Der Sensor ParCon ist der Neuling in der Familie der Zeilensensoren von Baumer electric. Der Sensor hat ein homogenes, von parallelen Strahlen gebildetes Messfeld. Dadurch hat die Distanz Objekt-Sensor keinen Einfluss auf das Messresultat. Bahnkanten können trotz Höhenschlag präzise positioniert, Objektbreiten positionsunabhängig bestimmt und Objekte innerhalb des Messfeldes erfasst und gezählt werden. Es stehen eine schaltende und eine analoge Version mit seitlicher oder frontaler Optik zur Verfügung. Ziel der Produktentwicklung des Zeilensensors war es, einen Sensor anzubieten, der schnell montiert, einfach zu bedienen und mit seinem zweidimensionalen Messfeld und der hohen Auflösung für viele Applikationen einsetzbar ist. Im kompakten Sensorgehäuse sind Sender, Empfänger, die spezielle Optik zur Bildung des parallelen Lichtstrahls und die Auswerteelektronik untergebracht. Zusätzlich wird nur eine Reflexionsfolie benötigt, die als Bügelreflektor oder als selbstklebende Reflexionsfolie erhältlich ist. Das Konzept eröffnet neue Möglichkeiten und vereinfacht die Montage. Im Vergleich zu den Einweglichtvorhängen mit einer Lichtquelle und separatem Zeilenempfänger halbiert sich der Verdrahtungsaufwand. Auch das Ausrichten vom Sender auf den Empfänger entfällt. Zudem braucht man auf einer Seite nur Platz für den selbstklebenden Reflektor. Der Sensor mit einer Größe von 34x16x70mm ist platzsparend. Zeilen-Gabellichtschranken haben den Nachteil, dass der Zugang zum Messfeld von einer Seite nicht möglich ist. Wird beim ParCon an Stelle des Bügel-Reflektors auf der Gegenseite eine Reflexionsfolie verwendet, kann man das Objekt von beiden Seiten das Messfeld anfahren. Die meisten Gabellichtschranken arbeiten mit dem Lichtmengen-Prinzip. Dadurch haben sie nur in der Messfeldmitte die volle Funktion in Auflösung und Genauigkeit. Der ParCon sichert die technischen Daten über die ganze Messfeldbreite und Messfeldtiefe. Um die Montagemöglichkeiten noch zu erweitern, steht eine Version mit seitlicher oder frontaler Optik zur Verfügung. Die beiden Messarten Breitenmessung oder Messung der Kantenposition beim analogen Sensor bzw. die Mindestobjektgröße beim schaltenden Sensor lassen sich per Knopfdruck am Sensor oder elektronisch über eine Teachleitung einstellen. So hat der Anwender einen einfach zu montierenden Sensor, der ohne aufwändige Einstell- und Abgleichschritte schnell in Betrieb genommen werden kann. Funktionsprinzip Das Licht der IR-LED wird über eine Spezialoptik parallel auf einer Breite von 24mm abgestrahlt und fällt auf die gegenüberliegende Reflexionsfolie. Die Folie darf in einem maximalen Abstand von 40mm sein. Als Reflektor kann der Bügel mit aufgeklebter Folie oder nur die selbstklebende Reflexionsfolie benutzt werden. Die Reflexionsfolie reflektiert das Licht zurück zum Sensor, wo es gesammelt und auf eine Diodenzeile abgebildet wird. Befindet sich nun ein Objekt im Lichtfeld, erscheint dies auf der Empfängerzeile als dunkler Fleck. Denn es reflektiert bedeutend weniger Licht als die Reflexionsfolie. Selbst weißes Papier erscheint noch als dunkler Fleck, da der Unterschied zur Reflexionsfolie immer noch dem Faktor >100 entspricht. Glänzende oder spiegelnde Objekte können ebenfalls erkannt werden, wenn der direkte Reflex durch leichtes Abwinkeln des Objektes so abgelenkt wird, dass er nicht auf die Empfangsoptik fällt. Ein im Sensor integrierter Mikrocontroller liest die Dioden-Zeile Pixel für Pixel aus und sucht beim analogen Sensor die Hell-/Dunkel- beziehungsweise die Dunkel-/Hell-Übergänge. Sie entsprechen der äußeren Begrenzung des Objektes. Für das bessere Verständnis wird jeder Hell-/Dunkel- oder Dunkel-/Hell-Übergang eine Kante genannt. Der Sensor speichert die Positionen der so gefundenen Kanten und berechnet am Ende des Auslesezyklus den in der Messart ausgewählten Wert. So kann die Position einer Kante innerhalb dem Messfeld oder auch die Breite des Objektes im Verhältnis zur