FDT-Container-Entwicklung
Bei der Frame Common Component (FCC) für die FDT-Container-Entwicklung handelt es sich mit der fdtContainer component um ein seit Jahren bewährtes Produkt der Firma M&M Software, das sich bereits in mehreren Dutzend FDT-Containern wiederfindet. Aufgrund der weitreichenden Verbreitung und bewährten Qualität entschied sich die FDT Group, dieses Produkt als Common Component zu zertifizieren und zum Einsatz zu empfehlen. Um die Interessen der FDT-Community optimal zu berücksichtigen, wurde ein \’Change Control Board\‘ für zukünftige Entwicklungsentscheidungen installiert. Die fdtContainer component ermöglicht die einfache Integration eines FDT-Containers sowohl in bestehende als auch neu zu entwickelnde Softwaresysteme. Durch die eingebaute Kompatibilität zu FDT 1.2.x ist sichergestellt, dass entsprechende DTMs eingesetzt werden können. Somit kann auf einen großen Pool an bereits verfügbaren Komponenten zugegriffen werden. Dabei ist auch der Mischbetrieb von FDT2 und FDT 1.2.x ohne Weiteres möglich. Die Freiheiten beim Verhalten und dem Erscheinungsbild der entwickelten Software werden hingegen nicht durch die FCC beeinflusst.
DTM-Entwicklung
Das Yin zum Yang der fdtContainer component ist die DTM Common Component (DCC) (Bild 2). Hier konnte nicht auf bestehende Software zurückgegriffen werden. Die FDT Group startete daher ein Entwicklungsprojekt, das von interessierten Mitgliedern unterstützt wird. Entstanden ist ein Framework zur Erstellung von DTMs, das mit der Frame Common Component harmoniert. Da die Abwärtskompatibilität zu früheren FDT-Versionen bereits durch den FDT-Container umgesetzt wird, wird die DCC rein zur Entwicklung von FDT2-DTMs eingesetzt. Am Markt existieren darüber hinaus Entwicklung-Tools (z.B. der dtmManager), die den Entwickler noch weitreichender unterstützen. So helfen in Visual Studio integrierte Wizards bei der Erstellung eines DTM-Projekts und wiederverwendbare Oberflächen unterstützen den Entwickler bei der Umsetzung von DTM User Interfaces. Dies erspart viel manuelle Arbeit im Vergleich zur direkten Verwendung der DCC.
Test und Zertifizierung
Durch den intensiven gegenseitigen Test der Common Components entfällt ein großer Teil des Fehlerpotenzials einer FDT-Lösung. Trotzdem muss während der Entwicklung und zur Freigabe eines Produkts die Qualität ausführlich geprüft und unter Umständen auch zertifiziert werden. Insbesondere für die Entwicklung von DTMs sind zwei Testszenarien sinnvoll. Zum einen ist der DTM bereits frühzeitig in einem FDT-Container mit FCC zu testen. Hier bietet sich die fdtContainer application an, die auf der FCC basiert und kostenlos zur Verfügung steht. Zum anderen ist ein formalisierter Test des DTM mittels eines Testtools sinnvoll. Die FDT Group bietet daher mit dem dtmInspector für ihre Mitglieder ein Tool an, das die Qualitätssicherung maßgeblich unterstützt. Der dtmInspector enthält festgelegte Testskripte, die alle wesentlichen FDT-Schnittstellen prüfen, und liefert detaillierte Informationen zu gefundenen Fehlern. Der dtmInspector ist auch das Werkzeug, das bei offiziellen Test-Sites zur Zertifizierung von DTMs zum Einsatz kommt.
















