Wago wächst 2007 um 11,5% Neue Zahlen und neue Produkte

Mit einem Gesamtwachstum von 11,5% hat die Wago-Gruppe das Geschäftsjahr 2007 abgeschlossen. Wie Sven Hohorst, geschäftsführender Gesellschafter von Wago, im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt gab, wuchs der Umsatz im abgelaufenen Jahr auf 431Mio.Euro gegenüber 386Mio.Euro in 2006. \’Damit wachsen wir weiterhin schneller als der Markt\‘, erläuterte Hohorst. Die Beschäftigtenzahl entwickelte sich analog zum Umsatz: Sie stieg um 10,2% auf mittlerweile ca. 4.800 Mitarbeiter. Hauptabsatzmärkte für Wago sind nach wie vor Deutschland und die Schweiz mit 38,1%, sonstiges Europa mit 35,8%, Asien mit 14,4% und die USA mit 9,4%. \’Unser Marktanteil in den USA ist stark gewachsen. Auch auf dem chinesischen Markt macht Wago große Fortschritte durch den Bau einer Fertigungsstätte in 2006\‘, erläutert Sven Hohorst die Umsatzverteilung. Nach Segmenten sei der Automatisierungsbereich stärker gewachsen als die Verbindungstechnik. \’Das liegt einfach daran, dass sich der Automatisierungsmarkt sehr schnell entwickelt hat, was die I/O-Komponenten angeht\‘, erläuterte Hohorst. Für 2008 erwarte er einen weiteren Anstieg des Wachstums. Dies wolle man insbesondere durch neue Produkte erreichen. Mit 11,2% des Umsatzes beliefen sich die Investitionen im Jahre 2007 auf 48,2Mio.Euro. Derzeit entsteht am Standort Minden eine Kunststoffspritzgießerei, die mit 20Mio.Euro gleichzeitig die größte Einzelinvestition darstellt, die Wago bisher jemals getätigt hat. Neues I/O-System Speedway Auf der Pressekonferenz stellte Wago neue Produkte vor, darunter ein modulares I/O-System für dezentrale Automatisierungsanwendungen namens Speedway. Dabei handelt es sich um ein I/O-System im IP67-geschützten Gehäuse. Die Busanbindung übernehmen programmierbare Feldbuskoppler für Profibus, Ethernet und ­CAN­open, außerdem Feldbuskoppler für Profinet und Devicenet. Diese Module sind bereits mit acht digitalen Eingängen versehen. Ein- und Ausgangsmodule ergänzen die Koppler. Alle digitalen Module verfügen über acht Kanäle mit wahlweise M8- oder M12-Anschlüssen. Zwei Eingangsmodule und vier Ausgangsmodule für Nennströme von 0,5 bzw. 2A hat Wago im Produktprogramm. Die beiden vierkanaligen analogen Ein- bzw. Ausgangsmodule sind für eine ganze Reihe von Standardsignalen parametrierbar (0-20mA, 4-20mA, ±20mA, 0-10V, ±10V). Der Anwender kann so bei reduzierter Lagerhaltung die gängigsten Signalarten abdecken. Ergänzt wird dieser Bereich durch ein parametrierbares, vierkanaliges Modul für Thermosensoren (Pt, Ni, freie Kennlinie). Die Energieversorgung übernimmt ein Sondermodul, ein sogenannter Power Verteiler. Performance Bis zu 64 Module können an einem Feldbuskoppler angeschlossen werden. Pro Modul stehen bis zu acht Kanäle zur Verfügung. Die Ausdehnung darf eine Gesamtlänge von bis zu 500m Annehmen. 512 digitale Signale können in weniger als 400µs upgedatet werden, für 256 analoge E/As benötigt das System nach Angaben von Wago weniger als 1ms. Damit ist das System deutlich Performanter als die Feldbusse, die derzeit unterstützt werden. Für zukünftige Entwicklung steht daher genug Leistung zur Verfügung. Geplant ist auch eine Kleinsteuerung auf Basis von Codesys, die unter dem Namen Speedway 767 auf den Markt kommen wird. Ein Datum dafür wurde nicht genannt. Fazit Dezentrale Automatisierungskonzepte benötigen \’wetterfeste\‘ I/Os. Diesem Trend trägt Wago mit den Speedway-Produkten Rechnung. Ende März gehen die ersten Module in ausgewählten Anwendungen in Betrieb, ab der Hannover-Messe soll das System dann lagermäßig verfügbar sein. (kbn)