
Anlagenausfälle kosten nicht nur Geld, sondern auch wertvolle Entwicklungszeit. Der M17 Pro Hybrid von Phoenix Contact ist die erste Einkabellösung der Pro-Serie, die einem internationalen IEC-Standard folgt. Damit setzt sie neue Maßstäbe für moderne Verbindungstechnik.
Von der Sonderlösung zur Norm
Die Aspekte Zukunfts- und Versorgungssicherheit haben durch geopolitische und marktseitige Entwicklungen deutlich an Bedeutung gewonnen. Standardisierte Produkte bieten hier klare Vorteile gegenüber kundenspezifischen Lösungen. Um das Risiko der Abhängigkeit von nur einem Lieferanten zu eliminieren, wirkte Phoenix Contact aktiv an der Entwicklung des neuen IEC-Standards für große Rundsteckverbinder (M17-M40) mit. In der Vergangenheit erfolgte die Maschinen- und Anlagenverkabelung meist über separate Leitungen für die Leistungsversorgung sowie die Signal- und Datenübertragung. Diese klassische Zweikabellösung ist jedoch platzintensiv und aufwendig in der Installation. Einkabellösungen sind seit über einem Jahrzehnt auf dem Vormarsch. Bislang handelt es sich jedoch meist um proprietäre Systeme, die keine herstellerübergreifende Kompatibilität bieten. Mit dem Trend zur Dezentralisierung von Maschineneinheiten wächst der Bedarf an kompakten, intelligenten Feldgeräten. Diese benötigen flexible, platzsparende und leistungsfähige Verbindungstechnik – genau hier setzt Phoenix Contact an.

Dem Trend gefolgt – und doch voraus
Der M17 Pro Hybrid ist das erste Produkt, das dem neuen IEC-Standard 61076-2-117 entspricht. Die gleichzeitige Übertragung von Daten, Signalen und Leistung über einen kompakten M17-Steckverbinder mit genormter Schnittstelle ist eine Schlüsselinnovation. Der Steckverbinder reduziert den Platzbedarf auf Geräten, minimiert den Materialeinsatz und vereinfacht die Systemarchitektur bei voller Funktionalität. In der Intralogistik ist die Maximierung der Lagerkapazität entscheidend. Kompakte Sensoren spielen dabei eine Schlüsselrolle: Höchste Leistung in kompakter Bauform schafft mehr Platz für die Ware, denn die Technik macht sich klein. ‣ weiterlesen
Intralogistik: Neue Baumer ToF-Sensoren machen sich klein
Neben dem standardisierten Steckgesicht bietet die neue Produktfamilie weitere Vorteile: Digitale Souveränität in der Automation: Fraunhofer IOSB-INA entwickelt einen KI-Assistenten für die SPS-Programmierung. ‣ weiterlesen
Automatisierung neu gedacht
- Die Anschlussgewinde folgen ebenfalls der neuen Norm. Die patentierte Oneclick-Schnellverriegelung ermöglicht die sichere und schnelle Verkabelung im Feld. So lassen sich bis zu 70 Prozent der Anschlusszeit im Vergleich zur metrischen Schraubverriegelung einsparen sowie die Servicefreundlichkeit deutlich erhöhen.
- Der Berührschutz der Leistungskontakte ermöglicht den sicheren Einsatz von Stift- und Buchseneinsätzen sowohl in Feld- als auch in Gerätesteckverbindern. Dadurch kann eine Daisy-Chain-Verkabelung realisiert und der Verkabelungs- und Installationsaufwand erheblich reduziert werden.
- Eine farbliche und mechanische Kodierung verhindert das Fehlstecken der 50V- (Type 2B, IEC61076-2-117) und 630V-Variante (Type 2, IEC61076-2-117). Dies erhöht die Sicherheit und vereinfacht die Montage.
- Die Bauhöhe der gewinkelten Gerätestecker wurde um 15 Prozent auf nur 30mm reduziert. Damit ist der M17 Pro Hybrid die flachste Lösung am Markt für flexible Kabelabgangsrichtungen in dieser Baugröße. Die hohen Anschlussquerschnitte der Leistungskontakte bis 1,5mm² ermöglichen einen Nennstrom von bis zu 16A pro Kontakt. Das macht den M17 Pro Hybrid zu einem Kraftpaket.
- Vier zusätzliche Signal- und Datenkontakte bieten Flexibilität bei der Geräteverkabelung. Dadurch eignet sich der Hybridsteckverbinder für ein breites Applikationsfeld von der Sensorik über Antriebe bis hin zu Steuereinheiten.
Robust, kompakt und vielseitig einsetzbar
Wie alle Rundsteckverbinder von Phoenix Contact bietet auch der M17 Pro Hybrid eine hohe mechanische und thermische Belastbarkeit. Die Steckverbinder sind für den Einsatz unter rauen industriellen Bedingungen ausgelegt. Sie bieten eine Vibrations-, Schock- und Temperaturbeständigkeit. Damit eignen sie sich für Anwendungen, bei denen Zuverlässigkeit und Langlebigkeit entscheidend sind, z.B. in der industriellen Automatisierung, Robotik oder mobilen Maschinen. Das Anwendungsspektrum ist entsprechend breit gefächert. Beispiele reichen von Belüftungssystemen in der Gebäudeautomatisierung über Radantriebe in fahrerlosen Transportsystemen (AGVs) bis hin zu Cobots in der Prozessautomatisierung.





















