Drahtlose Kommunikation in der Automation: Wireless gewinnt an Bedeutung

Die Folgen der Globalisierung sind immer deutlicher spürbar: Zum einen gehört Deutschland zu den Exportweltmeistern, zum anderen verlagern viele Unternehmen ihren Sitz oder ihre Produktionsstätten ins Ausland. Die größte Anzahl der Unternehmen nennt als Hauptgrund für die Flucht in Niedriglohnländer die Personalkosten. Know-how ist gefragt Wie kann dieser Entwicklung entgegengesteuert werden? Einen Kostenwettbewerb kann Deutschland nicht gewinnen. Deswegen müssen wir besser sein als andere. Das große Plus deutscher Unternehmen ist das Know-how der Mitarbeiter. Hier ist auch der Ansatzpunkt, um in Zukunft international konkurrenzfähig zu bleiben: Die Qualifikation der Mitarbeiter muss an erster Stelle stehen – sie sorgt für den entscheidenden Vorsprung. Ein weiterer Trend ist der Wandel vom reinen Produktlieferanten zum Komplettanbieter mit Serviceleistungen, die über die Anlaufbetreuung hinausgehen. Nach der Inbetriebnahme und dem Anlauf ist eine flexible und schnelle Störungsbehebung und Wartung gern gesehen. Hier kommen vermehrt Fernwartungskonzepte zum Einsatz. In diesem Zusammenhang wächst die Bedeutung von Wireless-Technologien in der Automatisierungstechnik. Fernwartung immer ein Thema Über das mobile Bedienen, Beobachten und Datenerfassen berichten wir Ausgabe für Ausgabe. Im vorliegenden Heft ist das Thema ebenfalls präsent. Zum einen gibt es auf Seite 65 eine umfangreiche Marktübersicht zum Thema \’Fernwirken und Fernwarten\‘, zum anderen möchte ich auf den Fachbeitrag auf Seite 86 hinweisen. Hier werden moderne Fernwartungskonzepte vorgestellt. Zahlreiche Standards am Markt Der Markt Wireless-Automation ist riesig, es gibt immer mehr Anbieter und die Liste der Standards ist lang: W-LAN, Bluetooth, GSM, DECT, GPRS, UMTS, Ultra Wide Band (UWB), Zigbee, Smart Dust, Nanonet, Enocean usw. Das Thema Wireless in der Automation wird in Zukunft noch mehr an Bedeutung gewinnen. Das Mot­to muss hier lauten: So viele Standards wie nötig und so wenige wie möglich. Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen H. Schulz