Denkmalschutz kann Modernisierungsvorhaben zur Herausforderung machen – das ist in Japan nicht anders. Im Stammwerk von Mitsubishi Electric in Nagoya, das es schon seit 1924 gibt, ist ein großer Teil der Produktionshallen denkmalgeschützt. Neue Gebäude zu bauen ist also leichter gesagt als getan und weil der Platz so kostbar ist, umfasst das jüngste, 2013 fertiggestellte Produktionswerk auf dem Gelände – in dem SPSen, HMIs und Power-Module gefertigt werden – sechs Stockwerke. Mit 31m Höhe sind in Japan aber spezielle Anforderungen zu erfüllen, die hierzulande vernachlässigbar sind: Es muss erdbebensicher produziert werden. In der Folge ist das Gebäude nach neuesten Kriterien konstruiert und ruht auf einem Rahmen, der nur über eine Vielzahl von Gummi- und Stahlfeder-Stoßdämpfern mit dem Boden verbunden ist. So kann das Gebäude Schwingungen bis zu 60cm ausgleichen und damit Erdbeben standhalten, die über die Stärke des Tohoku-Bebens von 2011 hinausgehen. Bei leichten Erdstößen muss man die Produktion aufgrund der Bauweise gar nicht stoppen. Im Worst Case wird die erste Etage zum Desaster Recovery Center und es sind genug Lebensmittel gelagert, um die Werker mehrere Tage lang zu versorgen.
Automatisiert in Japan
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