Wie beeinflusst die Welt der Consumerelektronik Ihrer Ansicht nach die Automatisierungstechnik im Bereich \’Bedienen und Beobachten\‘? Hennig: Die Consumerelektronik liefert seit Jahren innovative Geräte, die uns im Alltag ständig begleiten. Die bestechenden Leistungseigenschaften, die hohe Qualität und die geringen Kosten machen diese Geräte auch für die Prozessvisualisierungen der Automatisierungstechnik attraktiv. Allerdings sorgen die Heterogenität der Geräte und die erforderlichen Technologien für völlig neue Herausforderungen in der industriellen Softwareentwicklung. Es sind neuartige Tools und Entwicklungsprozesse notwendig, um die Leistungsfähigkeit der innovativen Geräte in vollem Umfang nutzen zu können. Sie haben eine Lösung entwickelt, die es ermöglicht Prozessvisualisierungen plattformübergreifend zu realisieren. Welche Plattformen sind das und was war der Auslöser für diese Idee? Hennig: Mit unserer Lösung lassen sich Prozessvisualisierungen plattformunabhängig beschreiben und werden automatisiert in jede beliebige Technologie – z.B. C#, HTML, Java oder Objective-C – exportiert. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Visualisierung als eigenständige Anwendung auf Microsoft Windows PCs, Android Smartphones oder Apple iPads betrieben oder als Webanwendung mit HTML5 bereitgestellt werden soll. Auslöser unserer Idee war, als wir im Jahr 2000 webbasierte Prozessvisualisierungen mit Java entwickelten und kaum später die Java-Unterstützung in den gängigen Webbrowsern abgekündigt wurde. Damit war unsere Lösung nicht mehr nutzbar und wir mussten auf Basis anderer Technologien die Lösung vollständig neu entwickeln. Dieser Fehler soll uns und speziell unseren Kunden nicht mehr widerfahren! Für welche Zielgruppe ist Ihre Lösung interessant? Hennig: Unsere Zielgruppe sind Anlagenausstatter, Anlagenbetreiber und Maschinenbauer, die innovative Endgeräte der Consumerelektronik einsetzen wollen, allerdings das Know-how für die notwendigen Technologien nicht vorhalten können. Der Einsatz unserer Lösung führt zu erheblichen Einsparungen bei Entwicklungsaufwänden sowie zu einer Reduktion von erforderlichem Know-how. Dies rechnet sich besonders, sobald die Visualisierung einer Anlage bzw. Maschine auf unterschiedlichen Endgeräten genutzt werden soll. Mit klassischen Entwicklungsansätzen ist dafür jeweils eine Neuentwicklung notwendig – mit Monkey Works kann die Visualisierung für jede Plattform automatisch exportiert werden. Wie lassen sich die bekannten Scada-Tools wie WinCC oder Tools von Wonderware gemeinsam mit Ihrer Lösung nutzen? Hennig: Unser Werkzeug ist in der Lage, die Visualisierung für alle Technologien zu erstellen. Sobald SCADA-Tools Schnittstellen für das Einbringen von eigenem Quellcode bieten, kann die Visualisierung auch für diese Tools exportiert werden. Gängige Visualisierungssysteme wie WinCC oder Zenon bieten solche Schnittstellen. Wann wird Ihre Lösung auf dem Markt verfügbar sein? Hennig: Während sich unser Unternehmen Monkey Works noch in der Gründungsphase befindet, wird unsere Lösung bereits in ersten Projekten eingesetzt. In den kommenden Monaten arbeiten wir intensiv an der Weiterentwicklung, sodass wir sie Mitte des nächsten Jahres offiziell vorstellen werden. Sie sind