Elektro- und Digitalindustrie mit deutlichem Auftragsplus im Frühjahr

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Bild: ZVEI e.V.

Die Auftragseingänge in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie sind im März zweistellig gestiegen, und zwar um 11,5% gegenüber Vorjahr. “Damit war der März der mit Abstand beste Monat im laufenden Jahr”, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. “Angesichts der hohen geopolitischen Unsicherheit im weltwirtschaftlichen Umfeld wird sich allerdings erst noch zeigen müssen, wie nachhaltig die gute jüngste Entwicklung nach vorne gerichtet ist.” Während aus dem Inland im März 1,9% mehr Bestellungen eingingen, erhöhten ausländische Kunden ihre Orders um ein Fünftel (+19,4%). Die Aufträge aus der Eurozone zogen um 7,3% an, die aus Drittländern um mehr als ein Viertel (+26,5%). Im gesamten ersten Quartal dieses Jahres lagen die Bestellungen damit um 6,0% höher als im gleichen Vorjahreszeitraum. Hier stiegen die Inlandsorders um 2,7 und die Auslandsaufträge um 8,6%. Die Auftragseingänge aus dem gemeinsamen Währungsraum nahmen zwischen Januar und März um 11,4% gegenüber Vorjahr zu und die Orders aus dem übrigen Ausland um 7,0%.

Auch die Produktion elektrotechnischer und elektronischer Güter in Deutschland hat sich im März wieder deutlich positiver entwickelt. So wuchs der preisbereinigte Branchenoutput in diesem Monat um 4,5% gegenüber Vorjahr. “Allerdings konnte das Ergebnis fürs gesamte erste Quartal damit noch nicht wieder ins Plus gedreht werden”, so Gontermann. “Hier steht noch ein leichter Output-Rückgang um 0,5% in den Büchern.”

Die nominalen Erlöse der heimischen Elektro- und Digitalunternehmen konnten im März um 8,1% auf 21,9Mrd.€ zulegen. Dabei entwickelten sich der Inlands- und der Auslandsumsatz diesmal ähnlicher als noch im Januar und Februar. Ersterer stieg um 8,9%, letzterer um 7,3%. Die Geschäfte mit Kunden aus der Eurozone (+12,3%) zogen deutlich stärker an als jene mit Partnern außerhalb des gemeinsamen Währungsraums (+4,4%).

Im ersten Quartal kam der zusammengenommene Branchenumsatz auf 56,6Mrd.€. Damit lag er 3,2% über dem entsprechenden Vorjahreswert. 27,0Mrd.€ (+5,8%) entfielen auf Geschäfte im Inland und 29,7Mrd.€ (+1,1%) auf Erlöse mit Auslandskunden. Während der Umsatz mit Partnern aus dem Euroraum zwischen Januar und März um 3,9% auf 11,2Mrd.€ vorrücken konnte, war bei den Geschäften mit Drittländern noch ein leichtes Minus (von 0,6% auf 18,5Mrd.€) zu verbuchen.