Ungebremste Versorgung trotz variabler Formate

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Bild: B&R Industrie-Elektronik GmbH

Personalisierte Therapien verlangen hohe Flexibilität, da Produktionslinien nahezu im Minutentakt unterschiedliche Beutelgrößen und -formate verarbeiten müssen. Traditionelle Maschinen benötigen dafür aufwendige Umbauten, in denen wertvolle Reinraumzeit verloren geht. Thimonier wollte deshalb eine Anlage konstruieren, die Formatwechsel in Minuten statt Stunden ermöglicht. Sie sollte gleichzeitig den Materialabfall reduzieren, eine lückenlose Rückverfolgbarkeit gewährleisten und sich nahtlos in ein GMP-konformes Umfeld integrieren lassen.

„Unser höchstes Ziel ist es Maschinen zu entwickeln, die nicht nur schnell, flexibel und effizient sind, sondern mit den steigenden Bedürfnissen unserer Kunden mitwachsen,“ so Eric Duhoo, CEO von Thimonnier. „Mit den adaptiven Automatisierungslösungen von B&R können wir das sicherstellen.“

Adaptive Produktionslinie sorgt für Nachvollziehbarkeit

Für echte Formatfreiheit sorgt in der neuen Maschine die individuelle Shuttlesteuerung des AcoposTrak von B&R. Jedes Shuttle auf dem Track-System bewegt sich unabhängig und Beutelgrößen können ohne mechanische Änderungen gewechselt werden. Das spart Reinraumzeit und macht auch kleine Chargen wirtschaftlich rentabel. Die smarte Bildverarbeitung mittels integriertem Vision System von B&R identifiziert die Shuttles präzise und zuverlässig. Damit behalten die Bediener jederzeit den Überblick – intuitiv, klar und browserbasiert.

Ein leistungsstarker B&R Industrie-PC verfolgt jedes Shuttle in Echtzeit und sorgt für lückenlose Transparenz und sichere Prozesse. Die mit Mapp View entwickelte Benutzeroberfläche bietet eine intuitive Webvisualisierung und OPC-UA-Kompatibilität sorgt für eine vollständige Datenintegration.

Bereits während der Konzeptionsphase der Beutelherstellmaschine stellte B&R einen digitalen Zwilling der Maschine zur Verfügung. Damit konnten die ideale Konfiguration von AcoposTrak und den Shuttle-Geschwindigkeiten ermittelt werden, bevor mit der eigentlichen Hardware gearbeitet wurde. Mit dem digitalen Zwilling lassen sich Risiken wie Fehlkonfigurationen früh erkennen und beseitigen und Abläufe realitätsnah simuliert. Der finale Maschinenaufbau verläuft dadurch deutlich schneller und reibungsloser.