Dem Trend folgend zeichnen sich leistungsstarke Steuerungslösungen durch verschiedene Anschlussmöglichkeiten aus. Die Steuerungen sind in der Lage, Kommunikation über verschiedene Bussysteme abzuwickeln und dabei im gesamten Netz Durchgängigkeit für den Datenverkehr zu realisieren. Dies ermöglicht dem Anwender, neue Funktionen und Leistungsmerkmale einzuführen, aber auch bestehende Anlagenteile lückenlos einzubinden. Oder bewährte und lieb gewonnene Gerätetechnik, die nicht oder noch nicht Ethernet-fähig ist, weiter zu verwenden und damit unter anderem auch Investitionen zu schützen. Echtzeit-Ethernet-fähige Steuerungen ermöglichen einheitliche Verkabelungsstrukturen in allen Ebenen der Automatisierung. Sie helfen aber auch, sinnvolle und hilfreiche Technologien aus dem IT- bzw. Internetbereich zu übernehmen und somit beispielsweise die Diagnose für den Anwender zu vereinfachen. All dies erfordert von den Controllern höheres Datenaufkommen, um bei sehr kurzen Reaktionszeiten auf Zustandswechsel schnelle Regelungen mit hoher Genauigkeit und geringen Zykluszeiten verarbeiten zu können. Der Ein- oder Umstieg wird durch die Bereitstellung der bekannten Werkzeuge für das Engineering und die Wartung erleichtert. Diese Tools unterstützen neben den bewährten auch die neuen, erweiterten Funktionen. Alle diese Aspekte unterstreichen die Forderung, die Effizienz der Produktionsanlagen stetig zu verbessern. Für diese hochperformanten Anforderungen hat Siemens Automation and Drives drei neue Hochleistungs-Controller der Simatic S7-400-Reihe in zwei Leistungsstufen (414-3 PN/DP und 416-3 PN/DP) mit integrierter Profinet-Schnittstelle entwickelt, sowie für sicherheitsrelevante Anwendungen zusätzlich die CPU 416F-3 PN/DP. Schnelle Kommunikation Bei den drei neuen S7-400-Controllern sind für eine flexible Einbindung in verschiedene Automatisierungsszenarien drei integrierte Bus-Schnittstellen implementiert worden, zweimal Profibus und einmal Profinet. Damit gewährleisten diese neuen Baugruppen den direkten Anschluss zum einen an Profinet, dem auf Industrial Ethernet basierenden Kommunikationsstandard, und zum anderen, wie aus der Vergangenheit gewohnt, an die Welt von Profibus. Die Verwendung des Profinet-Asic Ertec 400 bildet die Basis für leistungsfähige Ethernet-Daten-Kommunikation und ermöglicht durch seine Switch-Funktion bei allen drei Controllern die Bereitstellung von zwei von außen zugänglichen Profinet-Ports. Dadurch lassen sich neben hierarchischen Netztopologien auch Linienstrukturen mit den neuen S7-400-Controllern realisieren. Das reduziert einerseits den Verkabelungsaufwand, andererseits die Installation zusätzlicher Switches. Neben den Kommunikationsdiensten Profinet IO und Profinet CBA unterstützen die CPUs die offenen Transportprotokolle TCP/IP, UDP und ISO on TCP. Dies gewährleistet neben der echtzeitfähigen auch die zeitunkritische, dafür aber meistens datenintensivere Kommunikation über ein- und dieselbe Profinet-Leitung. Und hierbei macht es keinen Unterschied, ob Profinet Port 1, 2, oder gar beide gemeinsam verwendet werden. Die Controller sind somit in der Lage, so genannte Standard-Ethernet-Kommunikation, beispielsweise zu Leitrechnern oder Visualisierungs-Servern, oder deterministische Kommunikation im Feldbereich zu dezentralen Peripheriesystemen auf Basis