Automatisierte Farbmischung
Um ein klassisches Einsatzfeld von Farbsensoren geht es in der abschließenden Anwendung, die sich mit der lückenlosen Qualitätsprüfung bei der automatisierten Herstellung kundenindividueller Bodenbeschichtungen beschäftigt. Ein Anbieter von Systembaustoffen für die Bausanierung, -instandsetzung und -abdichtung stellt u.a. Bodenbeschichtungen aus Epoxidharz in kundenspezifischen Farben her. Die Produktion der Beschichtungen wurde vor mehr als einem Jahr mit einer Automationslinie modernisiert. An der ersten Station der Linie wird das Basismaterial abgefüllt, wobei die Gebinde eines identischen Auftrages einen Barcode erhalten, der von der Mischanlage ausgelesen wird. Nach der Dosierung der Farbe erfolgt das Verrühren des Endproduktes, dem sich an der letzten Station die Kontrolle der Füllmenge sowie der korrekten Farbe anschließt. Zur Farbkontrolle wurde in der Vergangenheit jedes Mal zu Beginn eines neuen Auftrages eine Flüssigkeitsvermessung durchgeführt. Hierzu rührte man das entsprechende Produkt mit dem gewünschten Farbton an und entnahm eine Probe, die in einem Labor 24 Stunden trocknen musste. Angesichts dieser zeitraubenden Prozedur ist es verständlich, dass bei größeren Produktionschargen zur Farbkontrolle nur Stichproben möglich waren. Kam es dann zu unbemerkten Farbabweichungen, bedeutete dies mitunter größere Ausschussmengen. Eine durchgängige Farbkontrolle innerhalb der Automationslinie konnte schließlich mit einem Farbsensor der Serie OF34 und der zugehörigen Parametriersoftware realisiert werden. Zur Farbkontrolle an der Wiegestation wird der Sensor über eine Vorrichtung in ein Gebinde an der Station abgesenkt. Um exakte Messergebnisse zu erhalten, muss der Sensor einen stets gleichbleibenden Abstand zur Farbe im Behälter einhalten. Da die abgefüllte Bodenbeschichtung eine stark glänzende bzw. spiegelnde Oberfläche hat, ist der Sensor zusätzlich mit einem Polarisationsfilter ausgestattet. Zu Beginn einer Produktionscharge prüft das Labor die Farbgebung der ersten Mischung. Ist diese einwandfrei, wird die Farbe über die Parametriersoftware eingeteacht und als Referenz im Sensor hinterlegt. Alle weiteren Gebinde einer Charge lassen sich nun auf die korrekte RAL-Farbe der Beschichtung kontrollieren. Sämtliche geprüfte Farben bereits produzierter Beschichtungen werden in einer Datenbank abgespeichert und stehen somit für deren erneute Herstellung zu einem späteren Zeitpunkt als Referenz zur Verfügung.
