klassisch das, was man ein Startup-Unternehmen bezeichnet. Was waren die größten Hürden auf dem Weg zum eigenen Unternehmen und was haben Sie als hilfreich erlebt? Hennig: Die größte Herausforderung war für uns der Wechsel unserer Argumentationen von der wissenschaftlichen, technologischen Sicht unserer Innovation auf die wirtschaftlichen Vorteile und den Kundennutzen. Gespräche mit vielen interessierten Unternehmen sowie unzählige, teilweise kritische Fragen von Mitarbeitern des Dresdener Gründernetzwerks \’dresden exists\‘ halfen uns dabei sehr. Welche Tipps würden Sie jemandem geben, der sich von der Hochschule weg selbstständig machen will? Hennig: Diesen Gründern empfehlen wir, sich frühzeitig mit dem an der Hochschule vorhandenen Gründernetzwerk in Verbindung zu setzen und sich mit anderen Gründern – egal welcher Fachrichtung – auszutauschen. So bekamen wir ein erstes Gefühl für eine eher wirtschaftliche Denkweise sowie viele nützliche Hinweise, Tipps, Tricks und Warnungen vor Stolperfallen. Herzlichen Dank für das spannende Interview! Kasten 1: Download Monkey Works Factsheet Unter dem folgenden Link steht ein Factsheet zum Download bereit, in dem das grundsätzliche Prinzip der Lösung von Monkey Works beschrieben wird: www.monkey-works.de Kasten 2: Zur Person
Visualisieren statt programmieren
-
Messevorschau Sensor+Test 2026
Starkes Rahmenprogramm auf dem Branchentreffpunkt
Die Sensor+Test 2026 bietet ein umfassendes Rahmenprogramm mit Fachforen und Kongressen. Besucher erhalten Einblicke in Innovationen der Messtechnik Branche.
-
Vorsprung im Packaging
Automatisierungstechnik von Beckhoff ermöglicht die effiziente Entwicklung ressourcenschonender Verpackungsmaschinen, verkürzt Konstruktionszeiten und senkt Kosten – für innovative Lösungen und nachhaltige Produktionsprozesse.
-
Sensorbasierte Echtzeitüberwachung des Schmierungszustands
Das Lager wird zum Sensor
Lagerschäden werden mit klassischer Sensortechnologie typischerweise erst in einem bereits fortgeschrittenen Stadium erkannt, etwa durch die Analyse von Schwingungen infolge von Verschleiß und Materialverlust. Dadurch lassen sich Ausfälle…
-
Nachgefragt: Wie weit die Industrie bei Umsetzung, Security und Compliance ist – Teil 1
Maschinenverordnung 2027: Die Zeit läuft
Der Countdown läuft: Am 20. Januar 2027 wird die EU-Maschinenverordnung 2023/1230 verbindlich. Doch wie weit ist die Industrie bei der Umsetzung? Das SPS-MAGAZIN hat bei Herstellern, Safety-Spezialisten und…
-
Platzsparende Antriebstechnik für die Verpackungsindustrie
Effizient, robust und kompakt
In der Lebensmittel- und Getränkeproduktion ist der Platz meist begrenzt. Daher ist bei der Installation von Förderanlagen oft ein kompaktes Design gefragt. Der schwedische Maschinenbauer Fredriksons nutzt die…
-
Anzeige
Vorsprung im Packaging
Automatisierungstechnik von Beckhoff ermöglicht die effiziente Entwicklung ressourcenschonender Verpackungsmaschinen, verkürzt Konstruktionszeiten und senkt…
-
Assistenz für reproduzierbare Fertigungsschritte
Digitale Ordnung statt Papierstapel
Auch wenn viele Produktionen hochautomatisiert sind, spielt sich ein entscheidender Teil der Wertschöpfung…
-
Cobots bringen mehr Effizienz in die EMS-Fertigung
Bestückung neu gedacht
