Der Ausbau von Infrastrukturnetzen erfolgt heute vermehrt unterirdisch, was eine effiziente Wegeführung erlaubt und das Landschaftsgefüge weniger beeinflusst. Spezialist für Tunnelbohrmaschinen ist die Firma mts Perforator GmbH, mit Sitz in Valluhn nahe Hamburg. Bei den neuen mts-Tunnelbohrmaschinen kommt zur Steuerung SmartWire-Darwin von Eaton Moeller zum Einsatz. Zuschlag durch weltweite Präsenz Nicht nur im innerstädtischen Bereich werden Tunnel zunehmend seltener in offener Bauweise hergestellt, sondern Stollen unterirdisch errichtet – und somit die Risiken von oberirdischen Schäden reduziert. Das Unternehmen mts Perforator, mit langjähriger Erfahrung, stellt die für den Tunnelbau benötigten Bohrmaschinen her. Die Leistungsdaten der mts-Tunnelbohrmaschinen sind beeindruckend: So stehen Bohrköpfe mit einem Durchmesser von 250mm bis 4000mm zur Verfügung – sie bewältigen unterschiedlichste Bodenbeschaffenheiten und auch Felsen. Im Zuge der Neu- und Weiterentwicklung entstand ein neu konzipierter Leitstand. Dieser wurde von mts Perforator selbst entwickelt und von der in Lübeck ansässigen Firma Confurius Elektomaschinenbau und Elektrotechnik gefertigt. Zur präzisen Bedienung der Tunnelbohrmaschine sind rund 30 Drucktaster und Leuchtmelder nötig. Da mts-Microtunnellingsysteme weltweit zum Einsatz kommen und der Faktor Zuverlässigkeit höchste Priorität besitzt, entschieden sich die mts Perforator GmbH und Confurius für RMQ-Befehls- und Meldegeräte mit SmartWire-Darwin Anschaltung von Eaton Moeller. Dank der weltweiten Präsenz von Eaton Moeller und dem 24h-Lieferservice für Ersatzteile, bekam das Energiemanagement-Unternehmen letztlich den Zuschlag. Neben der Ersatzteilverfügbarkeit waren ebenfalls die Aspekte Sicherheit und Gewährleistung von hoher Relevanz. Denn es galt, eine Manipulation der Steuerung seitens der Bohrkopfbetreiber weitestgehend auszuschließen. Dies war notwendig, da Sicherheitsvorrichtungen aus unterschiedlichsten Gründen schon überwunden und Maschinen unzulässig betrieben wurden. Die SmartWire-Darwin Technologie reduziert aber nicht nur deutlich die Projektierungs-, Montage- und Verdrahtungskosten, sondern integriert ebenso einen wirksamen Manipulationsschutz. Dieser schließt etwa eine Kontaktüberbrückung von vornherein aus. SmartWire-Darwin Technology Mit SmartWire-Darwin hat Eaton Moeller ein innovatives Verbindungs- und Kommunikationssystem für die Schaltschrankverkabelung im Maschinen- und Anlagenbau entwickelt. Markantes Kennzeichen im Schaltschrank ist die durchgehende grüne Leitung – die SmartWire-Darwin (SWD) Leitung. Sie verbindet alle Motorstarterkombinationen, Drucktaster und Leuchtmelder. Mit SmartWire-Darwin entfällt die komplette Steuerstromverdrahtung, denn sowohl die Versorgungsspannung für Schützspulen als auch jene für Leuchtmelder überträgt eine einzige SmartWire-Darwin Leitung. Ausgehend vom SmartWire-Darwin Gateway stellt sie zudem auch die Verbindung zur Standard-Feldbusebene her – so etwa zu Profibus DP oder CANopen. Auch konventionelle I/O-Baugruppen findet der Anwender nicht, denn die I/O-Ebene ist bei SmartWire-Darwin direkt in den Schaltgeräten integriert. Fehler, die bei der klassischen Verdrahtung auftreten können, sind gänzlich ausgeschlossen. Bei SmartWire-Darwin nutzt Eaton Moeller Standardschaltgeräte, die um kommunikationsfähige Funktionsmodule ergänzt sind. Neben Schaltgeräten lassen sich ebenso Befehls- und Meldegeräte mit M22-Funktionselementen zu Kommunikationspartnern am SmartWire-Darwin ertüchtigen: Verfügbar sind sie für Befehls- (Taster, Schalter, Mehrstellungsanzeige), Anzeige- oder kombinierte Bedien- und Anzeigefunktionen. Das macht verständlich, warum die SPS im Schaltschrank lediglich aus einer CPU-Baugruppe besteht. Was nicht vorhanden ist, muss zuvor nicht kosten- und zeitaufwendig geplant, projektiert und montiert werden. Jedem Teilnehmer des SmartWire-Darwin-Strangs wird am Gateway per Knopfdruck automatisch eine Adresse zugeteilt und zwar in der Reihenfolge der angeschlossenen Teilnehmer. Sie werden erst mit dem Adressaufruf aktiviert. Bis zu 600m im oder außerhalb des Schaltschranks beträgt die maximale Ausdehnung der SmartWire-Darwin Leitung und verbindet bis zu 99 Teilnehmer. Bei der zügigen, sicheren Planung eines SmartWire-Darwin Netzwerks unterstützt die Software SWD-Assist den Anwender. Fazit Der Einsatz von SmartWire-Darwin im Steuerstand reduziert die Projektierungs- und Verdrahtungkosten. \“Aber noch wichtiger für uns ist der integrierte Manipulationsschutz der einen wichtigen Faktor für die Gewährleistung unserer Tunnelbohrmaschinen darstellt\“, resümiert Norbert Simdon electronic Support mts Perforator. (Kasten) Die Unternehmen Die mts Perforator GmbH, mit Sitz in Valluhn, entwickelt, baut und betreut Microtunnelingsysteme und zwar von einfachen Schneckenförderanlagen bis hin zu Spülförderanlagen mit 4000mm Durchmesser. Unter Leitung eines erfahrenen Teams von Konstrukteuren, Elektro- und Systemtechnikern wurden bereits zahlreiche Systeme für den maschinellen, grabenlosen Einbau von Rohrleitungen gebaut. Haupteinsatzbereiche sind Neubau und Sanierung von Ver- und Entsorgungsleitungen sowie die Erstellung von Multifunktionskanälen. (www.mts-p.de) Die Confurius Elektomaschinenbau und Elektrotechnik GmbH, mit Sitz in Lübeck, wurde 1918 gegründet. Bei der Elektrotechnik reicht das Spektrum von der klassischen Elektroinstallation bis zum modernen Schaltanlagen- und Steuerungsbau. Der Bereich Elektromaschinenbau umfasst Elektromaschinen, Pumpen, Getriebe, Krane und Torantriebe. Confurius liefert alle gängigen Generatoren, Motoren und Getriebe direkt ab Lager und repariert aller Arten von Antrieben. Bei der Planung, dem Verkauf, der Reparatur oder termingerechten Montage und Inbetriebnahme stehen Qualität und optimale Abwicklung im Vordergrund. www.confurius.de
Durchgebohrt: SmartWire-Darwin steuert Tunnelbohrmaschine
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