Hybridleitungen reduzieren Aufwand, Kosten und Störanfälligkeit

 Mit Systemlösungen wie der störsicheren ZeroCM-Technologie, Epic M23-Steckverbindern und anschlussfertigen Komplettlösungen unterstützt Lapp Konstrukteure und Anwender dabei, steigenden Anforderungen effizient zu begegnen.
Mit Systemlösungen wie der störsicheren ZeroCM-Technologie, Epic M23-Steckverbindern und anschlussfertigen Komplettlösungen unterstützt Lapp Konstrukteure und Anwender dabei, steigenden Anforderungen effizient zu begegnen.Bild: U.I. Lapp GmbH

Moderne Antriebssysteme im Maschinen- und Anlagenbau müssen zahlreiche Anforderungen gleichzeitig erfüllen. Neben einer zuverlässigen Energieversorgung sind heute auch umfangreiche Sensordaten wie Temperatur-, Drehzahl- oder Positionswerte sicher und störungsfrei an den Regler zu übertragen. Gleichzeitig sollen Maschinen kompakter werden, weniger Platz beanspruchen und sich möglichst schnell installieren lassen. Hinzu kommt der zunehmende Fachkräftemangel. Gefragt sind deshalb Lösungen, die Montage und Inbetriebnahme vereinfachen und Fehlerquellen reduzieren. Hybridleitungen bieten hierfür einen überzeugenden Ansatz: Sie bündeln Energie-, Steuerungs- und Datenleitungen in einem Kabel und reduzieren dadurch sowohl den Platzbedarf als auch die Komplexität der Verkabelung. Mit Lösungen wie der ZeroCM-Technologie, den Epic M23-Steckverbindern und anschlussfertigen Komplettsystemen unterstützt Lapp Konstrukteure und Konstrukteurinnen sowie Anlagenbetreiber dabei, diese Anforderungen wirtschaftlich umzusetzen.

Hybridleitungen 
mit ZeroCM 
sorgen dafür, dass Feedback-Signale 
stabil und störsicher beim 
Regler ankommen.Stefan Hilsenbeck Lapp
Hybridleitungen mit ZeroCM sorgen dafür, dass Feedback-Signale stabil und störsicher beim Regler ankommen.Stefan Hilsenbeck LappBild: U.I. Lapp GmbH

Wie Hybridleitungen die Gesamtkosten senken

Besonders deutlich werden die Vorteile bei der Effizienz. Bereits Ein-Kabel-Lösungen reduzieren die Anzahl der Leitungen um rund 40 Prozent. In Daisy-Chain-Topologien, bei denen mehrere Komponenten in Reihe verbunden werden, sind Einsparungen von bis zu 90 Prozent möglich. Für Konstrukteure bedeutet das weniger Platzbedarf in Maschinen, Schaltschränken und Schleppketten sowie geringeren Planungs- und Montageaufwand. Installationen werden übersichtlicher, schneller realisierbar und weniger fehleranfällig. „Bei Hybridleitungen entfallen viele der aufwendigen Arbeitsschritte, die in der Praxis Zeit und Personal binden“, erklärt Stefan Hilsenbeck, Head of Advanced Technology Development bei Lapp. Dabei geht es nicht nur um Materialkosten. Entscheidend ist die Betrachtung der gesamten Betriebskosten über den Lebenszyklus hinweg. Besonders deutlich zeigt sich dies beispielsweise in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie. Dort kann jede zusätzliche Leitung potenzielle Schmutzecken schaffen. Weniger Kabel erleichtern die Reinigung, reduzieren Stillstandszeiten und tragen so zu niedrigeren Betriebskosten bei.

"Unser Anspruch ist es, Anforderungen vorauszudenken und Lösungen bereitzustellen, die langfristige Vorteile schaffen."
Christian Preiß, Lapp
„Unser Anspruch ist es, Anforderungen vorauszudenken und Lösungen bereitzustellen, die langfristige Vorteile schaffen.“ Christian Preiß, LappBild: U.I. Lapp GmbH

Mehr Betriebssicherheit durch weniger Schnittstellen

In industriellen Anlagen verursacht jede ungeplante Unterbrechung Kosten. Hybridleitungen leisten einen wichtigen Beitrag zur Verfügbarkeit, da sie die Anzahl der Schnittstellen deutlich reduzieren. Weniger Steckverbinder und Leitungen bedeuten weniger potenzielle Fehlerquellen und ein geringeres Risiko für Kontaktprobleme oder Montagefehler. Eine besondere Herausforderung stellt die elektromagnetische Verträglichkeit dar. Energie- und Datensignale müssen auch unter anspruchsvollen Bedingungen zuverlässig nebeneinander übertragen werden. Mit der ZeroCM-Technologie adressiert das Unternehmen genau dieses Thema. Der spezielle Leitungsaufbau reduziert Ableitströme um bis zu 80 Prozent und verbessert die elektromagnetische Verträglichkeit deutlich. Dadurch lassen sich Energie- und Datenübertragung auch auf engem Raum sicher kombinieren. Rückmeldungen aus Motoren zu Drehzahl, Temperatur oder Position werden zuverlässig übertragen und stehen dem Regler störungsfrei zur Verfügung.

Weniger Ressourcenverbrauch

Neben Effizienz und Verfügbarkeit gewinnt auch die Nachhaltigkeit zunehmend an Bedeutung. Betreiber stehen unter Druck, Ressourcen zu schonen, Emissionen zu reduzieren und regulatorische Anforderungen zu erfüllen. Hybridleitungen leisten hierzu einen Beitrag, weil sie den Materialeinsatz reduzieren. Weniger Kabel bedeuten weniger Kupfer sowie weniger Isolations- und Mantelwerkstoffe. Gleichzeitig sinkt der Bedarf an Steckverbindern und Zubehör. Auch die Anlagen selbst können kompakter aufgebaut werden. Das spart Platz, vereinfacht Konstruktion und Logistik und kann den Energiebedarf in Herstellung und Betrieb senken. Die Vorteile zeigen sich über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Weniger Komponenten bedeuten geringeren Wartungsaufwand und weniger Verschleiß. „Nachhaltigkeit entsteht nicht allein durch Recycling, sondern bereits durch intelligente Konstruktion, die Material und Energie spart“, betont Hilsenbeck.

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