Reihenklemmen für US-Markt

Maschinen- und Anlagenbauer müssen seit Kurzem die Kurzschlussfestigkeit von elektrischen Anlagen für den amerikanischen Markt nachweisen und auf dem Typenschild angeben. Die Reihenklemmenserien selos und fasis von Wieland Electric wurden in Kombination mit verschiedenen Sicherungen und Schutzschaltern getestet. Alle ermittelten SCCR-Werte liegen höher als die in der einschlägigen Norm UL508A vorgegeben Standardwerte für Reihenklemmen. Die Frage, ob der Hauptstromkreis einer möglichen Kurzschlussbelastung solange standhält, bis das vorgeschaltete Schutzorgan auslöst, gehört zu den wichtigen bei der Schaltanlagenprojektierung. Deshalb benötigen Anlagenbetreiber die Sicherheit, dass die Kurzschlussfestigkeit (Short Circuit Current Rating, SCCR) einer Komponente höher ist als der maximale Kurzschlussstrom der kompletten Schaltanlage, der am Aufstellort auftreten kann. Die Kurzschlussfestigkeit bezeichnet dabei den maximalen Strom, dem ein Gerät standhält, ohne die Sicherheit von Anlagen oder Personen zu gefährden. In der NEC2005, Artikel 409.110, wurde die erforderliche Kurzschlussfestigkeit auf komplette industrielle Schaltanlagen (Industrial Control Panels) erweitert und deren Kennzeichnung gefordert. Dabei gilt die Regel, dass bei fehlenden Prüfwerten für Reihenklemmen ein relativ niedriger Standardwert von 10kA vorgegeben wird, der dann die gesamte Anlage begrenzt. Auf dem Leistungsschild eines Schaltschrankes muss der erreichte SCCR-Wert der Gesamtanlage dokumentiert werden. Die erfolgreiche Approbation wurde für standardmäßig verfügbare Reihenklemmen durchgeführt.