Auftragseingang im Maschinen- und Anlagenbau: Positive Momentaufnahme, geprägt durch das Auslandsgeschäft

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Bild: VDMA e.V.

Die Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau können in Summe auf ein leicht positives erstes Halbjahr im Auftragseingang blicken, geprägt durch Sondereffekte aus Großanlagengeschäft. Die Bestellungen im Juni übertrafen das Vorjahresniveau real um 21% und für die ersten sechs Monate des laufenden Jahres kann ein Plus von 5% verzeichnet werden. Im Juni sanken die Bestellungen aus den Euro-Ländern um real 17% zum Vorjahr. Für das Inland steht lediglich ein Zuwachs von real 1% gegenüber dem Vorjahr in den Büchern. Deutlich positiv hingegen zeigen sich in Summe die Bestellungen aus dem Ausland mit einem Zuwachs von real 29% zum Vorjahr (Nicht-Euro-Länder +54%, Euro-Länder -17%). Im zweiten Quartal kamen aus dem Inland 3% weniger Aufträge, das Ausland verbuchte ein Plus von 12% (Nicht-Euro-Länder: +24%, Euro-Länder -15%). Daraus resultierte von April bis Juni ein Auftragsplus von 7% zum Vorjahr. Im ersten Halbjahr verbuchten die Unternehmen im Inlandsgeschäft ein Auftragsminus von 2%, während die Auslandsbestellungen um 9% zulegten. Aus den Nicht-Euro-Ländern kamen 16% mehr Orders, aus dem Euro-Raum sanken die Bestellungen hingegen um -8%. Unterm Strich verblieb ein Auftragsplus von 5%.

„Der Zuwachs im Juni wird getrieben durch Großanlagengeschäft aus den Nicht-Euro-Ländern. Die Euro-Partnerländer zeigen deutliche Rückgänge im Auftragseingang, auch weil der Bestelleingang im Juni 2025 überdurchschnittlich gut war. Das Inlandsgeschäft ist weiter verhalten. Die Verunsicherung und Investitionszurückhaltung durch globale Krisen bleibt hoch, am Standort Deutschland und Europa kommt grundlegender Reformbedarf für bessere Rahmenbedingungen der Unternehmen hinzu“, erläutert VDMA-Konjunkturexpertin Anke Uhlig.