Der Alltag in vielen Unternehmen ist durch ineffektive Korrekturmaßnahmen, Nach- und Doppelarbeit geprägt, weil die Kontrolle von Änderungsprozessen nicht gelingt. Das Institute of Configuration Management in Phoenix, Arizona, hat festgestellt, dass diesem zusätzlichen Aufwand 40 bis 60% des Gesamtumsatzes eines Unternehmens zum Opfer fallen. Für Guido Weischedel, Geschäftsführer der Gesellschaft für Konfigurationsmanagement (GfKM) in Stuttgart, resultiert dieser Zustand aus mangelnder Transparenz: \“Das Top-Management registriert zwar die schrumpfenden Margen, kann aber meist nicht zu den Ursachen des Problems vordringen.\“ In der Praxis neigen die Entwicklungs- und Produktionsabteilungen dazu, diese Umsatzeinbußen nur als eine Vielzahl von Einzelfehlern zu betrachten und Guido Weischedel gewinnt gelegentlich den Eindruck, \“dass selbst das Top-Management gar nicht so sehr an einer exakten Aufklärung interessiert ist.\“ Schon die Eingangsinformationen des Lastenhefts sind oft falsch, lückenhaft oder unterschiedlich interpretierbar. So kann die Konstruktion nach der Erstellung des Pflichtenhefts gar nicht wissen, ob sie beim Prototyp auch alle Forderungen umgesetzt hat. \“Das zeigt sich meist erst bei der Endabnahme\“, berichtet Thomas Schwartz, ebenfalls Geschäftsführer der GfKM. Es folgen also neue Pflichtenhefte, Nacharbeiten und der Streit, welche Änderungen denn nun kostenpflichtig sind und welche nicht. Thomas Schwartz: \“Solche umfangreichen Dokumente werden erfahrungsgemäß kaum vollständig gelesen, geschweige denn anforderungsgerecht umgesetzt. Die Aktualisierung dieser dicken Kataloge bleibt ebenfalls schwierig und wird oft nicht nachgehalten.\“ Nacharbeit kann auch entstehen, wenn die Erstellung der Dokumente den Produkten hinterherhinkt, das heißt wenn die Produkte die führende Rolle übernehmen. Die Mitarbeiter hoffen zwar, die Dokumentation am Ende eines Projektes vervollständigen zu können, aber meist drängt dann schon der nächste Auftrag. Dadurch wird weder der aktuelle \’As-built\‘-Zustand eines Produktes exakt erfasst noch die Konfiguration sauber dokumentiert, das heißt die hierarchischen Abhängigkeiten der einzelnen Module und ihre Auswirkungen auf andere Prozesse und Unternehmensbereiche. Produkte folgen Dokumenten Dokumente sind aber nicht nur unvollständig, sondern oft auch schlecht, beziehungsweise individuell strukturiert. \“All dies rächt sich bei der nächsten Änderung\“, so Guido Weischedel, \“dann sind weder der Aufwand noch die Kosten einer Maßnahme überschaubar, so dass eine eigentlich innovative Produktänderung einen ganzen \’Rattenschwanz\‘ an unvorhergesehenen Problemen auslöst.\“ Autobesitzern zeigt sich dieses Debakel bei einer Rückrufaktion, die aber immer nur die Spitze dieses Eisberges aus Fehldispositionen, Stillstandszeiten und Überstunden darstellt. Zur Abhilfe wurde die CMII-Methode zur gleichzeitigen Strukturierung von Produkten und Informationen entwickelt. Sie stammt aus der amerikanischen Luftfahrtindustrie und erhielt den Namen \’CMII\‘, weil sie als Konfigurationsmanagement der zweiten Generation verstanden wird. Das Institute of Configuration Management entwickelt die Methode für den allgemeinen Einsatz kontinuierlich weiter. Beim CMII-Modell handelt es sich um einen Software-unabhängigen Standard, unter dem sich Personen und auch Unternehmen zertifizieren lassen können, um so die Qualität ihrer Produkte und Dienstleistungen zu dokumentieren. Ganz allgemein heißt das Motto für CMII: \“Dokumente führen – Produkte (Items) folgen\“. Die Dokumentation eines Bauteils oder Softwaremoduls muss also immer zuerst vollständig erstellt, geprüft und freigegeben werden, und erst dann darf z.B. beschafft, gefertigt oder montiert werden. CMII erzwingt also eine Vordokumentation – dadurch wird jedes Dokument zu einer klaren Anforderung. Konsequenterweise beginnt dies bei der Umsetzung des Lastenhefts, das zusammen mit dazugehörenden Normen systematisch in Einzelanforderungen, sogenannte Requirements, zergliedert wird. Diese einfacher zu ändernden und zu prüfenden kleinen Einheiten werden dann in die sogenannte Design-Basis überführt. Physische Item-Hierarchie
Änderungsprozesse mit CMII im Griff: Nacharbeit ist vermeidbar
-
Spürbarer Dämpfer in den Bestellungen
Maschinenbau-Auftragseingang im Februar
Der Auftragseingang im Maschinenbau ist im Februar abermals gesunken und die Stimmung der Unternehmen trübt sich ein.
