Starker Juni begrenzt Exportminus im Maschinenbau

Bild: VDM e.V.

Die Exportbilanz des ersten Halbjahrs fällt für den Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland durchwachsen aus. Die Ausfuhren sanken nominal um 0,8% gegenüber dem Vorjahr, preisbereinigt um 2,5%. Insgesamt wurden Maschinen und Anlagen im Wert von 99,3Mrd.€ exportiert. Die Maschinenimporte stiegen im gleichen Zeitraum um nominal 2,2% auf 47,9Mrd.€. „Geopolitische Spannungen, die US-Zollpolitik und das weiterhin schwache Chinageschäft haben die Maschinenausfuhren im ersten Halbjahr belastet. Ein weitgehend stabiles zweites Quartal und insbesondere das kräftige Exportplus von 6,8% im Juni begrenzten das Halbjahresminus jedoch auf 0,8 %“, kommentiert VDMA-Konjunkturexpertin Anke Uhlig die Halbjahresbilanz der Exporte.

Im Exportgeschäft in die USA bremsten die US-Zollpolitik und der starke Euro spürbar. Dennoch konnten die Ausfuhren in die USA im ersten Halbjahr um 0,5% zulegen, was auch auf eine Stabilisierung der Exporte im zweiten Quartal zurückzuführen ist. Ein anderes Bild zeigt sich bei den Ausfuhren nach China, die Exporte dorthin brachen um 13,8% ein. Die Europäische Union entwickelte sich ebenfalls besser als der Durchschnitt und konnte mit einem kleinen Plus von 1,3% ein stabiles Ergebnis erzielen. Auch hier ist das insgesamt positive Ergebnis auf ein positives Quartalsende zurückzuführen.

Innerhalb der EU zeigte sich jedoch ein uneinheitliches Bild: Frankreich und die Niederlande, auf den Plätzen 3 und 5 der wichtigsten Ausfuhrländer, legten um 3,6 bzw. 5,1% zu. Das auf Platz 4 der Rangliste liegende Italien musste einen leichten Rückgang von 0,5% verkraften. Mit einem Exportanteil von 45,9% blieb die EU die wichtigste Absatzregion für den Maschinen- und Anlagenbau aus Deutschland.

Das sonstige Europa hat einen Exportanteil von 12,8% und konnte ebenfalls ein leichtes Plus von 0,5% im Vorjahresvergleich verbuchen. Unter den Einzelmärkten lagen die USA mit einem Anteil von 13,1% weiter an der Spitze, gefolgt von China (7,1%) und Frankreich (6,9%). Bei den Importen aus den Top-10-Lieferländern konnten Frankreich (+8,5%), China (+8,0%) und Österreich (+4,7%) besonders stark zulegen. Lichtblicke innerhalb der EU sind insbesondere die Ausfuhren nach Dänemark (+22,5%) und Schweden (+11,4%). Außerhalb Europas stachen vor allem Indien (+11,1%) und Kanada (+10,0%) mit zweistelligen Wachstumsraten positiv hervor.