Mit Cobots lassen sich auch komplizierte Prozesse teilautomatisieren, etwa die Bestückung von Leiterplatten…
-
Neue Ansätze und Geschäftsmodelle für zirkuläre Fluidtechnik
Mehr als nur nachhaltig
> Neue Ansätze & Geschäftsmodelle für zirkuläre Fluidtechnik. Bürkert unterstützt Transformationsprozess mit Lösungen…
-
Rovema macht mit ctrlX Automation seine Maschinen zukunftssicher
Technologisch flexibel und strategisch unabhängig
Automatisierung bedeutet heute mehr als präzise Bewegungsabläufe. Um zukunftsfähige Maschinen zu entwickeln und…
-
Kompakte S7-Steuerung mit Touchpanel
Die Jedermanns-SPS
Kompakte Panel-SPS-Lösungen mit integrierter Steuerung und I/Os ermöglichen den wirtschaftlichen Ersatz klassischer Handbedienelemente,…
-
Webbasiertes Engineering-Tool als Designer für die schaltschranklose Automatisierung
„Wir vereinfachen die Umsetzung drastisch“
Der neue MX-System Designer von Beckhoff ermöglicht strukturierte und technisch validierte elektrische Auslegung…
-
Integrierte Kompaktantriebe ermöglichen schaltschranklose Maschinen
Es geht auch ohne Einspeisemodul
Dezentrale Servomotoren kommen häufig bei räumlich verteilten Einzelachsen zum Einsatz. Die im Motor…
-
Über 200 Artikel
Bedienen und Signalisieren
Mit einem umfangreichen Systembaukasten präsentiert Phoenix Contact neue Lösungen für das Bedienen und…
-
Für Ex-Bereiche
Magnetfreier IE6-Motor
ABB bietet einen IE6 Hyper-Efficiency-Motor anbietet, der nach Atex- und IECEx-Anforderungen für den…
-
Für Rechenzentren
Direct-to-Chip-Flüssigkühlung
Der steigende Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI), High-Performance-Computing (HPC) und beschleunigten Workloads führt…
-
Hohe Untersetzungen und Präzision
Kombinationsgetriebe
Dunkermotoren stellt mit den neuen WG-Kombinationsgetrieben eine wirtschaftliche Lösung für Anwendungen vor, die…
-
Erfassung analoger Signale
Analoges Mixmodul
Das analoge Mixmodul AM 821 aus der S?Dias?Serie von Sigmatek kombiniert acht analoge…
-
Was wurde eigentlich aus …
SafetyBridge Technology von Phoenix Contact?
In der Titelstory des SPS-MAGAZINs 5/2016 ging es unter dem Titel: ‚Die SafetyBridge…
-
Antriebselektronik für Schleif- und Abrichtprozesse
Die Drive Controller aus der SD4x-Serie von Sieb & Meyer sind speziell für…
-
Dekarbonisierung der Prozesse häufig noch zu teuer
Die Studie zeigt, dass fast zwei Drittel der Vertreter aus dem Industriesektor (65%)…
-
Hybride Steckverbinder mit 100Mbit/s Ethernet
Mit dem B23-Steckverbinder präsentiert Binder eine neue Generation hybrider Steckverbinder für die industrielle…
-
60% erleben mindestens einen Cyberangriff pro Jahr
TXOne Networks hat seinen Annual OT/ICS Cybersecurity Report 2026 veröffentlicht.
-
Embedded-PC für Edge Computing
Der Embedded-PC DX-1300 von Spectra wurde entwickelt um den steigenden Bedarf an Echtzeitdatenverarbeitung…
-
Einsatz des digitalen Zwillings steigt
Das Industrie-4.0-Barometer von MHP und der LMU zeigt: Industrieunternehmen setzen immer mehr Industrie-4.0-Technologien…
das könnte sie auch interessieren
-
Leistungsfähige Netzgeräte mit intelligenter Lastüberwachung
Der Mix macht’s
-
Automatisierung für mobile Roboter in der Produktion
Smarter Transport für beengte Umgebungen
-
Zuverlässige Messtechnik für die Desinfektion
Sauberes Trinkwasser
















