Als Leitwerk hat Festo in der vergangenen Woche den Produktionsstandort Scharnhausen eröffnet. Nur wenige Kilometer von der Zentrale des Unternehmens entfernt werden dort auf 66.000m2 – davon 48.000m2 neu gebaut – Ventile, Ventilinseln und Elektronik gefertigt. Mit rund 70Mio.E ist die neue Fabrik die größte Einzelinvestition in der Firmengeschichte, wie Dr. Ulrich Stoll bei der feierlichen Eröffnung des Werks betonte. Auf den vier Ebenen der Fabrik sind rund 1.200 Mitarbeiter beschäftigt. Im obersten Stock ist u.a. eine Lernfabrik auf 220m2 untergebracht. Innerhalb des Unternehmensverbunds, aber auch für Kunden, soll der Standort Scharnhausen als Referenz dienen. Dafür wurde laut Werksleiter Stefan Schwerdtle besonderes Augenmerk auf Automatisierung, Effizienz und Zukunftsfähigkeit gelegt. Als Beispiele nennt er u.a. die Wartung des Maschinenparks per App, die Prozessdatennutzung zur Überwachung der Montage oder die direkte Zusammenarbeit der Mitarbeiter mit einem Sechsachsroboter ohne Einhausung. Im Zuge des Umzugs der Produktion vom Festo-Hauptquartier in Berkheim wurden rund 200 Maschinengruppen in Scharnhausen übernommen. Etwa 30% der Anlagen wurden neu für das Leitwerk konzipiert und angeschafft. Dadurch konnte die Logistik an vielen Stellen deutlich verbessert werden und die neue Fabrik kann rund 20% ihrer Energiekosten selbst erzeugen. Die in Berkheim freigewordenen Flächen will Festo zukünftig für die Forschung und für Musterproduktionsaufbauten nutzen. Die Festo-Gruppe erzielte 2014 einen Umsatz von knapp 2,5 Mrd.E und ist mit rund 17.800 Mitarbeitern an 250 Standorten weltweit präsent.
Festo eröffnet neue Produktion
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