Messfeldbreite ausgegeben werden. Der digital ermittelte Wert wird über einen D/A-Wandler als Analogwert (4-20mA) ausgegeben. Der analoge Wert wird 1.000mal pro Sekunde aktualisiert. Beim schaltenden Sensor wird die Objektbreite mit dem eingeteachten Wert verglichen und der Ausgang geschaltet, wenn das gemessene Objekt dem Teachwert entspricht oder größer ist. Somit lassen sich Objektsplitter, Staub- oder Dreckpartikel unterdrücken und werden nicht mitgezählt. Um auch kleine schnelle Objekte zu erfassen, beträgt die Ansprechzeit nur 0,25ms. Da aber Steuerungen mit solch kurzen Impulsen oft überfordert sind, wird bei Erkennen eines Objektes ein Puls mit einer Mindestlänge von 10ms ausgegeben. Anwendungen Die folgenden Beispiele zeigen, dass der Sensor trotz der Technik und hoher Präzision in der Anwendung einfach zu bedienen ist und viele Applikationen löst. Der analoge ParCon bietet neben seiner Standardanwendung, dem Steuern von Bahnkanten (Papierbahnen, Stoffbahnen), weitere Lösungsmöglichkeiten. So ist es aufgrund des parallelen Strahlenfeldes möglich, Kanten von Objekten mit einer gewissen Tiefe zu erfassen und so z.B. die Oberkante eines Stapels (Bild 4) zu positionieren. Die Messfrequenz von 1kHz ermöglicht, dass jeweils nach 1ms ein neuer Messwert am Analogausgang zur Verfügung steht. Dadurch wird ein schnelles Nachregeln ermöglicht. Die Auflösung von 0,1mm bedeutet, dass die Position blattgenau ermittelt wird. Ein zweiter Messmodus ermöglicht das Messen von Objektbreiten (Bild 2). Mit einem ersten 5s langen Tastendruck steigt man ein in den Teach-Modus, mit dem zweiten Tastendruck wählt man den Messmodus. Nun wird die Breite des Objektes als Analogwert proportional zur Messfeldbreite ausgegeben (4mA=0mm, 20mA=24mm). Auch hier gilt: Die Objekttiefe und die Objektlage innerhalb des Messfeldes haben keinen Einfluss auf das Messergebnis (liegt innerhalb der Toleranzen). Der schaltende ParCon kann eingesetzt werden, um kleine Teile (Tabletten, Samen, Kunststoffteile) zu zählen (Bild 3). Dabei kann die minimale Objektgröße, die noch erkannt und erfasst werden soll, eingelernt werden (Teach-Mode). So werden kleinere Teile unterdrückt und nicht mitgezählt. Der Sensor ist auch als Drahtbruchkontrolle bis zu Drahtdurchmessern von 0,5mm einsetzbar. Er bietet für Bahnkantensteuerungen, Positionier-, Mess- und Zählaufgaben aufgrund des Konzeptes, seiner Präzision und seiner Geschwindigkeit neue Möglichkeiten. Kasten: Anwendungen – Zählen von Kleinteilen – Auswurfkontrolle bei Stanzmaschinen – Erkennen von Bohrungen/Löchern – Drahtbruch-Kontrolle – Zuführkontrolle bei Handlingsautomaten – Steuern der Kantenposition – Nachführen der Oberkante eines Papierstapels – Objektbreiten messen, vergleichen – Werkzeug-Kontrolle – Drahtführung
Einfach und präzise: Steuern, zählen, positionieren
-
Mehr Speed mit IO-Link: 5 Praxistipps für Ingenieure
Wie Anwender das volle Potenzial smarter Sensoren ausschöpfen
IO-Link hat deutlich mehr zu bieten als die bekannten Vorzüge. Dieser Fachartikel zeigt mit Beispielen aus der Praxis, wie Anwender sämtliche Vorteile der digitalen Schnittstelle nutzen. Das funktioniert…
-
Eplan
Smart Sourcing verbindet Elektrokonstruktion und Beschaffung
Mit Eplan Smart Sourcing stellt Eplan eine neue Software zur intelligenten Verknüpfung von Elektrokonstruktion und Beschaffung vor.
-
Messtechnikzubehör
DataTec erweitert Portfolio um Signalzugriffs- und Verbindungslösungen
DataTec baut sein Angebot im Bereich Messtechnikzubehör aus und vertreibt künftig im DACH-Raum spezialisierte Signalzugriffs- und Verbindungslösungen von Deico.
-
Energieführung für Industrieroboter
Freitragende Energiekette für 600°-Robotikbewegungen
Mit einer neuen freitragenden Variante der Twisterchain präsentiert Igus eine Energieführung für kompakte Industrieroboter mit großen Rotationswinkeln.
-
Philip Harting erneut in engeren ZVEI-Vorstand gewählt
Philip Harting bleibt Teil des engeren Vorstands des ZVEI.
