Alternative Mobilität in Deutschland und China

Die massiven Verkehrs- und Umweltprobleme in den urbanen Regionen der Schwellenländer werden die Mobilität dort rapide verändern. Dies zeigt die aktuelle Studie \’Alternative Mobilitätskonzepte: Deutschland und China im Vergleich\’ der internationalen Managementberatung Bain & Company. Hierzu wurden Fahrzeugbesitzer und potenzielle Autokäufer in Deutschland und China zu ihren Vorstellungen und Bedürfnissen hinsichtlich ihrer künftigen Mobilität befragt. Laut der Studie sind in Deutschland alternative Mobilitätskonzepte bereits etabliert, stecken in China jedoch noch in den Kinderschuhen. So können sich 6% der deutschen und 11% der chinesischen Autobesitzer vorstellen, auf ein eigenes Auto zu verzichten. Mehr als die Hälfte aller Befragten möchte für die städtische Mobilität in den nächsten drei Jahren intensiv öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Knapp 40% wollen außerdem auf Carsharing-Angebote zurückgreifen.Weltweit gewinnen alternative Mobilitätsangebote wie Carsharing, Vermietung und integrierte Mobilitätsplattformen an Bedeutung. In China investieren die Internetriesen Alibaba und Tencent 2Mrd.US$ in ein System zur Bestellung von Taxis und zur Vereinbarung von Mitfahrgelegenheiten. In Deutschland ist vor allem Carsharing auf dem Vormarsch: In den letzten fünf Jahren wuchs die Zahl der Carsharing-Fahrzeuge pro Jahr um durchschnittlich 28% auf heute 9.000. In China indes gibt es bislang kaum Carsharing.