Heute ist die vollständige Kapselung von Werkzeugmaschinen wie Fräs-, Dreh- oder Schleifmaschinen, Stanzen und Pressen gängiger Standard. Sie dient der Prozessoptimierung sowie der Sicherheit des Bedienpersonals. Ähnliches gilt auch für andere Maschinen, bei denen eine Absicherung durch Lichtschranken, Schutzgitter, -zäune oder vergleichbare Vorrichtungen nicht ausreicht. Teil jeder Einhausung ist stets eine Maschinenschutztür. Jede Inbetriebnahme, Einrichtung und Messung, jeder Werkzeug- oder Werkstückwechsel und jede Wartung erfordert ein Öffnen dieser Tür. Personen, die zu diesen Zwecken bei offener Schutztür in die Maschine greifen oder darin arbeiten, müssen vor Verletzungen durch die Maschine bewahrt werden. Hierzu sind durch den Hersteller entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, wie beispielsweise Drehzahl- oder Geschwindigkeitsbegrenzung, Schutz- und Trennbleche usw., sowie eine Unterweisung über die Gefahren. Doch das Maschinenpersonal ist in der Regel sehr \’kreativ\‘: Teile werden entfernt, um schneller an die Maschine heranzukommen, oder der Türkontakt wird überbrückt und die Tür bleibt offen. Daher müssen eine Manipulation erschwert und gefährliche Anlagen wie Stanzen mit mehreren redundanten Sicherheitseinrichtungen versehen werden, die unabhängig voneinander arbeiten. Doch nicht nur von der Maschine selbst, auch von automatisch betätigten Maschinenschutztüren gehen Gefahren aus. Wenn eine Person zwischen Tür und Maschine eingeklemmt wird, kann es im glimpflichsten Fall zu Quetschungen und Prellungen, im schlimmsten Fall zu Knochenbrüchen oder zum Tod kommen. Der Einsatz eines entsprechenden Türantriebssystems kann diese Gefahren jedoch eliminieren. Dabei muss jedoch die gesamte oder teilweise Übernahme der Schutzfunktion durch den Türantrieb detailiert mit dem Hersteller der Maschine geklärt und speziell auf die jeweilige Anlage abgestimmt werden. Komplexe Maschinenrichtlinie 2006/42/EG Die neue europäische Maschinenrichtlinie 2006/42/EG und weitere untergeordnete Normen verdeutlichen die Wichtigkeit des Themas Sicherheit und das Risikobewusstsein bei Anwendern. Die Richtlinie hält sich bei Normvorgaben und -verweisen an die internationale Struktur der Normenreihe (Bild 1). Dennoch oder gerade deswegen stellen die komplizierte Struktur und Vernetzung der Normen untereinander viele Maschinenhersteller vor große Herausforderungen. Dann ist es hilfreich, wenn sich die Anwender auf Komponentenlieferanten verlassen können, die sie mit einfach zu implementierenden Lösungen bei der Erfüllung der Richtlinie unterstützen. Besonders, da im Hinblick auf das Auslaufen der Verlängerungsfrist für die alte EN954-1 (parallel zur neuen EN ISO13849-1) seit dem 31.12.2011 dringender Handlungsbedarf besteht. Komplettlösung für Maschinenschutztüren Die Grundsätze der Richtlinie und die erläuterte Bewertung nach EN ISO13849-1 gelten auch für sogenannte \’unvollständige Maschinen\‘, wie beispielsweise für Antriebe von Maschinenschutztüren. Aus diesem Grund entwickelte Siei-Areg einen Türantrieb, der sämtliche Forderungen der Maschinenrichtlinie erfüllt. Das Komplettpaket für Maschinenschutztüren besteht aus dem integrierten Antriebssystem KFM05a, einem Getriebe sowie einem vollständigen Zubehörsatz. Der KFM05a vereint Asynchronmotor, Frequenzumrichter und Netzfilter sowie Drehzahl- und Positioniergeber, Sicherheitsrelais, Bremse, Getriebe, Feldbus und Software in einem kompakten Gehäuse. Die komplette Einheit ist kleiner als ein durchschnittlicher Schuhkarton. Das spart Platz an der Maschine und