von Profinet IO zu realisieren. Außerdem liefert die Integration des Asic-Bausteins Ertec 400 in die CPU die hardwareseitige Unterstützung für schnelle Echtzeitreaktionen am Profinet. Auch für die neuen Profinet-Controller bestehen weiterhin die vertrauten Anschlussoptionen für das Profibus-DP-Protokoll. Diese sind an zwei Profibus-Schnittstellen (12 MBit/s) verfügbar, wobei eine als kombinierte Schnittstelle Multi-Point-Interface (MPI)- und DP-Protokolle unterstützt. Die zweite Schnitt-stelle ist optional steckbar und unterstützt ausschließlich die DP-Funktionalität. Dadurch ist sichergestellt, dass auch weiterhin wie gewohnt Profibus-Geräte verwendet werden können. Durch erheblich kürzere Befehlsverarbeitungszeiten und Verwendung effizienterer Kommunikationsmechanismen erreichen diese neuen CPUs eine deutlich verbesserte Gesamt-Performance. Programmierung und Diagnose Die Programmierung der neuen Profinet-CPUs kann wie gewohnt von einem zentralen PC oder Programmiergerät aus u.a. über Industrial Ethernet erfolgen. Als Werkzeug für Projektierung, Engineering und Diagnose steht, ebenfalls wie gewohnt, die Engineering-Software Simatic Step7 zur Verfügung. Der sicherheitsrelevante Programmteil der CPU 416F-3 PN/DP wird mit dem Optionspaket Distributed Safety V5.4 erstellt, das sich nahtlos in die Step7-Umgebung integriert. Für den Anwender ergeben sich also aus seiner Projektier- und Programmiersicht keinerlei Änderungen. Ein Um- oder Einstieg in die Welt von Profinet ist somit einfach zu realisieren. Erweiterte Diagnosemöglichkeiten mit integriertem Web-Server Die Implementierung des Internetprotokolls TCP/IP in die S7-400-Profinet-Controller stellt auf der einen Seite die Basis für den Datenaustausch von der Feldebene bis zur Leitebene dar. Andererseits bietet dieses Protokoll auch die Grundlage bei einem Einsatz im industriellen Umfeld und in vorhandenen Intranet-Strukturen der Betriebe, insbesondere die Web-Mechanismen durchgängig von der Feld- bis zur Leitebene zu nutzen. Erstmalig innerhalb des Produktspektrums der Simatic-Controller ist ein Webserver für den komfortablen, ortsunabhängigen Zugriff auf Diagnosedaten auch aus der Ferne integriert. Mit einem Standard-Web-Browser greifen die Web-Clients auf diese Informationen zu, zum Beispiel von einem Leitrechner oder einem Personal Digital Assistant (PDA). Ein Schreibzugriff auf Daten der Controller über Web-Mechanismen wird aus Gründen der Prozesssicherheit nicht zugelassen. Der Web-Server liefert z.B. Informationen – über den Baugruppenzustand, – über für Ethernetrelevante Daten auf Basis des SNMP-Standards, – aus dem Diagnosepuffer der Baugruppe und – wie Meldungen, die aus den Alarm-Bausteinen generiert werden. Gerade wegen der ständigen Forderung nach zunehmender Produktivität können einfache Diagnose-Möglichkeiten eine Schlüsselrolle spielen und zur Verkürzung von Stillstandszeiten beitragen. Mit dem integrierten Web-Server wird dem Anwender auch ohne Einsatz von Engineering- und Diagnose-Tools die Gelegenheit gegeben, den Anlagenzustand jederzeit und gleichzeitig von mehreren beliebigen Orten zu analysieren. Erleichternd für die Anwender kommt hinzu, dass durch die breite Akzeptanz des Internets der Umgang mit Web-Browsern bereits vertraut ist. Durch die Verwendung von Standard-Tools, die wie der Browser