Motorschutzschalter mit elektronischem Weitbereichsüberlastschutz haben gegenüber Geräten mit thermischem Auslöser wesentliche Vorteile: Große Einstellbereiche, geringe Verlustleistung, Auslöseklassen auch größer Class 10, präzise und langzeitstabile Auslösekennlinien sowie die Möglichkeit des Auslesens von Parameterdaten. Bei Motorschutzschaltern mit elektronischem Weitbereichsüberlastschutz wird der Stromanstieg über die im Auslöseblock integrierten Stromwandler erfasst und durch eine entsprechende Elektronik ausgewertet, die bei Überlast mittels Aktorik einen Impuls auf das Schaltschloss gibt. Die Spannungsversorgung der Elektronik erfolgt über Stromwandler. Die Abschaltzeit hängt ab vom Verhältnis des Auslösestroms zum Einstellstrom und ist in Form einer langzeitstabilen Auslösekennlinie hinterlegt. Motorschutzschalter mit elektronischem Weitbereichsüberlastschutz arbeiten mit einem größeren Stromübersetzungsverhältnis. Hierdurch verfügt das Gerät, im Vergleich zu konventionellen Motorschutzschaltern auf Basis Bi-Metall, über einen weiten Stromeinstellbereich im Verhältnis 1:4 (Vergleich Bi-Metall 1:1,6). Die großen Stromeinstellbereiche reduzieren die Variantenzahl um bis zu 75% – verglichen mit Bi-Metall-Auslöser. Das reduziert den Projektierungsaufwand und senkt die Kosten. In modularer Bauweise lassen sich beim Motorschutzschalter die genannten Vorzüge noch effizienter umsetzen: Beim PKE sind das Grundgerät und der Auslöseblock (Steuereinheit) voneinander getrennt. Wegen der Steckbauweise wird die Steuereinheit einfach in das Grundmodul eingeschoben. Ohne Lösen der Hauptstromverdrahtung können benötigte Funktionen innerhalb der Steuereinheit auch noch später definiert werden. Mehr Energieeffizienz PKE-Motorschutzschalter weisen – gegenüber der Bi-Metall-Lösung – eine um bis zu 85% geringere Verlustleistung auf, was den Energieverbrauch und somit die Energiekosten reduziert. Auch die Wärmeentwicklung im Schaltschrank wird gesenkt. Die Anlaufphase eines Motors ist stets ein kritischer Moment, denn während des Starts nimmt der Motor wesentlich mehr Strom auf als während des normalen Nennbetriebs. Motorschutzschalter PKE bieten wählbare Auslöseklassen für den stromabhängig verzögerten Überlastschutz. Das Auslöseverhalten des Überlastauslösers wird durch die Auslöseklasse, der er zugeordnet ist, festgelegt. Im Gerät sind hierfür Auslösekurven für den ungestörten drei- bzw. zweiphasigen Betrieb hinterlegt, die sich als Auslöseklassen (Class) anwählen lassen, unter Beachtung des Hochlaufverhaltens des Antriebs. Aufgrund der einstellbaren Auslöseklassen Class 5 bis 20 wird so mit einem Motorschutzschalter ein Schutz von Antrieben bei nahezu allen Anlaufbedingungen sichergestellt. Bislang konnten lediglich Schaltzustände oder Ausgelöstmeldungen, differenziert nach Überlast- oder Kurzschlussauslösungen, ausgewertet werden. Die Motorschutzschalter PKE mit elektronischem Überlastschutz bieten mehr Meldefunktionen wie Diagnose-, Status- oder Überlastmeldungen bis hin zum aktuellen Stromfluss. Die Daten vernetzter Motorstarter lassen sich über eine Feldbusleitung direkt in die Steuerung übertragen und stehen anlagenweit bereit, z.B. für ein Condition Monitoring oder Fernwartungszecke. Beim PKE ist derzeit eine Profibus- und CANopen-Anschaltung realisiert. Die zunehmende Intelligenz der Motorschutzschalter erweitert in summa die Basisfunktion auf Aspekte wie Verfügbarkeit, Effizienz und Wirtschaftlichkeit.
Elektronischer Weitbereichsüberlastschutz
-
Spürbarer Dämpfer in den Bestellungen
Maschinenbau-Auftragseingang im Februar
Der Auftragseingang im Maschinenbau ist im Februar abermals gesunken und die Stimmung der Unternehmen trübt sich ein.
-
Für die DACH-Region
Schneider Electric: Neuer Vice President Secure Power
Schneider Electric hat Marco Geiser zum neuen Vice President Secure Power DACH ernannt.
-
Yaskawa strukturiert Führungsspitze in Europa um
Yaskawa hat eine Neustrukturierung der Geschäftsführung in seiner europäischen Zentrale vorgenommen.
