PI-Konferenz zeigt Entwicklungen rund um Profinet

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Bild: PROFIBUS Nutzerorganisation

In den Vorträgen standen Themen wie Industrie 4.0, IIoT, IPv6, OPC UA, Security, Semantics oder TSN auf dem Programm. In ihrer gemeinsamen Begrüßung beschrieben Karsten Schneider (l.), Vorstand von PI, und Fritjos Klasen (r.), Mitglied im Vorstand bei PI, die Verortung der Profinet-Technologie in der Industrie 4.0-Welt, die aktuellen Aktivitäten der Organisation und sie erläuterten die Ergebnisse der neuesten Knotenzählung: „Vor zwei Jahren wurden noch mehr Komponenten mit Profibus in den Markt gebracht. Das hat sich grundlegend geändert, es werden heute deutlich mehr Geräte mit Profinet verkauft. Profinet hat Profibus, was die neuen jährlichen Knotenzahlen angeht, deutlich überholt. Das bedeutet, Ethernet in der Industrie ist in der Breite angekommen“, betonte Schneider. Er erklärte dabei, dass Industrie 4.0 kein Selbstläufer sei, sondern viele Detailarbeiten, etwa die Abstimmung mit internationalen Normen, Kompatibilitätskonzepte und Security-Anforderungen, notwendig seien.

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Bild: PROFIBUS Nutzerorganisation

Industrie 4.0-Arbeitsgruppe gegründet

Schneider gab diesbezüglich die Gründung einer Industrie 4.0-Arbeitsgruppe bekannt. Sie wird von Xaver Schmid (Siemens) geleitet. Klasen erläuterte die besondere Herangehensweise der PI und der Arbeitsgruppe (WG) an das Thema: „Wir beginnen nicht mit der Technologie, sondern schauen uns an, was die Anwender benötigen. Aus diesen Use Cases entwickeln wir Konzepte, die sicher, zuverlässig und langlebig sind.“

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Bild: PROFIBUS Nutzerorganisation

Assetmanagement auf der Basis von Profinet

Klasen hob auch die Bedeutung von Asset-Management-Funktionalitäten für Anlagenbetreiber hervor. „Zum Asset-Management gibt es von PI mittlerweile eine Umsetzung auf der Basis der I&M-Daten (vgl. Kasten rechts). Diese Lösung ist fertig!“

Profinet in der Prozessindustrie

In diesem Zusammenhang wird derzeit die Standardisierung eines Physical Layers für die Ethernet-in-the-Field-Kommunikation in der Prozessautomatisierung gemeinsam mit Anwendern, Forschung und Behörden vorangetrieben, erläuterte Klasen. Vorbereitende Arbeiten dafür sind das PA-Profil 4.0, welches bis Ende 2017 fertig gestellt werde: „Unser großes Plus ist, dass in der PI-Community viele Firmen zusammenarbeiten und diese die Zukunft aktiv gestalten wollen“, so Schneider. Die jeweils erarbeiteten Lösungen werden daher von einer weltweiten Gemeinschaft getragen.

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