An zentraler Stelle findet sich immer häufiger ein Industrie-PC – etwa zur Datenverarbeitung, zum Steuern und Regeln oder zur Visualisierung der Prozesse im Maschinen- und Anlagenbau (Bild 1). Gegenüber herkömmlichen Personal Computern aus dem Büro- und Freizeitbereich sind PC für den industriellen Einsatz oft widrigen Einflüssen ausgesetzt. Typische Umgebungsbedingungen des Produktionsprozesses – Staub, Hitze, hohe Luftfeuchtigkeit – stellen ebenso hohe Anforderungen an das Material wie starke Vibrationen. Ein konventioneller PC würde hier nicht bestehen. So sind etwa im Rohbau, z.B. in der Roboterzelle, industrielle Datenverarbeitungssysteme mit besonderer Robustheit und hoher Lebensdauer erforderlich. Ein stabiler industriegerechter Aufbau ohne drehende Komponenten reduziert das Fehlerrisiko in rauer vibrationsbelasteter Umgebung. Einheitliches und modulares Hardware-Konzept Die meisten Baureihen der Industrie-PCs von Phoenix Contact verzichten auf bewegliche Komponenten wie Lüfter, wodurch sich die Verfügbarkeit erhöht. Ein Mobil-Prozessor, der auf einem CPU-Modul integriert und als steckbares System auf dem Baseboard verankert ist, bildet den Kern eines jeden IPC von Phoenix Contact. Auf diesen CPU-Boards sind die relevanten Komponenten – Prozessor, Grafikchip und Speicher – verankert. Was Formfaktor und Steckerbelegung anbelangt, sind alle CPUs mit den Baseboards kompatibel. Auf den Baseboards sind alle relevanten Schnittstellen integriert und entsprechend der Kundenanwendung auf die erforderlichen Funktionen hin optimiert. Alle Prozessor-Varianten besitzen eine geringe Stromaufnahme sowie eine erheblich reduzierte Wärmeentwicklung. Bei der Verbindung der beiden Boards wurde auf Sockel, Kabel und Steckverbinder verzichtet. Verlötete statt gesockelte CPUs erweisen sich für den Einsatz in rauer und vibrationsbelasteter Umgebung als geeigneter. Der robuste und kabelreduzierte Aufbau minimiert ebenfalls Fehlerquellen. Durch den Einsatz verlustleistungsarmer CPUs reduziert sich die Wärmeabgabe zusätzlich. Als Grundbestandteil aller Systemlösungen ist die beschriebene Modularität bei allen Industrie-PC von Phoenix Contact identisch. Verschiedene Gehäusevarianten Die Industrie-PC von Phoenix Contact sind als Blind Nodes ohne Monitor für den Schaltschrankeinbau optimiert. Sie können allerdings mit einem abgesetzten Display betrieben werden. Ohne Lüfter und stattdessen mit ins Gehäusekonzept integrierten Kühlrippen eignen sie sich auch für beengte Platzverhältnisse. Die Panel-PC von Phoenix Contact kombinieren einen robusten Industrie-PC mit einer besonders beständigen Monitoreinheit. Als Einbaugerät in eine Schaltschranktür oder in ein Pult ist die Oberfläche des Touch-Displays dennoch für den Betrieb inmitten des Produktionsprozesses geeignet – und gemäß Schutzart IP65 frontseitig geschützt. Mit unterschiedlichen Display-Diagonalen zwischen 12 und 19\“, einer unterschiedlichen Anzahl an freien PCI/ISA-Steckplätzen, einer flexibel wählbaren Arbeitsspeicher-Größe sowie der Wahl des Betriebssystems sind die Geräte je nach Applikation individuell konfigurierbar (Bild 2). Eine Besonderheit im Industrie-PC-Programm von Phoenix Contact sind die Panel-PC im VMT-Gehäuse (Vehicle Mounted Terminal). Sie verfügen über einen Touchscreen und eine frontseitige USB-Schnittstelle (Bild 3). Ungewöhnlich ist das vollständig geschlossene und lüfterlose Gehäuse. Bei dieser Gerätefamilie wurde ein reduziertes und modernes Gehäuse-Design mit zeitgemäßer Technik kombiniert. Das nur 65mm tiefe Gehäuse erfüllt die Kriterien der Schutzart IP65. Damit eignet sich der Panel-PC im VMT-Gehäuse für den Einsatz unter schwierigen Umgebungsbedingungen wie Staub, hoher Luftfeuchtigkeit und Temperatur oder an vibrationsbelasteten Standorten. Außerdem kann dieses schaltschranklose Gerät über eine Funkverbindung betrieben werden – kein anderes Gerät am Markt bietet diese Funktion. Die Herausforderungen an die PC-Technologie sind vielfältig – auch mehr Performance, mehr Sicherheit sowie mehr Energie-Effizienz werden immer häufiger nachgefragt. Qualität und Service sind bei Industrie-PC ebenfalls wichtige Kriterien bei der Kaufentscheidung. Damit eine Maschine oder Anlage auch über einen längeren Zeitraum hinweg im Auslieferungszustand betrieben werden kann, ohne dass größere Anpassungen und Modifikationen erforderlich sind, ist auch die Langzeitverfügbarkeit der Produkte ein wichtiger Faktor. Hier kommt es auf die gezielte Auswahl der verwendeten Komponenten durch den Hersteller an. Alle eingesetzten Komponenten in den Industrie-PC von Phoenix Contact sind Bestandteil einer \’Long term Roadmap\‘ der Chip-Hersteller. Die Komponenten bieten somit eine Verfügbarkeit von mindestens drei bis fünf Jahren. Das ermöglicht auch eine langfristige Image- und Treiberkompatibilität. Für Maschinen- und Anlagenbauer bedeutet dies ein hohes Maß an Sicherheit während des gesamten Lebenszyklus des Systems. Service-Qualität auch nach dem Kauf Phoenix Contact betreut den IPC-Kunden auch während der Implementierungsphase. Im weltweit agierenden Service-Netzwerk sind Spezialisten rund um die Uhr erreichbar, um Service und Support zu leisten. Sollte es trotz hoher Sorgfalt dennoch zu einem Geräteausfall kommen, können Spezialisten weltweit vor Ort eingesetzt werden. Als weitere Maßnahme zur Erhöhung der Service-Qualität stehen für Kunden von Basisgeräten identische Austauschgeräte zur Verfügung – bei einem Geräteausfall werden sie unverzüglich an den Kunden ausgeliefert. Das Austauschgerät verbleibt dann in der Maschine oder Anlage, damit der Betreiber seinen Produktionsprozess nicht erneut zwecks Gerätetausch unterbrechen muss. Das ausgefallene Basisgerät muss innerhalb einer Frist an Phoenix Contact versandt werden. Dieser Service erhöht die Kundenzufriedenheit erheblich – und stellt innerhalb der Garantiefrist keinerlei finanziellen Aufwand für den Kunden dar.
Funktionsumfang steigt stetig: Industrie-PC auf dem Vormarsch
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