Bestandteil des Betriebssystems sind, wird diese zusätzliche Server-Funktionalität zu einem wahren Benefit für die Anwender und das ohne zusätzliche Kosten. Firmware-Update über das Netz Im Lebenszyklus von Baugruppen ist es gebräuchlich, durch softwareseitige Änderungen die Funktionen zu erweitern oder anzupassen. Der Anwender wird mit dieser neuen Controller-Generation in die vorteilhafte Lage versetzt, Firmware-Updates über das Netz durchzuführen. Dies kann über die drei unterstützten Bussysteme MPI, Profibus DP oder Industrial Ethernet geschehen. Gerade bei weitläufigen Anlagen kann durch diese vereinfachende Funktion der zeitliche Aufwand signifikant minimiert werden. Fazit Der Trend zu Industrial Ethernet wird bei den neuen High-Performance-Controllern mit Profinet konsequent umgesetzt. Neue Kommunikationsmöglichkeiten, gesteigerte Performance und Verbesserungen in der Usability sind für die neue Controller-Generation im Simatic-Spektrum folgerichtig realisiert worden. Die neuen Steuerungen sind âuf Hersteller Siemens somit bestens prädestiniert für aktuelle Anforderungen in performanten Anlagen der Fertigungs- und Prozessautomatisierung. Kasten: Simatic S7-400 mit Profinet-Funktionalität – Vorteile im Überblick: – Drei integrierte Schnittstellen: Profibus DP/MPI, Profibus DP (jeweils volle 12MBit/s) und 2 Ports Profinet (100MBit/s) – Profinet-Schnittstelle mit 2 Ports (Switch) – Profinet I/O, 256 IO-Devices anschließbar – Profinet CBA – Leistungsfähiger Speicher; 2,8MB bei CPU 414-3 PN/DP und jeweils 11,2MB bei CPU 416-3 PN/DP und CPU 416-3F PN/DP – Um Faktor 2 verbesserte Kommunikationsgeschwindigkeit – Gesteigerte interne Befehlsverarbeitung um 25% – Unterstützt offene Kommunikationsprotokolle TCP/IP, ISO on TCP, UDP Integrierter ASIC-Baustein Ertec 400 für hardwareseitig unterstützte, schnelle Echtzeitreaktionen am Profinet – Integrierter Web-Server für Diagnose ohne Software-Tools – Auch für fehlersichere Anwendungen verfügbar – Firmware-Update über Netze – Uhrzeitsynchronisation über Ethernet (NTP) – Unterstützung von Simple Network Management Protocol (SNMP), standardisiertes Protokoll zum Transport von Netzwerkmanagement Informationen – Factory Reset – Auslesen der Seriennummer der Memorycards als Programmkopierschutz – Systemfunktion zur Auslastungserfassung der CPU
Profinet-Controller für High-End-Bereich Drei neue Controller mit Profinet und Profibus \“onboard\“
-
Spürbarer Dämpfer in den Bestellungen
Maschinenbau-Auftragseingang im Februar
Der Auftragseingang im Maschinenbau ist im Februar abermals gesunken und die Stimmung der Unternehmen trübt sich ein.
-
Für die DACH-Region
Schneider Electric: Neuer Vice President Secure Power
Schneider Electric hat Marco Geiser zum neuen Vice President Secure Power DACH ernannt.
-
Yaskawa strukturiert Führungsspitze in Europa um
Yaskawa hat eine Neustrukturierung der Geschäftsführung in seiner europäischen Zentrale vorgenommen.
-
ABB Robotics ernennt neuen Cluster-Manager für DACH-Region
ABB Robotics hat Marc-Oliver Nandy zum Cluster-Manager für die DACH-Region ernannt.
-
Für sichere Maschinennetzwerke
Industrial Security-Gateway und Maschinenfirewall
Sichere Maschinennetzwerke werden mit den aktuellen Vorgaben der Europäischen Maschinenverordnung und der IEC62443 für jeden Pflicht, der Maschinen in Verkehr bringt.