-
ABB Robotics ernennt neuen Cluster-Manager für DACH-Region
ABB Robotics hat Marc-Oliver Nandy zum Cluster-Manager für die DACH-Region ernannt.
-
Für sichere Maschinennetzwerke
Industrial Security-Gateway und Maschinenfirewall
Sichere Maschinennetzwerke werden mit den aktuellen Vorgaben der Europäischen Maschinenverordnung und der IEC62443 für jeden Pflicht, der Maschinen in Verkehr bringt.
-
Für datenintensive Industrieumgebungen
1HE-Rack-PC
Für PXI-Testsysteme, Echtzeitanwendungen und die Industrieautomation sind hohe Datenraten, geringe Latenzen und flexible…
-
Mit integrierter Sicherheitstechnik
MDR-Controller für die Intralogistik
Die IP54-geschützten MDR-Controller EP741x von Beckhoff sind je nach Bedarf mit und ohne…
-
Lebensmittelkonformer Oberflächenschutz
Aluminium-Antriebe
Mit NXD Tuph von Nord Drivesystems können Anwender auch in hygienesensiblen Applikationen von…
-
Seit März
Hannover Messe erhält eigenen Geschäftsbereich
Zum 1. März hat die Deutsche Messe einen eigenständigen Geschäftsbereich eingerichtet, der sich…
-
Ifo-Konjunkturumfrage
Unternehmen planen mit höheren Preisen
Deutlich mehr Unternehmen in Deutschland planen mit höheren Preisen.
-
Ann Fairchild neue CEO
Siemens USA unter neuer Leitung
Siemens hat Ann Fairchild zur neuen Geschäftsführerin von Siemens USA ernannt.
-
IO-Link Safety: Sicherheit vernetzt im Feld
Die Automation ändert sich rasant – sicherheitstechnische Anforderungen ebenso. Mit IO-Link Safety entsteht…
-
IFR stellt Preisträgerinnen vor
Women in Robotics 2026
Um Frauen in der Robotikbranche mehr Sichtbarkeit und Anerkennung zu verschaffen, hat die…
-
Gemeinsam zum vollständig integrierten Automatisierungs-Stack
Salz Automation und Tele vereinbaren Partnerschaft
Salz Automation und Tele Haase Steuergeräte gehen in ihrer Partnerschaft einen entscheidenden Schritt…
-
3D-Druck
Harting eröffnet Zentrum für 3D-Druck
Harting hat in seinem Werk Rahden ein „Center of Competence Additive Manufacturing“ eröffnet.
-
Mikko Soirola
Neuer CEO für Elisa Industriq
Mikko Soirola startet als neuer CEO bei Elisa Industriq.
-
Drehkreuz in Südamerika
Wika eröffnet neues Werk in Brasilien
Wika hat Mitte März ein neues Werk am Standort Boituva in Brasilien eröffnet.
-
Feldbuskoppler
Feldbus und Anzeige konsequent integriert
In Profinet-basierten Anlagen übernimmt das PN220 von Motrona die Funktion eines Feldbuskopplers und…
-
Dank Binnenmarkt
Deutsche Elektroexporte mit Plus auch zum Jahresbeginn
Auch zum Beginn des Jahres 2026 verzeichnete die deutsche Elektroindustrie ein Exportplus: Im…
-
93% verlagern KI zunehmend auf lokale Server
In den letzten zwei Jahren haben 93% befragter Unternehmen einige KI-Workloads zurück auf…
-
Erster Bauabschnitt eingeweiht
Neues Werk in Mexiko für Phoenix Contact
Phoenix Contact hat sein Produktionsnetzwerk auf dem amerikanischen Kontinent ausgebaut. In einem ersten…
-
Festo, Schaeffler und Ziehl-Abegg
Nominierte für Hermes Award stehen fest
Eine unabhängige Jury hat unter den zahlreichen Einreichungen drei Unternehmen für den Hermes…
-
Professor Dr. Jörn Müller-Quade
Wibu-Systems beruft Kryptografie-Experten in Aufsichtsrat
Wibu-Systems hat Professor Dr. Jörn Müller-Quade in den Aufsichtsrat berufen.
das könnte sie auch interessieren
-
Neue Bremssättel für Scheibenbremsen
Elektromagnetische Lüftung für hohe Stundenliestung
-
Scada-Plattform Atvise mit Updates
Mehr Sicherheit und Kompatibilität für Scada-Systeme
-
Beckhoff verbindet Sprachmodelle mit Echtzeitsteuerung
Physical AI: Wenn KI direkt Maschinen steuert“
-
Vorschau Hannover Messe 2026
KI als produktive Kraft in der Fabrik
















