
Landwirtschaftliche Betriebe stehen weltweit vor der Herausforderung, steigende Produktivität mit einem verantwortungsvollen Ressourceneinsatz zu verbinden. Ernten müssen zuverlässig gesichert und Kulturen geschützt werden, während gleichzeitig der Verbrauch von Pflanzenschutzmitteln sinken soll. Besonders in Australien sind die Einsparpotenziale aufgrund der großen landwirtschaftlich genutzten Flächen erheblich. Einen gezielten Ansatz verfolgt das Agrartechnologieunternehmen Agtecnic mit seinem SenseSpray-System. Kameras erfassen den Pflanzenbestand während der Überfahrt in Echtzeit und analysieren die Bilddaten unmittelbar. Erkennt das System Unkraut, werden die Sprühdüsen gezielt nur an den betroffenen Stellen aktiviert. Dadurch lässt sich der Herbizideinsatz um bis zu 90 Prozent reduzieren, ohne die Wirksamkeit der Behandlung zu beeinträchtigen. Die Technologie eignet sich sowohl für die Integration in Neumaschinen als auch für die Nachrüstung bestehender Sprühgeräte. Für eine lückenlose Flächenerfassung kommen die Kameras üblicherweise auf bis zu 36m breiten Auslegern zum Einsatz, wobei jeweils eine Kamera pro Meter installiert ist.

Vorkonfektionierte Kabelsysteme
Die hohe Präzision des Systems setzt eine zuverlässige Verbindungstechnik voraus. Kameras und Sensorik müssen auch unter anspruchsvollen Einsatzbedingungen wie Staub, Feuchtigkeit und dauerhaften Erschütterungen störungsfrei arbeiten und kontinuierlich Daten übertragen. Agtecnic setzt dafür auf vorkonfektionierte Kabelsysteme von Lapp Australia. „SenseSpray ist ein hochwertiges Produkt, daher benötigten wir Kabel von hoher Qualität mit hervorragender Haltbarkeit und Zuverlässigkeit im Einsatz. Aus diesem Grund haben wir uns für Lapp entschieden“, erklärt Rob Johnson, Mitbegründer von Agtecnic. Gemeinsam mit Peter Roberts vertraut er bereits seit vielen Jahren auf Lösungen des Verbindungstechnikspezialisten.

Mehr Effizienz auf dem Feld
Fortschrittliche Sprühtechnologie ist zunächst mit höheren Anschaffungskosten verbunden. Johnson und Roberts sind jedoch überzeugt, dass sich die Investition für landwirtschaftliche Betriebe schnell amortisieren kann. Entscheidend ist die Kosteneffizienz der präzisen Herbizidapplikation: Werden Herbizide gezielt nur dort ausgebracht, wo das System Unkraut erkennt, lässt sich ihr Verbrauch deutlich reduzieren. Auch bei der Weiterentwicklung von SenseSpray spielte die Verfügbarkeit der benötigten Verbindungstechnik eine Rolle. „Wir kannten die Qualität von Lapp bereits aus früheren Zeiten, als wir die Kabel einzeln gekauft haben. Bei Lapp konnten wir jede Art von Kabel meterweise kaufen, ohne Mindestbestellmenge, und die meisten Kabel waren hier in Australien vorrätig“, erläutert Johnson.
Mit der Weiterentwicklung der Technologie vertiefte sich die Zusammenarbeit. „Als Lapp eine Abteilung für Kabelbaumlösungen einrichtete, konnten wir die Qualität dieser Kabel mit einem schlüsselfertigen Service verbinden, der uns zusätzlich Zeit spart“, ergänzt Roberts. Einen weiteren Vorteil sieht er im lokalen Overmolding-Angebot: „Lapp ist eines der wenigen Unternehmen mit Sitz in Australien, das einen Überformungsservice anbietet. Dadurch konnten wir uns die Beschaffung im Ausland sparen.“
Verbindungstechnik unter Extrembedingungen
Geräte, die auf dem Feld ausfallen, würde kein Landwirt tolerieren. Das wissen Johnson und Roberts aus ihrer jahrzehntelangen Erfahrung in der Landwirtschaft. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an die Zuverlässigkeit sämtlicher Komponenten. SenseSpray muss dabei besonders anspruchsvollen Umgebungsbedingungen standhalten. „Die Kabel, die diese Kameras verbinden, sind starker UV-Strahlung, Wasser und generell einigen der härtesten Bedingungen ausgesetzt, die das australische Klima zu bieten hat. Wir wussten, dass die Kabel von Lapp dieser Aufgabe gewachsen sind, und sie haben sich im Einsatz bewährt“, erklärt Johnson.


















