B&R: Zurück auf Wachstumspfad – Zahlreiche Neukunden helfen B&R frühzeitig aus der Krise

Bereits im nächsten Jahr will B&R wieder über 300Mio. Euro Umsatz erwirtschaften. Das war die gute Nachricht auf der Pressekonferenz des österreichischen Automatisierungsspezialisten. Ausgerechnet das 30. Firmenjubiläum in diesem Jahr wird das Unternehmen jedoch mit einem deutlich zweistelligen Umsatzrückgang (zwischen 18 und 20%) begehen. Einziger Trost: Damit dürfte B&R zu den Branchenbesten gehören. Dieses sei dem Unternehmen vor allem durch ein intensives Neukundengeschäft gelungen, erläuterte Geschäftsführer Hans Wimmer (Bild). An dem Ziel einer Verdoppelung innerhalb von fünf Jahren halte man trotz Krise fest. Zu den wichtigsten Märkten des Unternehmens gehört nach wie vor Europa (69%), gefolgt von Amerika (15%) und Asien (14%). Den Einstieg ins Komponentengeschäft konnte B&R weiter forcieren, insbesondere durch die Kooperation mit Schneider Electric. Demnach werde der französische Elektrokonzern das X20-E/A-System von B&R einsetzen. Die Wahl des Systems sei das Ergebnis eines umfassenden Evaluierungsprozesses der am Markt verfügbaren E/A-Systeme. Schneider Electric beliefert B&R bereits seit geraumer Zeit mit seiner Frequenzumrichtertechnologie. Rechtzeitig zum 30. Jahrestag von B&R konnten auch die Erweiterungsarbeiten der Firmenzentrale in Eggelberg abgeschlossen werden, durch die die Fertigungskapazitäten verdreifacht wurden (wir berichteten). Etwa 50Mio. Euro wurden dafür am Heimatstandort investiert. Frequenzumrichter für alle Leistungsbereiche Auf der SPS/IPC/Drives wird B&R zahlreiche neue Produkte vorstellen, darunter auch neue Acoposinverter. Mit der Einführung der Frequenzumrichter erweiterte B&R erst kürzlich die Acopos-Familie. Damit wurde ein fehlender Baustein im Produktspektrum der B&R-Antriebstechnik ergänzt. So entstehen aus Servo-und Stepper-Antrieben sowie den neuen Frequenzumrichtern ein rundes Antriebsportfolio. \“Hauptsächlich profitieren bestehende B&R-Kunden von der Erweiterung des Portfolios um Frequenzumrichter. Die nahtlose Einbindung in die bestehende Maschinentopologie, über Serial-, X2X- oder Powerlink-Schnittstelle, reduziert den Verdrahtungsaufwand und macht die meist sehr aufwändige Softwareintegration von Fremdkomponenten überflüssig\“, so Bernhard Eder, Business Manager bei B&R. Die vollständige Integration der gesamten Frequenzumrichter-Produktpalette in das Automation Studio unterstützt zudem eine einfache und verkürzte Inbetriebnahme der Maschine oder Anlage. Die Produktfamilie besteht aus den drei Baureihen S44, X64 und P84. Sie decken einen Leistungsbereich von 0,18 bis 500kW ab. Damit stellt B&R sämtliche Anforderungen des Maschinenbaus. Typische simple Aufgaben sind beispielsweise die Ansteuerung von Pumpen oder Fließbändern bis hin zu komplexen Anwendungen, bei denen das Zusammenspiel von Servo- und Frequenzumrichter eine wichtige Rolle spielt.