-
Zentrale Überwachung von Profibus- und Profinet-Netzwerken in einer einzigen Anwendung
Monitoringlösung unterstützt jetzt auch Profinet
Mit PlantPerfect Monitor 2.00 erweitert Softing Industrial Automation seine Monitoringlösung um Profinet-Unterstützung.
-
Anzeige
Mehr Speed mit IO-Link: 5 Praxistipps für IngenieureWie Anwender das volle Potenzial smarter Sensoren ausschöpfen
IO-Link hat deutlich mehr zu bieten als die bekannten Vorzüge. Dieser Fachartikel zeigt…
-
Künstliche Intelligenz
KI-Agent unterstützt weltweiten technischen Service
Mit dem KI-Agenten ‚Karl‘ erweitert Neugart sein digitales Serviceangebot um einen weltweit verfügbaren…
-
Produktion in den energieintensiven Industriezweigen um 1,2% gestiegen
Die reale (preisbereinigte) Produktion im Produzierenden Gewerbe ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen…
-
Jedes zwölfte Unternehmen sieht wirtschaftliche Existenz bedroht
8,1% der Unternehmen in Deutschland sehen den eigenen Fortbestand gefährdet.
-
Messgerät
Kalibrator und Präzisionsmultimeter in einem Gerät
Mit der neuen Metracal CM Serie kombiniert Gossen Metrawatt Kalibrator und Präzisionsmultimeter in…
-
Nachgefragt: Wie weit die Industrie bei Umsetzung, Security und Compliance ist – Teil 1
Maschinenverordnung 2027: Die Zeit läuft
Der Countdown läuft: Am 20. Januar 2027 wird die EU-Maschinenverordnung 2023/1230 verbindlich. Doch…
-
Platzsparende Antriebstechnik für die Verpackungsindustrie
Effizient, robust und kompakt
In der Lebensmittel- und Getränkeproduktion ist der Platz meist begrenzt. Daher ist bei…
-
Workshop ebnet produzierenden Unternehmen den Weg zur Smart Factory
KI in der Praxis
Smart Manufacturing verlangt nach konkreten Projekten. Ein Workshop zeigt praxisnahe Wege zur Smart…
-
Bomag standardisiert die Elektrokonstruktion von mobilen Arbeitsmaschinen
Der Kabelbaum als digitaler Zwilling
Kabelbäume zählen zu den aufwendigsten Baugruppen mobiler Maschinen – und entstehen in vielen…
-
Modulare I/O-Systeme werden zur Architektur hinter moderner Produktion
Vom Anschlusspunkt zur Dateninfrastruktur
Industrielle Steuerungssysteme werden nicht mehr durch zentralisierte Logik und starre Architekturen bestimmt, sondern…
-
Führungswechsel bei der OI4 Alliance
Die Open Industry 4.0 Alliance stellt seine Führung um: Ab Juli übernimmt Michael…
-
Integrierte Kompaktantriebe ermöglichen schaltschranklose Maschinen
Es geht auch ohne Einspeisemodul
Dezentrale Servomotoren kommen häufig bei räumlich verteilten Einzelachsen zum Einsatz. Die im Motor…
-
Cobots bringen mehr Effizienz in die EMS-Fertigung
Bestückung neu gedacht
Mit Cobots lassen sich auch komplizierte Prozesse teilautomatisieren, etwa die Bestückung von Leiterplatten…
-
Neue Ansätze und Geschäftsmodelle für zirkuläre Fluidtechnik
Mehr als nur nachhaltig
> Neue Ansätze & Geschäftsmodelle für zirkuläre Fluidtechnik. Bürkert unterstützt Transformationsprozess mit Lösungen…
-
Assistenz für reproduzierbare Fertigungsschritte
Digitale Ordnung statt Papierstapel
Auch wenn viele Produktionen hochautomatisiert sind, spielt sich ein entscheidender Teil der Wertschöpfung…
-
Messevorschau Sensor+Test 2026
Starkes Rahmenprogramm auf dem Branchentreffpunkt
Die Sensor+Test 2026 bietet ein umfassendes Rahmenprogramm mit Fachforen und Kongressen. Besucher erhalten…
-
Sensorbasierte Echtzeitüberwachung des Schmierungszustands
Das Lager wird zum Sensor
Lagerschäden werden mit klassischer Sensortechnologie typischerweise erst in einem bereits fortgeschrittenen Stadium erkannt,…
das könnte sie auch interessieren
-
Für Ex-Bereiche
Magnetfreier IE6-Motor
-
Für Rechenzentren
Direct-to-Chip-Flüssigkühlung
-
Hohe Untersetzungen und Präzision
Kombinationsgetriebe
-
Erfassung analoger Signale
Analoges Mixmodul
















