Die strikte Konzentration auf fünf Divisions kostete ABB in den letzten Jahren auch in Österreich einiges an \’Substanz\‘ – darunter beispielsweise die rund 700 Mitarbeiter starke Gebäudetechnik. Mittlerweile befindet sich das Unternehmen aber längst wieder auf einem kontinuierlichen Wachstumskurs wie Generaldirektor Rudolf Petsche auf der Smart Automation bekannt gab: \“Wir stehen derzeit bei rund 150Mio. Euro Umsatz, wollen aber schon bald auf 200 erhöhen.\“ Wie? Auf diese Frage nennt der ABB-Generaldirektor zwei große Chancen: \“Wir haben seit Allerheiligen letzten Jahres die Zuständigkeit am Hydro Power-Sektor für mehr als 20 Länder und das Global Application Center for Mechanical Finishing sitzt ebenfalls in Österreich.\“ Vom jüngsten Spross der Roboter-Sparte – der so genannten Force Control – erwartet man sich im Hause ABB besonders nette Zuwächse. Bisher fungierte der Roboter oftmals als Mittelding zwischen CNC-Bearbeitung und Mensch. Im Vergleich zu ersterer haperte es bei der Genauigkeit, im Vergleich zu zweiterem bei der Flexibilität. Force Control soll diese Lücken schließen. \“FC Pressure bietet die Möglichkeit, dass man zwischen Werkzeug und Werkstück eine parametrierbare Kraft definiert. Der Roboter hält diese Kraft dann immer konstant. Das Resultat sind absolut tolle Oberflächengenauigkeiten\“, schwärmt Rainer Krappinger von ABB Robotics. FC SpeedChange, eine weitere Funktionalität von Force Control, hält durch die Änderung der Robotergeschwindigkeit einen konstanten Bearbeitungsdruck des Roboters bei. Das Volumen verdreifachen will ABB in Slowenien: Und zwar bis 2010 und mit Österreichs Unterstützung. \“Franz Chalupecky und ich waren bisher schon Beiräte in Slowenien und im vergangenen Jahr ist im Konzern die Idee entstanden, ein paar Länder zusammenzufassen, um Synergien zu realisieren. Wir wollen nun das komplette ABB-Portfolio in Slowenien vertreiben, was bisher nicht geschah, und infolgedessen mit unserer Expertise und unserem Know-how zusätzliche Marktanteile gewinnen\“, verrät Rudolf Petsche, wo er weitere 40Mio. lukrieren will. Weitere Zuwächse wird man wohl in der Antriebstechnik generieren: Vor kurzem kehrte man nämlich auch in Österreich nach etlichen Jahren der Abstinenz zum Servo-Geschäft zurück. \“Das heißt, es werden wieder Neukunden akquiriert und nicht nur bei Bedarf ersatzweise Servos ausgeliefert\“, freut sich Paul Dworschak von ABB Drives. Mit diesen Produkten will er vor allem im Werkzeugmaschinenbereich punkten. Ein Marktsegment, das laut Dworschak ähnlich groß ist wie der traditionelle Antriebstechnikmarkt.
ABB legt wieder kräftig zu
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