Anwendungen auf eine neue Stufe heben

Asset Management, Energiemanagement, Augmented Reality, Planung, Scheduling, Benchmarking auf MES, Supply on Selection, Ressourcenoptimierung usw.: Die Liste der nützlichen Anwendungen, die mit den entsprechenden Daten zur Verfügung stehen, ist lang. „Wir gehen davon aus, dass gegenwärtig nur fünf Prozent der Daten verwendet werden“, führt Tricoire aus. Demzufolge groß ist das Potenzial für Effizienzsteigerungen, die aus den noch nicht genutzten Daten gewonnen werden könnten.

„Digitalisierung geht schneller als wir heute denken“

EcoStruxure ist kein Produkt, es ist vielmehr ein Lösungsbaukasten für das IoT-Zeitalter. Dabei hat der Konzern das Rad nicht neu erfunden, vielmehr auf bewährtem aufgesetzt, Komponenten integriert und weiterentwickelt und auf der Cloudebene eine verbindende Ebene ergänzt. Mit dieser Cloudebene können Anwender ihre Applikationen beispielsweise um passgenau skalierte Analysen, Services, Steuerungs- und Überwachungsmöglichkeiten erweitern. Auf der SPS IPC Drives wird Schneider Electric viele neue Komponenten aus der EcoStruxure-Plattform zeigen, von denen wir einige in dieser Ausgabe und der Sonderausgabe des SPS-MAGAZINs zur SPS IPC Drives vorstellen. Darunter beispielsweise die Prozess-Steuerung M580, die Safety-Funktionen und Standard-Steuerung in einem Gerät vereint, digitale Module für die Leistungsschalter-Serie MTZ, die die Geräte um neue Wartungs- und Analysefunktionen erweitert sowie eine Software zur schnellen Maschinendiagnose auf Basis von Augmented Reality. Jean Pascal Tricoire jedenfalls erwartet viel von den Entwicklungen rund um das Industrielle Internet der Dinge: „Durch die Digitalisierung der Industrie werden operative Verbesserungen von bis zu 30 Prozent erwartet, ganz zu schweigen von dem Return on Invest, der dann doppelt so schnell eintreten wird. Insbesondere der schnelle Return on Investment wird die Digitalisierung beschleunigen, und zwar mehr als wir heute denken.“ Schneider Electric hat in Hongkong gezeigt, dass es sich mit EcoStruxure auf diese Entwicklungen vorbereitet hat. (kbn)

EcoStruxure ist eine IoT-fähige, offene Architektur mit Plug&Play-Komponenten von Schneider, die End-to-EndLösungen in den sechs Segmenten – Energie, IT, Gebäude, Maschinen, Anlagen und Stromnetze – für die vier Endmärkte Gebäude, Rechenzentren, Industrie und Infrastruktur bereitstellt. EcoStruxure ist dabei durchaus nicht neu. Bereits vor zehn Jahren hat Schneider Electric den EcoStruxure-Ansatz vorgestellt, allerdings hat das Unternehmen in den vergangenen Jahren und Monaten erheblichen Aufwand durch Weiterentwicklungen, Zukäufe, Partnerschaften und Integration in den Ausbau der Plattform investiert.

Neu in EcoStruxure

Schneider Electric zeigte auf dem Innovation Summit drei neue Lösungen innerhalb der EcoStruxure-Architektur:

EcoStruxure Industrial Softwareplattform kombiniert Skalierbarkeit und Fachwissen, damit Mitarbeiter und Prozesse nahtlos interagieren können und ermöglicht somit niedrige Betriebskosten ohne Abstriche bei Risiko, Datensicherheit oder Performanceanforderungen hinnehmen zu müssen.

EcoStruxure IT bietet cloudbasiertes Infrastrukturmanagement für Rechenzentren der nächsten Generation und Sichtbarkeit von vorausschauenden sowie Echtzeit-Analysen, um Betriebsabläufe im IT-Bereich und in Anlagen zu optimieren.

EcoStruxure Building umfasst eine kollaborative Plattform für intelligente Gebäude und eine offene Systemarchitektur, die Entwicklern und Partnern die Interaktion, den Austausch von Daten und die Entwicklung von Apps erlaubt. Die Effizienz kann somit um bis zu 30 Prozent gesteigert und optimaler Wohnkomfort garantiert werden.

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