Elektromechanisches Fügesystem

54783 Fuegemodul IJSys Liegend v001
Bild: Kistler Beteiligungsgesellschaft mbH

Kistler hat mit dem IJSys ein neues Fügemodul entwickelt, das alle Komponenten inklusive Servoantrieb, Sensor, Digitalisierung von Daten und Sicherheitstechnik im Modul selbst vereint. Wie bei anderen elektromechanischen Fügesystemen des Herstellers ist ein präziser Kraftsensor direkt integriert. Die im System erhobenen Kraft/Weg-Daten werden bereits intern digitalisiert und über eine Ethercat-Schnittstelle übertragen. Anwender können zur Auswertung entweder das bewährte Prozessüberwachungssystem Maxymos NC nutzen oder die Daten direkt in einem übergeordneten System verarbeiten. Bei der Entwicklung der neuen Servopresse wurde darauf geachtet, den Platzbedarf sowie Integrationsaufwand durch eine minimale Anzahl notwendiger Kabel weiter zu reduzieren – Strom- und Logikversorgung sowie die Datenübertragung erfolgen über ein einziges Hybridkabel. Lediglich für die integrierte Sicherheitstechnik ist ein weiteres Kabel notwendig, welches das Modul beispielsweise mit einem Notaussystem verbindet. Die Leistungsversorgung ist auf 48V ausgelegt statt wie üblicherweise auf 230 oder 400V. Diese Schutzkleinspannung hat den Vorteil, dass keine Elektrofachkraft benötigt wird, um das System anzuschließen. Das System verfügt über bis zu 2,5kN Fügekraft, 200mm Hub und 250mm Verfahrgeschwindigkeit. Die mechanische Schnittstelle ist entsprechend der Norm ISO15552 ausgelegt. Dadurch eignet sich die Servopresse unter anderem besonders für Anwendungen in der Elektronik- und Automobilfertigung, in denen bisher aus Platzmangel oder Kostengründen vorrangig pneumatische Systeme genutzt wurden.