Wie Günter Baumüller, Vorsitzender des Fachbereichs Elektrische Antriebe auf der Mitgliederversammlung des ZVEI-Fachverbands Automation erklärte, wird ein allmählich abflachendes Inlandsgeschäft durch den weiterhin starken Export kompensiert. Die Anzahl der Arbeitsplätze werde sich um ca. 4% auf 51.000 erhöhen. \“Die Bestellzuwächse aus dem Maschinenbau haben sich abgeflacht. Auch aus der Automobilbranche kommen noch keine Wachstumsimpulse. Ein weiterhin starkes Wachstum generieren der internationale Anlagenbau und langfristige Infrastrukturprojekte\“, sagte Baumüller. Umsatzplus im Jahr 2007 Das Jahr 2007 schloss mit einem Umsatzplus von 8,4% auf 10,2Mrd. Euro. \“Wir sind weiterhin die Nummer 1 in der Weltrangliste elektrischer Antriebstechnik\“, stellte Baumüller fest. \“Auch im vergangenen Jahr haben wir mit 5,8Mrd. Euro mehr Antriebstechnik exportiert als jedes andere Land.\“ In den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres erhöhte sich der Export nach amtlichen Angaben nochmals um 15%. Starke Zuwächse verzeichnen insbesondere Indien und Südostasien. 2009 werde es aus heutiger Sicht schwer werden, auf dem derzeit hohen Niveau ein weiteres Wachstum zu generieren. Alles hänge davon ab, wie sich die wichtigsten Absatzmärkte Maschinenbau und Automobilindustrie entwickeln. \“Wachstumsphantasie kommt dagegen weiterhin aus dem internationalen Anlagenbau und dem Modernisierungsbedarf der Industrie mit energieeffizienten Antrieben im installierten Altbestand\“, erklärte Baumüller. Einzelne Marktsegmente Die Umsätze im Marktsegment Niederspannungs-Drehstrommotoren profitieren bei nachlassender Nachfragedynamik im Inland von einem hohen Auftragsbestand und weiterhin stabilen Auslandsgeschäften. Nach einem Plus von 19% im vergangenen Jahr wird für 2008 ein nochmaliger Anstieg von 7% auf 2,5Mrd. Euro erwartet. Auch bei den Frequenzumrichtern ist im unteren Leistungsbereich eine Abschwächung spürbar, die sich unmittelbar auf den Umsatz auswirkt. Dem Plus von 13% im Jahr 2007 dürfte im laufenden Jahr ein geringerer Umsatzzuwachs von etwa 6% auf 1,66Mrd. Euro folgen. Bei den Kleinmotoren werde der deutsche Markt im unteren Preissegment zunehmend aus ausländischer Produktion bedient. Einem Produktionsrückgang von 6% im Jahr 2007 folge voraussichtlich ein weiterer Rückgang von 4% auf knapp 2,12Mrd. E im laufenden Jahr. Die Produktion von Hochspannungsmaschinen läuft auf Hochtouren. Nach einem Produktionsplus von 36% im vergangenen Jahr erwartet der ZVEI für 2008 einen weiteren Anstieg von 10% auf 365Mio. Euro. Der Auftragsüberhang sorgt inzwischen für Vollauslastung bis weit in das Jahr 2009 hinein. Energieeffiziente Antriebe
Elektrische Antriebstechnik wächst um 4%
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