im Schaltschrank, minimiert den Verkabelungsaufwand und erleichtert die Integration in bestehende Applikationen. Der Zubehörsatz zum Nachrüsten bestehender Maschinentüren umfasst Zahnriemen, Umlenkzahnriemenscheibe und sämtliche erforderliche Kleinteile sowie eine spezielle Firmware, die alle notwendigen Sicherheitsfunktionen realisiert. Zudem können mit nur einem Antriebssystem sowohl Einzel- als auch Doppeltüren bewegt werden. Software garantiert Sicherheit In puncto Sicherheit spielt die Antriebssoftware die Hauptrolle. Über einen Sensor auf der Motorwelle erhält die Software die Bewegungsinformationen und erkennt daran, ob der KFM05a festgehalten bzw. blockiert wird. Die Software kann zum Öffnen das volle Drehmoment des Antriebs freigeben (kurze Öffnungszeit), begrenzt es jedoch beim Schließen zur Sicherheit auf 150N. Damit die Bewegungsenergie des Türblattes dabei nicht zu groß wird, errechnet die Software aus der zuvor einprogrammierten Masse der Tür die maximale Geschwindigkeit. Neben der Steuerung von Blockadereaktionen erzeugt sie das Drehfeld und die Spannung für den Motor und regelt die I/O-Logik sowie den Datenaustausch. Ohne dieses Programm wäre ein sicherer Türantrieb nicht denkbar. Neben der Software sorgen eine modifizierte Schaltung sowie eine umfassende, nach den Regeln der Richtlinie 2006/42/EG erstellte Dokumentation dafür, dass alle Vorgaben der neuen Vorschrift eingehalten werden. Der Kunde baut den Antrieb ein, schließt und steuert ihn an und braucht sich danach nicht mehr darum zu kümmern. Die Inbetriebnahme erfolgt mithilfe einer PC-Software oder über ein Bedienterminal und ein Programm zur selbständigen Optimierung. Dieses sorgt dafür, dass der Antrieb die Türbreite automatisch erkennt und seine Kräfte eigenständig erlernt. Die Tür lässt sich nicht so leicht manipulieren, wie ein Türkontakt. Auch das ist ein Vorteil im Hinblick auf die Sicherheit. Der KFM05a ist nicht nur in der Lage, die Energie der Türbewegung und die maximale Kraft (150N) zu begrenzen, sondern erkennt auch Hindernisse auf dem Weg. Diese merkt er sich, fährt beim nächsten Schließvorgang bis an das Hindernis heran und prüft automatisch, ob es noch vorhanden ist. Damit erreicht der KFM05a die Sicherheitsfunktionen STO, SS1, SS2, SOS und SBC nach DIN EN61800-5-2 und einen Sicherheitslevel bis zur Kategorie 3 PLd.
Anbauen, anschließen, ansteuern – und vergessen
-
Für datenintensive Industrieumgebungen
1HE-Rack-PC
Für PXI-Testsysteme, Echtzeitanwendungen und die Industrieautomation sind hohe Datenraten, geringe Latenzen und flexible Erweiterbarkeit entscheidend.
-
Spürbarer Dämpfer in den Bestellungen
Maschinenbau-Auftragseingang im Februar
Der Auftragseingang im Maschinenbau ist im Februar abermals gesunken und die Stimmung der Unternehmen trübt sich ein.
-
Für die DACH-Region
Schneider Electric: Neuer Vice President Secure Power
Schneider Electric hat Marco Geiser zum neuen Vice President Secure Power DACH ernannt.
-
Yaskawa strukturiert Führungsspitze in Europa um
Yaskawa hat eine Neustrukturierung der Geschäftsführung in seiner europäischen Zentrale vorgenommen.
-
Mit integrierter Sicherheitstechnik
MDR-Controller für die Intralogistik
Die IP54-geschützten MDR-Controller EP741x von Beckhoff sind je nach Bedarf mit und ohne…
-
Lebensmittelkonformer Oberflächenschutz
Aluminium-Antriebe
Mit NXD Tuph von Nord Drivesystems können Anwender auch in hygienesensiblen Applikationen von…
-
Ann Fairchild neue CEO
Siemens USA unter neuer Leitung
Siemens hat Ann Fairchild zur neuen Geschäftsführerin von Siemens USA ernannt.
