Aufbruchstimmung in der Prozessindustrie spürbar

Mehr als 173.000 Besucher vermittelten auf der 29. Achema in Frankfurt ein Gefühl von Aufbruchstimmung. \“Aussteller und Besucher haben Präsenz gezeigt und damit ein Signal über die Achema hinaus gesetzt: Unsere Branchen wollen anpacken und die Krise hinter sich lassen\“, sagte Prof. Dr. Gerhard Kreysa, Geschäftsführer der Dechema e.V. Auch die Qualität der Gespräche und Kontakte wurde von den Ausstellern gelobt – von Krisenstimmung sei an den Ständen und in den Hallen wenig zu spüren gewesen: \“Es warten alle darauf, dass jemand den Startknopf drückt und es wieder losgeht\“, beschrieb ein Aussteller die Grundstimmung. Erfahrungsgemäß mündet etwa die Hälfte der Kontakte auf der Achema in eine weitere Zusammenarbeit. Das wichtigste Thema in diesem Jahr war die Prozesseffizienz, also der sparsame Einsatz von Energie und Rohstoffen. Aber auch biotechnologische Verfahren und der Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen bildeten einen Schwerpunkt. Viele Aussteller zeigten neue Komponenten für die Mikroverfahrenstechnik, während im Kongress die Nanotechnologie und die ionischen Flüssigkeiten breiten Raum einnahmen. Bei den Ausstellern stellte Deutschland mit 2.010 Unternehmen das stärkste Kontingent, gefolgt von Italien (300 Aussteller), Großbritannien (202), der Schweiz (161), den USA (156) und Frankreich (124). Die größte Ausstellungsgruppe war der Bereich Pumpen, Kompressoren und Armaturen (960 Aussteller). Es folgten die Labor- und Analysentechnik (659 Aussteller), die thermischen (437 Aussteller) und die mechanischen (404 Aussteller) Verfahren sowie der Anlagenbau (343 Aussteller). Der Achema-Kongress war ebenfalls gut besucht: Die über 900 Vorträge lockten Wissenschaftler und Entwickler in die Vortragssäle, wo sie neue Forschungsergebnisse diskutieren konnten, die in naher Zukunft in die Anwendung überführt werden. In vier Plenarvorträgen und vier Podiumsdiskussionen wurden aktuelle Themen von allgemeiner Bedeutung behandelt. Die wichtigsten Ergebnisse der Podiumsdiskussion \’Diagnose von Feldgeräten\‘, die von SPS-MAGAZIN-Chefredakteur Kai Binder moderiert wurde, stellen wir Ihnen im SPS-MAGAZIN 7/2009 vor. Wir haben die diesjährige Achema mit einer eigenen Zeitschrift, dem SPS-MAGAZIN Achema begleitet. Auf 50 Seiten dreht sich alles rund um die 29. Achema, ihre Aussteller sowie neue Produkte und Anwendungsbeispiele. Restexemplare können direkt beim Verlag unter Tel. 06421/3086-31 bezogen werden. (afs)