GF HMS Thilo Doering KDB1914 15x10cm
Bild: HMS Industrial Networks GmbH

HMS Sequence

Der HMS Sequence ist Teil der Software, die auf dem Edge Gateway läuft, also vor Ort. Sie ermöglicht dem Anwender, ähnlich wie in Node Red, logische Verknüpfungen, Datenmanipulationen und Vorverarbeitungen vorzunehmen, beschreibt Döring: „Der HMS Sequence ist ein grafisches Programmiertool, mit dem wir Anwendern ein sehr einfach zu programmierendes Werkzeug an die Hand geben, mit dem er vor Ort Daten manipulieren und vorverarbeiten kann. Das hat den Vorteil, dass er dann nur die Daten in den HMS Hub weiterleiten muss, die wirklich benötigt werden. Die Bedienung ist dabei denkbar einfach: Man wählt ein Modul aus unserer Toolbox und kann dann grafisch ereignisgesteuerte Funktionen realisieren.“ Auch hier spricht HMS die Sprache der Anwender vor Ort. Wer schon einmal eine SPS programmiert hat, wird sich im HMS Sequence sofort zurecht finden und auf der Basis von einfachen Funktionsblöcken sehr schnell zum gewünschten Ziel kommen.

257592
Bild: HMS Industrial Networks GmbH

HMS Hub

Der HMS Hub ist das Bindeglied zwischen den im Feld verteilten Edge-Devices und dem Anwender. Er stellt Funktionen für das Device Management, das Reporting und natürlich das Deployment beispielsweise für Security-Patches zur Verfügung. Aus Sicht des Bedieners ist der HMS Hub aber vor allen Dingen die eigentliche Applikationsebene der Lösung. Hier stehen Dashboards, Alarmmanagement, umfangreiche Reporting- und Visualisierungsmöglichkeiten sowie Verbindungswege in Third-Party-Cloudlösungen (z.B. für Leonardo, Mindsphere oder Azure) bereit, berichtet Döring: „Unser HMS Hub bietet neben den Sicherheitsfunktionen, die im Hintergrund laufen, ein umfangreiches User- und Rechtemanagement, mit dem man beispielsweise konfigurieren kann, welche Daten nur dem Maschinenbauer zur Verfügung stehen und welche auch der Endkunde erhält,“ erläutert er. „Wir bieten im HMS Hub zusätzlich die Möglichkeit der Programmierung beispielsweise mittels Node Red. Dabei handelt es sich um eine sehr einfache und verbreitete Programmiermöglichkeit, die durch Konnektoren Daten in andere Systeme oder von anderen Systemen einbinden kann. Wenn Kunden darüber hinaus eine komplexere Visualisierung realisieren möchten, bieten wir auf der Basis von WebFactory, einem Unternehmen, das wir kürzlich akquiriert haben, auch dafür Lösungen an. Damit steht dem Anwender ein echtes webbasiertes Scada-System zur Verfügung, mit dem er Visualisierungen umsetzen kann, die deutlich leistungsfähiger und komplexer sind.

Security ist eine zentrale Fähigkeit

Ist die Cloud nicht sicher, wird es dort keine Fertigungsdaten geben, darin sind sich die Experten einig. Daher hat man dem Thema bei HMS besondere Aufmerksamkeit gewidmet, wie Döring berichtet: „Wir setzen die TLS-Standards ein, die heute auch von Banken benutzt werden. Zudem hosten wir unsere Cloud derzeit in einem Rechenzentrum in Frankfurt. Gegenwärtig laufende Planungen sehen auch vor, dass wir die Cloud weltweit ausrollen und in mehr Rechenzentren der Welt verteilen, um das System noch skalierbarer zu machen. Auch lokale Anforderungen z.B. hinsichtlich des Datenschutzes sind gute Gründe dafür, die Infrastruktur weltweit vorzuhalten. Letztlich erhöht es nicht nur die Sicherheit, sondern auch die Performance des Systems“, erläutert Döring.

Seiten: 1 2 3 4