-
IO-Link Safety: Sicherheit vernetzt im Feld
Die Automation ändert sich rasant – sicherheitstechnische Anforderungen ebenso. Mit IO-Link Safety entsteht…
-
Drehkreuz in Südamerika
Wika eröffnet neues Werk in Brasilien
Wika hat Mitte März ein neues Werk am Standort Boituva in Brasilien eröffnet.
-
Feldbuskoppler
Feldbus und Anzeige konsequent integriert
In Profinet-basierten Anlagen übernimmt das PN220 von Motrona die Funktion eines Feldbuskopplers und…
-
Seit März
Hannover Messe erhält eigenen Geschäftsbereich
Zum 1. März hat die Deutsche Messe einen eigenständigen Geschäftsbereich eingerichtet, der sich…
-
Ifo-Konjunkturumfrage
Unternehmen planen mit höheren Preisen
Deutlich mehr Unternehmen in Deutschland planen mit höheren Preisen.
-
Festo, Schaeffler und Ziehl-Abegg
Nominierte für Hermes Award stehen fest
Eine unabhängige Jury hat unter den zahlreichen Einreichungen drei Unternehmen für den Hermes…
-
Professor Dr. Jörn Müller-Quade
Wibu-Systems beruft Kryptografie-Experten in Aufsichtsrat
Wibu-Systems hat Professor Dr. Jörn Müller-Quade in den Aufsichtsrat berufen.
-
IFR stellt Preisträgerinnen vor
Women in Robotics 2026
Um Frauen in der Robotikbranche mehr Sichtbarkeit und Anerkennung zu verschaffen, hat die…
-
Gemeinsam zum vollständig integrierten Automatisierungs-Stack
Salz Automation und Tele vereinbaren Partnerschaft
Salz Automation und Tele Haase Steuergeräte gehen in ihrer Partnerschaft einen entscheidenden Schritt…
-
3D-Druck
Harting eröffnet Zentrum für 3D-Druck
Harting hat in seinem Werk Rahden ein „Center of Competence Additive Manufacturing“ eröffnet.
-
Mikko Soirola
Neuer CEO für Elisa Industriq
Mikko Soirola startet als neuer CEO bei Elisa Industriq.
-
Klaus Conrad – Unternehmer, Visionär, Möglichmacher
90 Jahre Pioniergeist
Mit 18 Jahren tritt er ins Familienunternehmen ein, mit 40 übernimmt er die…
-
Miniatur-Sensoren realisieren hohe Reichweiten
So weit, so klein
Mit hoher Reichweite, kompaktem Design und optionaler IO-Link-Anbindung eignen sich die Sensoren der…
-
Dank Binnenmarkt
Deutsche Elektroexporte mit Plus auch zum Jahresbeginn
Auch zum Beginn des Jahres 2026 verzeichnete die deutsche Elektroindustrie ein Exportplus: Im…
-
93% verlagern KI zunehmend auf lokale Server
In den letzten zwei Jahren haben 93% befragter Unternehmen einige KI-Workloads zurück auf…
-
Erster Bauabschnitt eingeweiht
Neues Werk in Mexiko für Phoenix Contact
Phoenix Contact hat sein Produktionsnetzwerk auf dem amerikanischen Kontinent ausgebaut. In einem ersten…
das könnte sie auch interessieren
-
Mobile Cobot-Lösung erhöht die Produktivität in der CNC-Fertigung
Für wechselnde Losgrößen und große Produktvielfalt geeignet
-
Die Myzel Lifecycle Platform vernetzt Menschen, Maschinen und Daten
Wenn Sicherheit Wurzeln schlägt
-
Neue Bremssättel für Scheibenbremsen
Elektromagnetische Lüftung für hohe Stundenliestung
-
Scada-Plattform Atvise mit Updates
Mehr Sicherheit und Kompatibilität für Scada-Systeme
















