Bremsenfunktionen die Sicherheit des Werkers bei Inbetriebnahme, Formatwechsel oder Wartung und erhöht gleichzeitig die Produktivität. Anwender profitieren von hochdynamischen, kurzen Reaktionszeiten, einfache und schnelle Inbetriebnahme und Bedienung, sowie höchstes Sicherheitslevel mit nur einem Geber. Alle Sicherheitsfunktionen mit PMCprotego DS erfüllen die Anforderungen der Maschinenrichtlinie auf Basis der IEC61800-5-2 und sind ausgelegt bis PLe nach EN13849-1 bzw. SIL3 nach EN62061. Die PMC-Engineering-Tools dienen zur schnellen und dabei einfachen Inbetriebnahme und Überwachung der Antriebe. Insbesondere mit der Parametrier-Software PASconfig SDrive für die Sicherheitskarte PMCprotego S lassen sich Antriebe durch vorgefertigte Basis- bzw. Applikationsprojekte einfach parametrieren. Durch die übersichtlich gestaltete grafische Oberfläche ist eine zeitaufwendige Programmierung überflüssig, es müssen lediglich die applikationsspezifischen Parameter am Bediengerät angepasst werden.

Artikelserie Safe Motion im SPS-MAGAZIN

SPS-MAGAZIN 10/2015 –

Risikoanalyse und Sicherheitsdesign

SPS-MAGAZIN 12/2015 –

Produktivitätssteigerung

SPS-MAGAZIN 1+2/2016 –

Verifizierung und Validierung

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