Eine Studie der britischen Wissenschaftler Carld Benedikt Frey und Michael A. Osborne prognostiziert, dass derzeit 47 Prozent der Beschäftigten der USA in Berufen arbeiten, die in den nächsten zehn bis 20 Jahren mit einer hohen Wahrscheinlichkeit (>70 Prozent) automatisiert werden können. Eine andere Studie hatte diese Ergebnisse auf Deutschland übertragen und argumentiert, dass in der Bundesrepublik sogar 59 Prozent der Arbeitsplätze bedroht seien. Die ZEW-Studie, die vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) in Auftrag gegeben wurde, überträgt die Studie von Frey/Osborne ebenfalls auf Deutschland, zeigt aber ein anderes Bild. Hierzu wurden Tätigkeitsdaten des \’Programme for the International Assesment of Adult Competencies\‘ (PIAAC) untersucht und ausgewertet. Demnach wiesen lediglich zwölf Prozent der Arbeitsplätze in Deutschland und neun Prozent in den USA ein hohes Automatisierbarkeitspotenzial auf. Im Vergleich zu den USA ist der Anteil der Arbeitsplätze mit hoher Automatisierungswahrscheinlichkeit in Deutschland etwas größer. Dies ist auf Unterschiede in den Tätigkeitsstrukturen der Länder zurückzuführen. Diese Strukturen beider Länder sind zwar vergleichsweise klein, es fallen aber einzelne Tätigkeiten auf, die in den USA häufiger ausgeführt werden als in Deutschland und die mit einer geringeren Automatisierungswahrscheinlichkeit einhergehen. Außerdem unterscheidet sich die Automatisierungswahrscheinlichkeit deutlich zwischen den Einkommens- und Qualifikationsgruppen. Die Beschäftigten mit den zehn Prozent geringsten Einkommen (<10 Prozent) stehen in Deutschland beispielsweise einer 61-prozentigen Automatisierungswahrscheinlichkeit gegenüber. Bei den zehn Prozent Beschäftigten mit den höchsten Einkommen (90 Prozent bis 100 Prozent) beträgt die Automatisierungswahrscheinlichkeit lediglich 20 Prozent. Die Ergebnisse der Studie zeigen weiter, dass Beschäftigte in Berufen, die als leicht automatisierbar gelten, oftmals auch schwer automatisierbare analytische oder interaktive Tätigkeiten ausüben. Zu beachten sei außerdem, dass die reine Betrachtung des technischen Automatisierungspotenzials nicht mit realen Beschäftigungseffekten gleichgesetzt werden könne. Denn häufig verändern neue Technologien Arbeitsplätze, ohne sie zu beseitigen, und die gewonnenen Freiräume können von den Beschäftigten genutzt werden, um schwer automatisierbare Tätigkeiten auszuüben. Außerdem entstünden durch neue Technologien auch immer neue Arbeitsplätze, zum Beispiel durch gestiegene Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit. Selbst wenn Arbeitsplätze wegrationalisiert werden, würden neue Beschäftigungsverhältnisse entstehen, sodass die Gesamtbeschäftigung nicht zwangsläufig gefährdet sei. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse finden Sie auf der Internetseite des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung.
ZEW-Studie sieht Chancen der Automatisierung
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