-
Für die DACH-Region
Schneider Electric: Neuer Vice President Secure Power
Schneider Electric hat Marco Geiser zum neuen Vice President Secure Power DACH ernannt.
-
Yaskawa strukturiert Führungsspitze in Europa um
Yaskawa hat eine Neustrukturierung der Geschäftsführung in seiner europäischen Zentrale vorgenommen.
-
ABB Robotics ernennt neuen Cluster-Manager für DACH-Region
ABB Robotics hat Marc-Oliver Nandy zum Cluster-Manager für die DACH-Region ernannt.
-
Für sichere Maschinennetzwerke
Industrial Security-Gateway und Maschinenfirewall
Sichere Maschinennetzwerke werden mit den aktuellen Vorgaben der Europäischen Maschinenverordnung und der IEC62443 für jeden Pflicht, der Maschinen in Verkehr bringt.
-
Für datenintensive Industrieumgebungen
1HE-Rack-PC
Für PXI-Testsysteme, Echtzeitanwendungen und die Industrieautomation sind hohe Datenraten, geringe Latenzen und flexible…
-
Mit integrierter Sicherheitstechnik
MDR-Controller für die Intralogistik
Die IP54-geschützten MDR-Controller EP741x von Beckhoff sind je nach Bedarf mit und ohne…
-
Lebensmittelkonformer Oberflächenschutz
Aluminium-Antriebe
Mit NXD Tuph von Nord Drivesystems können Anwender auch in hygienesensiblen Applikationen von…
-
Seit März
Hannover Messe erhält eigenen Geschäftsbereich
Zum 1. März hat die Deutsche Messe einen eigenständigen Geschäftsbereich eingerichtet, der sich…
-
Ifo-Konjunkturumfrage
Unternehmen planen mit höheren Preisen
Deutlich mehr Unternehmen in Deutschland planen mit höheren Preisen.
-
Ann Fairchild neue CEO
Siemens USA unter neuer Leitung
Siemens hat Ann Fairchild zur neuen Geschäftsführerin von Siemens USA ernannt.
-
IO-Link Safety: Sicherheit vernetzt im Feld
Die Automation ändert sich rasant – sicherheitstechnische Anforderungen ebenso. Mit IO-Link Safety entsteht…
-
IFR stellt Preisträgerinnen vor
Women in Robotics 2026
Um Frauen in der Robotikbranche mehr Sichtbarkeit und Anerkennung zu verschaffen, hat die…
-
Gemeinsam zum vollständig integrierten Automatisierungs-Stack
Salz Automation und Tele vereinbaren Partnerschaft
Salz Automation und Tele Haase Steuergeräte gehen in ihrer Partnerschaft einen entscheidenden Schritt…
-
3D-Druck
Harting eröffnet Zentrum für 3D-Druck
Harting hat in seinem Werk Rahden ein „Center of Competence Additive Manufacturing“ eröffnet.
-
Mikko Soirola
Neuer CEO für Elisa Industriq
Mikko Soirola startet als neuer CEO bei Elisa Industriq.
-
Drehkreuz in Südamerika
Wika eröffnet neues Werk in Brasilien
Wika hat Mitte März ein neues Werk am Standort Boituva in Brasilien eröffnet.
-
Feldbuskoppler
Feldbus und Anzeige konsequent integriert
In Profinet-basierten Anlagen übernimmt das PN220 von Motrona die Funktion eines Feldbuskopplers und…
-
Dank Binnenmarkt
Deutsche Elektroexporte mit Plus auch zum Jahresbeginn
Auch zum Beginn des Jahres 2026 verzeichnete die deutsche Elektroindustrie ein Exportplus: Im…
-
93% verlagern KI zunehmend auf lokale Server
In den letzten zwei Jahren haben 93% befragter Unternehmen einige KI-Workloads zurück auf…
-
Erster Bauabschnitt eingeweiht
Neues Werk in Mexiko für Phoenix Contact
Phoenix Contact hat sein Produktionsnetzwerk auf dem amerikanischen Kontinent ausgebaut. In einem ersten…
-
Festo, Schaeffler und Ziehl-Abegg
Nominierte für Hermes Award stehen fest
Eine unabhängige Jury hat unter den zahlreichen Einreichungen drei Unternehmen für den Hermes…
-
Professor Dr. Jörn Müller-Quade
Wibu-Systems beruft Kryptografie-Experten in Aufsichtsrat
Wibu-Systems hat Professor Dr. Jörn Müller-Quade in den Aufsichtsrat berufen.
das könnte sie auch interessieren
-
Neue Bremssättel für Scheibenbremsen
Elektromagnetische Lüftung für hohe Stundenliestung
-
Scada-Plattform Atvise mit Updates
Mehr Sicherheit und Kompatibilität für Scada-Systeme
-
Beckhoff verbindet Sprachmodelle mit Echtzeitsteuerung
Physical AI: Wenn KI direkt Maschinen steuert“
-
Vorschau Hannover Messe 2026
KI als produktive Kraft in der Fabrik
















