Zwei Drittel mit ihrem Job zufrieden

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Bild: ©haru_natsu_kobo/stock.adobe.com

Rund zwei Drittel der Beschäftigten in Deutschland sind mit ihrem Job zufrieden (65%), rund neun von zehn Beschäftigten fühlen sich sicher in ihrem Job und 60% halten einen Arbeitgeberwechsel in den nächsten zwölf Monaten für unwahrscheinlich. Die aktuelle Studie ‚Workforce Hopes and Fears 2026‘ der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC Deutschland (PwC) zeigt jedoch auch erste Risse in diesen vermeintlich stabilen Verhältnissen. Die aktuell stattfindende, grundlegende Transformation der deutschen Wirtschaft erreicht die Belegschaft oft ohne ausreichende Erklärung, Einordnung und Weiterbildungsmöglichkeiten. Das Problem: Nahezu die Hälfte der befragten deutschen Top-Führungskräfte (Senior Executives) gibt an, die Gründe für die aktuelle Transformation selbst nicht gut genug zu verstehen (46%).

Gefragt sind mehr Orientierung und Unterstützung

Aktuell fällt 39% der deutschen Beschäftigten der Umgang mit Veränderungen in ihrer Rolle schwer, 32% geben an, deren Gründe nicht zu verstehen. Gleichzeitig sind sie hochmotiviert: 72% sind bereit, mehr zu leisten, als von ihnen erwartet wird. Im internationalen Vergleich bleibt die Bindung an den Arbeitgeber hoch, die Wechselbereitschaft gering. Allerdings leiden die Beschäftigten unter der Inflation: 60% nennen gestiegene Lebenshaltungskosten als Belastungsfaktor, für 33% sind sie sogar der größte Stressfaktor in ihrem Arbeitsalltag. 42% kommen zwar über die Runden, haben am Ende des Monats aber kaum noch finanziellen Spielraum.

Wenig überraschend blickt unter diesen Bedingungen weniger als die Hälfte der Beschäftigten (47%) nach den jüngsten Veränderungen optimistisch auf die Zukunft ihrer Organisation.

Unternehmen belohnen Absicherung, nicht Innovation

Den Beschäftigten zufolge schaffen viele Unternehmen noch zu wenig Raum für Experimente und aktives Lernen. 29% empfinden eine zu hohe Arbeitsbelastung als Bremse für die eigene Produktivität, 21% nennen ineffiziente Prozesse und überbordende Bürokratie. Geschätzt werden eher fachliche Qualitäten (41%) sowie Fehlervermeidung und Risikominimierung (27%) – der effektive Einsatz neuer Technologien wie KI landet mit 9% dagegen nur am Ende der Liste.  Dabei sind 57% der Beschäftigten zuversichtlich, neue Fähigkeiten erwerben zu können. Allerdings haben nur 40% auch Zugang zu Lern- und Entwicklungsressourcen (im Vorjahr waren es noch 55%).

KI-Nutzung wächst, ist aber ungleich verteilt

53% der Beschäftigten in Deutschland haben in den vergangenen zwölf Monaten KI bei der Arbeit eingesetzt. Täglich wird sie von nur 18% genutzt.

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