Prozesse auf dem Prüfstand
Seit einiger Zeit ist der Maschinenbauer damit beschäftigt, seine bestehenden Prozesse auf den Prüfstand zu stellen, neu zu definieren und zu verbessern. Dass mit Pro.File und der PLM-Ergänzung Pro.Ceed dafür eine passende lösung bereitsteht, kommt Schmelber entgegen. Moll will kurzfristig in unterschiedlichen Arbeitsbereichen neu definierte Geschäftsabläufe softwaregestützt mit den Procad-Werkzeugen gestalten. Dazu gehört zum Beispiel die Rechnungsbearbeitung. Derzeit werden Eingangsrechnungen noch traditionell auf dem Papierweg freigegeben, der Prozess ist definiert in Excel- oder Visio-Charts. Künftig wird dies vollautomatisch mit Pro.Ceed stattfinden. Das Reklamationsmanagement ist ein weiterer Standardprozess. Moll will hierzu in Pro.File mit entsprechenden Dokumentvorlagen arbeiten. Auch die Auftragsanlage soll künftig mit dem Prozesstool von Procad organisiert werden. Vom Arbeitsgang ändert sich in diesem Fall wenig, aber mit der neuen Software lässt sich besser überwachen, wie weit der Prozess fortgeschritten ist.
Zusammenarbeit mit externen Ingenieurbüros
Um mit Externen Dokumente gesteuert austauschen zu können, hat Moll Automatisierung die Procad-Lösung Proom als eine in Pro.File integrierte Austauschplattform eingeführt. Das Tool wurde zeitgleich eingeführt und läuft in der Private Cloud auf den eigenen Moll-Servern. Genutzt wird es für alle Varianten des Datenaustausches mit Externen, auch innerhalb der Schwestergesellschaft, wenn es gemäß interner Informationssicherheitsrichtlinien so vorgeschrieben ist. Die Idee von Proom: Für den Austausch sensibler Daten werden virtuelle Projekträume installiert, in denen Projektbeteiligte Engineering-Daten ablegen und gemeinsam bearbeiten können. Der Zugang zu den Projekträumen kann vom Inhaber des Raumes gesteuert werden. Die Konstruktionsabteilung von Moll vergibt über Proom komplette Unterbaugruppen an externe Zeichnungs- und Ingenieurbüros. Früher lief die Übermittlung ausschließlich per FTP. \“Vom Handling her ist Proom deutlich einfacher\“ so Schmelber. \“Wir haben für jede Abteilung einen Key User definiert, der Projekträume anlegen kann. Die Kollegen können dies selbständig regeln – eine echte Entlastung für das IT-Team und eine passend gelöste Art des Dokumentenaustausches. Die Akzeptanz unter den Anwendern ist sehr hoch.\“ 160 Projekträume wurden bislang angelegt. Ein für Moll wichtiger Unterschied im Vergleich zum früheren Dokumentenaustausch ist die elektronische Bestätigung. Der Kommunikationspartner kann demnach erst dann Dateien herunterladen, wenn er den Geheimhaltungserklärungen des Automobilzulieferers zugestimmt hat. Alle Abteilungen nutzen die Datenaustauschplattform mittlerweile, neben den Konstrukteuren auch Vertrieb und Einkauf, etwa für die Übermittlung von Preisblättern an Elektriker oder Unterlieferanten, Marketing, Personal oder die Verwaltung.
















