Verdrahtung im Schaltanlagenbau

In der kommende Version 2.8 von Smart Wiring hat Eplan drei Schwerpunktthemen realisiert: die mögliche Gliederung in Teilprojekte, ein neuer Prüfmodus zur Unterstützung der Fertigung und mehr Transparenz in der Anwendung der Software. Um bei größeren Schaltanlagen das Projekt in einzelne Bereiche aufzugliedern, lassen sich nun Teilprojekte filtern – z.B. die Ansicht von nur einem Schrank einer fünffachen Anreihung oder eine bestimmte Montageplatte. Mit diesem Projektierungsansatz können Teams besser zusammenarbeiten und Sublieferanten in den digitalen Workflow eingebunden werden. Um Doppelendhülsen im System eindeutig zu identifizieren, gibt es eine neue farbliche Markierungen von Aderketten. Hinzu kommt: Will der Verdrahter den Schaltplan einsehen, navigiert er direkt über eine seitenübergreifende Sprungfunktion in die entsprechende Elektrodokumentation. Neu wurden dazu die entsprechenden Schaltplaninformationen integriert.

Alles im Blick und geprüft

Weitere Neuerung ist ein optimiertes Grafikhandling, das aufgrund der erweiterten Bedienoberfläche neue Spielräume im Umgang mit Grafikdaten erlaubt. Ein Beispiel: Will der Planer aus einer Seiten- und Rückansicht des Schaltschranks arbeiten, so geht das jetzt auf Knopfdruck. Sogenannte 90°-Quickturns in Eplan Smart Wiring machen diese Arbeitsweise schneller, bequemer und genauer. Dass die frei gewählte Ansicht auch fixiert werden kann, beschleunigt den Prozess. Für guten Durchblick sorgt eine neue Funktion, die Bauteile im Schrank transparent schaltet, die den Blick auf die korrekte Verdrahtung versperren. Der Nutzer der Software hat also freie Sicht auf alle Verbindungen – das Ganze natürlich im 3D-Modus. Anwender können jetzt auch einzelne Betriebsmittel wie Schütz oder Sicherung in der Grafik selektieren und die zugehörige Verbindungsliste weist ausschließlich die entsprechenden Verbindungen aus. Das gibt einen guten Überblick in der anschließenden Verdrahtung. Ein neuer Modus soll mehr Sicherheit bei der finalen Prüfung des Schrankes geben. Jede Verbindung des realen Schaltschranks, welche die Prüfung bestanden hat, wird nach dem Ampelprinzip farblich gekennzeichnet. Das System gibt zum Ende ein Prüfprotokoll aus, das genauen Aufschluss darüber gibt, welche Verbindungen korrekt sind und welche gegebenenfalls nachbearbeitet werden müssen.

Virtueller Schaltschrankbau

Kurz nach der Messe erscheint auch Pro Panel in neuer Version. Die Software zum virtuellen 3D-Schaltschrankaufbau bringt eine brandneue, 4K-fähige Bedienoberfläche mit und ist auf hohe Flexibilität ausgelegt. Häufig müssen bestehende 3D-Schaltschrankaufbauten geändert werden – sei es aus Platzmangel oder aufgrund anderer Ausprägungen eines Schranks. Eine neue Funktion unterstützt Anwender beim Austausch bereits platzierter Komponenten, selbst NC-relevante Bezüge werden vom System beibehalten. Makrovarianten lassen sich einfach auswählen und in den Stammdaten eines 3D-Makros hinterlegen. Ähnliches gilt für Montageflächen: Auch hier lassen sich komplexe Bestückungen einfach einer anderen Montagefläche zuordnen. Ein kompletter 3D-Montageaufbau kann so schnell und flexibel in eine andere konstruktive Umgebung integriert werden.

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