ZVEI: Massive Bürokratie als Investitionsbremse

Daniel Hager ZVEI Praesident ZVEI Alexander Grueber
Bild: ZVEI e.V.

Die massive Bürokratie und ein überregulierter, unflexibler Arbeitsmarkt hindern eine große Mehrheit der Unternehmen der Elektro- und Digitalindustrie daran, mehr am Standort Deutschland zu investieren. Das ist das Ergebnis des aktuellen ZVEI-Entscheider-Panels. 85% der befragten Branchen-Entscheiderinnen und -Entscheider gaben an, dass zu viel Bürokratie, regulatorische Unsicherheit und zu lange Genehmigungsdauern Investitionen im Weg stehen. Drei Viertel (75%) der Befragten fühlen sich von Arbeitsmarktrestriktionen wie zu starren Arbeitszeiten oder einem zu restriktiven Kündigungsschutz ausgebremst. Hohe Standortkosten sind ein weiteres bedeutsames Thema: Jeweils mehr als die Hälfte gibt zu hohe Lohnkosten (57%), die hohen Kosten für Strom und Energie (53%) sowie die hohen Steuern und Abgaben (53%) an.

„Diese Umfragewerte sind ein Alarmsignal! Unsere Unternehmen wollen mehr investieren, sie können investieren, sie wollen das Land voranbringen – aber hausgemachte Standortbremsen fesseln die Dynamik unserer Branche“, sagt ZVEI-Präsident Daniel Hager (Bild). „Wer mehr industrielle Stärke in Deutschland und Europa will, der muss uns machen lassen! Unser Appell an die Politik: Befreien Sie uns von Bürokratie, schaffen Sie schnellere Genehmigungen, sorgen Sie endlich für wettbewerbsfähige Strompreise und einen dynamischen Arbeitsmarkt, der Leistungsanreize setzt, statt sie zunichtezumachen.“