-
Für datenintensive Industrieumgebungen
1HE-Rack-PC
Für PXI-Testsysteme, Echtzeitanwendungen und die Industrieautomation sind hohe Datenraten, geringe Latenzen und flexible…
-
Mit integrierter Sicherheitstechnik
MDR-Controller für die Intralogistik
Die IP54-geschützten MDR-Controller EP741x von Beckhoff sind je nach Bedarf mit und ohne…
-
Lebensmittelkonformer Oberflächenschutz
Aluminium-Antriebe
Mit NXD Tuph von Nord Drivesystems können Anwender auch in hygienesensiblen Applikationen von…
-
Seit März
Hannover Messe erhält eigenen Geschäftsbereich
Zum 1. März hat die Deutsche Messe einen eigenständigen Geschäftsbereich eingerichtet, der sich…
-
Ifo-Konjunkturumfrage
Unternehmen planen mit höheren Preisen
Deutlich mehr Unternehmen in Deutschland planen mit höheren Preisen.
-
Ann Fairchild neue CEO
Siemens USA unter neuer Leitung
Siemens hat Ann Fairchild zur neuen Geschäftsführerin von Siemens USA ernannt.
-
IO-Link Safety: Sicherheit vernetzt im Feld
Die Automation ändert sich rasant – sicherheitstechnische Anforderungen ebenso. Mit IO-Link Safety entsteht…
-
IFR stellt Preisträgerinnen vor
Women in Robotics 2026
Um Frauen in der Robotikbranche mehr Sichtbarkeit und Anerkennung zu verschaffen, hat die…
-
Gemeinsam zum vollständig integrierten Automatisierungs-Stack
Salz Automation und Tele vereinbaren Partnerschaft
Salz Automation und Tele Haase Steuergeräte gehen in ihrer Partnerschaft einen entscheidenden Schritt…
-
3D-Druck
Harting eröffnet Zentrum für 3D-Druck
Harting hat in seinem Werk Rahden ein „Center of Competence Additive Manufacturing“ eröffnet.
-
Mikko Soirola
Neuer CEO für Elisa Industriq
Mikko Soirola startet als neuer CEO bei Elisa Industriq.
-
Drehkreuz in Südamerika
Wika eröffnet neues Werk in Brasilien
Wika hat Mitte März ein neues Werk am Standort Boituva in Brasilien eröffnet.
-
Feldbuskoppler
Feldbus und Anzeige konsequent integriert
In Profinet-basierten Anlagen übernimmt das PN220 von Motrona die Funktion eines Feldbuskopplers und…
-
Dank Binnenmarkt
Deutsche Elektroexporte mit Plus auch zum Jahresbeginn
Auch zum Beginn des Jahres 2026 verzeichnete die deutsche Elektroindustrie ein Exportplus: Im…
-
93% verlagern KI zunehmend auf lokale Server
In den letzten zwei Jahren haben 93% befragter Unternehmen einige KI-Workloads zurück auf…
-
Erster Bauabschnitt eingeweiht
Neues Werk in Mexiko für Phoenix Contact
Phoenix Contact hat sein Produktionsnetzwerk auf dem amerikanischen Kontinent ausgebaut. In einem ersten…
-
Festo, Schaeffler und Ziehl-Abegg
Nominierte für Hermes Award stehen fest
Eine unabhängige Jury hat unter den zahlreichen Einreichungen drei Unternehmen für den Hermes…
-
Professor Dr. Jörn Müller-Quade
Wibu-Systems beruft Kryptografie-Experten in Aufsichtsrat
Wibu-Systems hat Professor Dr. Jörn Müller-Quade in den Aufsichtsrat berufen.
das könnte sie auch interessieren
-
Neue Bremssättel für Scheibenbremsen
Elektromagnetische Lüftung für hohe Stundenliestung
-
Scada-Plattform Atvise mit Updates
Mehr Sicherheit und Kompatibilität für Scada-Systeme
-
Beckhoff verbindet Sprachmodelle mit Echtzeitsteuerung
Physical AI: Wenn KI direkt Maschinen steuert“
-
Vorschau Hannover Messe 2026
KI als produktive Kraft in der Fabrik
















