
Der lange Weg zur transparenten Information
Schneider Electric verfolgt den Weg des transparenten Durchgriffs auf Informationen über die verschiedenen Ebenen einer Anwendung hinweg bereits seit langer Zeit, erläuterte Tricoire in seiner Präsentation. „Diejenigen, die uns schon seit vielen Jahren kennen, erinnern sich vielleicht noch an Transparent Factory, das wir 1997 vorgestellt haben und bei dem wir auf Ethernet in der Fertigung setzten. Seitdem entwickelt Schneider alles auf Basis des Internets.“ Nebenbei bemerkt gilt Schneider Electric vielen Experten als Erfinder der Web-Server-Technologie in der SPS. Auch EcoStruxure gibt es bereits seit vielen Jahren, erklärt Tricoire: „Vor Zehn Jahren haben wir EcoStruxure eingeführt. EcoStruxure entwarf eine internetbasierte Architektur für alle wichtigen Märkte, die wir bei Schneider bedienen. EcoStruxure ist gewachsen und hat sich zu dem entwickelt, was es heute ist.“

Offenheit
Offenheit ist eine der wichtigen Leitlinien im EcoStruxure-System, erklärt Tricoire, weil nur so Anwender Systeme unterschiedlicher Herkunft miteinander verbinden können. Daher wurde bei der Entwicklung konsequent auf offene Standards gesetzt. Das gilt für die unterste Ebene der vernetzten Produkte (intelligente Sensoren, Leistungsschalter, Antriebe, Frequenzumrichter usw.) ebenso wie für die zweite Ebene, die Schneider Electric mit Edge-Control bezeichnet. Gemeint sind hier beispielsweise SPSen, DCS-Systeme usw., Strukturen also, die vor Ort vorhanden sind. „Niemand möchte, dass unternehmenskritische Anwendungen gestört werden, wenn die Kommunikation mit der Cloud nicht funktioniert oder wenn ein anderes Kommunikationsproblem auftritt. Es ist wichtig, dass vor Ort Edge-Controller zuverlässig die Steuerung der Anwendungen übernehmen“, erläutert Tricoire. „Die dritte Schicht ist die Schicht der Anwendungen, der Analytik, der digitalen Dienste und der künstlichen Intelligenz. Auf dieser Ebene werden die Daten analysiert, die mit Schneider-Systemen und mit Systemen anderer Hersteller erfasst werden.“ Hier ist Offenheit ohnehin Bestandteil der Philosophie und Schneider Electric arbeitet mit allen gängigen Cloudanbietern zusammen.

Vieles ist bereits vorhanden
Bereits heute gebe es in vielen Anwendungen die Voraussetzungen wertvolle Informationen zu gewinnen, berichtet Tricoire: „In vorhandenen Installationen gibt es viele Produkte, die kommunikationsfähig sind, deren Potenzial jedoch ungenutzt bleibt. Durch das einfache Vernetzen – also praktisch kostenlos – erhält man eine Fülle von Informationen. […] Dafür ist es nicht nötig, alles neu zu instrumentieren.“ Daher sei EcoStruxure nicht ein Thema der Zukunft: „Bereits heute macht EcoStruxure 50 Prozent unseres Geschäfts aus. […] EcoStruxure ist eine Plattform in der tiefes Know-how der Branchen und Industrien steckt, die Schneider adressiert. Mit einem umfassenden Portfolio von digitalen Diensten und Softwareanwendungen und mit heute breits 22.000 Integratoren und Entwicklern, die das EcoStruxure Partner Programm unterzeichnet haben“, so der Firmenchef weiter.
















