Auf den ersten Blick hat die Technologiebranche Grund zur Euphorie: Das digitale Zeitalter ist angebrochen, entsprechende Schlagwörter bestimmen die Debatten und Entwicklungen wie künstliche Intelligenz, Robotik oder 3D-Druck kündigen schon die nächste disruptive Welle an. Daher wundert es auf den ersten Blick, dass die globalen Tech-CEOs nicht euphorisch auf die Zukunft blicken: Nur 40% von ihnen zeigen sich ’sehr zuversichtlich‘ bezüglich der Umsatzaussichten für das kommende Jahr. Dies geht aus dem ‚Global CEO Survey‘ der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PWC hervor. „Auch wenn die Ergebnisse auf den ersten Blick überraschen mögen: Für die gedämpfte Erwartungshaltung gibt es Gründe – Gründe, die sich am besten mit dem Begriff des ‚digitalen Dilemmas‘ zusammenfassen lassen“, sagt Werner Ballhaus, Leiter Telekommunikation, Medien und Technologie bei PWC. Eine Herausforderung ist die kontinuierliche Entwickling neuer Technologien, wie Blockchain und Augmented Reality. Welche dieser Technologien sich wie schnell durchsetzen, lässt sich allerdings kaum abschätzen. „Viele Topmanager sehen sich unter Druck, in Technologien zu investieren, bei denen vorerst nur eines ziemlich sicher ist – nämlich, dass sie auf absehbare Zeit kaum etwas zu den Erlösen beisteuern werden“, so Marcus Gloger, Partner der Strategieberatung von PWC, Strategy&. Ein weiteres Beispiel ist das Recruiting. 50% der befragten Tech-CEOs gaben an, sie hätten ‚extreme Sorgen‘, ob sie in Zukunft Fachkräfte finden, die sie für die weitere Entwicklung benötigen. Sogar 55% sehen im Mangel an Talenten eine Gefahr für die Entwicklung ihres Unternehmens. Zudem sind mehr als 80% der befragten Vorstandschefs ‚extrem besorgt‘ über die zunehmenden Handelskonflikte, besonders was das Verhältnis zwischen den USA und China angeht. Schon jetzt sehen sich viele Technologieunternehmen infolge von Zöllen und anderen Handelshemmnissen gezwungen Produktionsstandorte zu verlagern.
Stimmung unter CEOs der Technologiebranche verhalten
PwC PricewaterhouseCoopers AG
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